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News-Archiv bis 2006

Intelligente Lösungen für den Verkehr von morgen

06/10/2006

 Human-Machine-Interface-Lab des DLR
zum Bild Human-Machine-Interface-Lab des DLR

Intelligente Transportsysteme und -dienste sind Gegenstand des 13. ITS-Weltkongresses in London. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellt dort vom 9. bis 12. Oktober 2006 in Vorträgen und in der Ausstellung eine Auswahl seiner Verkehrsforschungsthemen vor.

So zeigt das DLR in einem experimentellen Fahrsimulator Arbeiten an fahrerunterstützenden Assistenzsystemen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Eine bessere Effizienz des Verkehrs soll mit den in London dargestellten Methoden der bodengebundenen sowie raumgestützten Verkehrsdatenerfassung erreicht werden. Mit "2Indicate" präsentiert das DLR eine Software zur digitalen Gestaltung von Displays in verschiedenen Verkehrsträgern. Der Messestand im ExCel-Ausstellungs- und Konferenzzentrum London, Stand F17, informiert auch über die Expertise des DLR für verkehrliche Anwendungen des europäischen Satellitennavigationsprojekts Galileo.

Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr forscht das DLR in Braunschweig an Fahrerassistenzsystemen. Mit dem in London ausgestellten Human-Machine-Interface-Lab (HMI-Lab) können neue Assistenzfunktionen flexibel und kostengünstig erprobt werden. Während des ITS-Messekongresses können die Besucher selbst testen, wie ein Assistenzsystem mithilfe spezieller Widerstände oder auch mithilfe von Einblendungen im Display verhindert, dass zu dicht auf den Vordermann aufgefahren wird. Die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Fahrer findet dabei nicht nur per visuellen oder akustischen Hinweis statt, sondern auch über haptische Sticks, das Lenkrad oder das Gaspedal.

Unterstützt werden die Arbeiten an Assistenzsystemen auch durch die Software "2Indicate", die im Institut für Flugsystemtechnik des DLR zur Erstellung von digitalen Displays in Helikoptern entwickelt wurde. Basierend auf "2Indicate" ermöglicht die Applikation "CoEDiT" das Erstellen dynamischer Cockpit-Szenarien. Vom Kilometerzähler über den klassischen Tachometer bis hin zu innovativen Anzeigeelementen aktueller und zukünftiger Fahrassistenzsysteme können neue Szenarien in sehr kurzer Zeit umgesetzt werden. Die Forscher sind damit in der Lage, die optimale Darstellung der unterschiedlich wichtigen Fahrer-Informationen zu finden.

 Mit der Software '2Indicate' erstellte digitale Displays
zum Bild Mit der Software "2Indicate" erstellte digitale Displays

Zur Erprobung von Sensoren und von neuen, flexibleren Methoden der Verkehrslageerfassung unter realen Einsatzbedingungen betreibt das DLR in Berlin eine rund zwei Kilometer lange Mess- und Versuchsstrecke. Mit Zählschleifen, Radar- und Videodetektoren, ergänzt durch Klima-, Wetter- und Sichtweitedaten kann die Reaktion der Verkehrsteilnehmer auf sich verändernde Randbedingungen gemessen werden. Wie mit den gewonnenen Daten Verkehrsabläufe optimiert werden können, stellen die Wissenschaftler auf dem ITS-Weltkongress vor.

Das Europäische Satellitennavigationssystem Galileo hat Experten zufolge ein hohes Anwendungspotenzial im Verkehr. Das DLR präsentiert in London mit dem Experimentier- und Verifikationsnetzwerk EVnet eine Soft- und Hardwareumgebung, die es ermöglicht, lokale Ergänzungssysteme zur Verbesserung der Zuverlässigkeit und Genauigkeit von Satellitennavigationssystemen über Kommunikationskanäle wie das Internet zu entwickeln. Damit wird die Einführung von hochpräzisen und sicherheitskritischen Galileo-Anwendungen und -Diensten unterstützt.

An der DLR-Verkehrsforschung, dem jüngsten Geschäftsbereich des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, sind 25 der insgesamt 27 Institute und Einrichtungen beteiligt. Sie bearbeiten Verkehr als komplexes System, ganzheitlich und interdisziplinär. Für die Hersteller von Kraftfahrzeugen, Schienenfahrzeugen und Flugzeugen, für Verkehrsdienstleister sowie Behörden und Unternehmen der Verkehrswirtschaft stellt sich das DLR einmal mehr als attraktiver Kooperationspartner vor.


Kontakt
Cordula Tegen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation

Tel.: +49 2203 601-3876

Fax: +49 2203 601-3249


Erstellt am: 29.11.2006 16:10:00 Uhr