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News-Archiv Braunschweig

DLR und DFS kooperieren bei der Fernüberwachung von Flugplätzen

14. April 2010

 DLR und DFS kooperieren bei der Fernüberwachung von Flugplätzen
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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH haben einen Vertrag für eine strategische Kooperation auf dem Gebiet der Fernüberwachung von kleinen und mittleren Flugplätzen unterzeichnet. Hiermit führen die Partner ihre bisherigen Forschungsergebnisse zusammen und schaffen somit eine solide Basis für eine Zusammenarbeit und einen Meilenstein in der sich ändernden Flugsicherungswelt. Ziel ist es, einen weiteren Verkehrsflughafen in die beim DLR-Institut für Flugführung bereits bestehenden Arbeitsplätze, die so genannten Remote Tower Traffic Center Umgebung, zu integrieren. Zusätzlich ist ein so genannter "passiv mode Test" geplant: Hierbei handelt es sich um einen reinen Forschungsarbeitsplatz. Während der Testphase ist ein Fluglotse zur Überwachung eingesetzt, der jedoch nur im Notfall eingreift.

Forschung zu Fernüberwachung: RAiCe und RapTOr

 Prof. Dr. Dirk Kügler vom DLR (links) und Peter Gebauer (DFS) schütteln Hände
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Der Kooperationsvertrag umfasst die Zusammenarbeit im Projekt RAiCe (Remote Airport Traffic Control Center). Hier untersuchen Wissenschaftler technologische und organisatorische Probleme bei der Überwachung mehrerer kleinerer Flughäfen und validieren Möglichkeiten zur Umsetzung einer Fernüberwachung. Dabei soll die Überwachung ohne kostspielige elektronische Sensorik wie beispielsweise Bodenradar erfolgen. Die dafür benötigten Informationen stammen unter anderem aus hochauflösenden Videobildern sowie aus Quellen wie Bildverarbeitung und Satellitennavigation. Innerhalb der Kooperation zwischen DLR und DFS soll außerdem über die Integration von DFS-Systemen geforscht werden.

RAiCe basiert auf den Ergebnissen des Vorgänger-Projekts des DLR RapTOr (Remote Airport Tower Operation Research). RapTOr stellte den ersten Schritt auf dem Weg hin zu einem Remote Tower Operation (RTO)-Center zur Überwachung mehrerer kleinerer Flughäfen von einem zentralen Punkt ohne Sichtkontakt dar. Der hier entstandene RTO-Arbeitsplatz erfährt im Rahmen von RAiCe eine Erweiterung zu einem Remote Tower Center (RTC).

Als weiteres Ziel haben die Kooperationspartner die anschließende Nutzung der gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse im operationellen Umfeld der DFS definiert. Darüber hinaus besteht von Seiten beider Partner der Wunsch, über einen Know-how-Transfer auf dem Gebiet der RTO auch weiterhin zu kooperieren.


Kontakt
Lena Fuhrmann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation

Tel.: +49 2203 601-3881

Fax: +49 2203 601-3249


Axel Raab
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

Kommunikation

Tel.: +49 6103 707-4160


Karl-Heinz Keller
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Flugführung

Tel.: +49 531 295-2506

Fax: +49 531 295-2550


Dr.phil.nat. Norbert Fürstenau
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Flugführung
, Systemergonomie
Tel.: +49 531 295-2549

Fax: +49 531 295-2550


Zuletzt geändert am: 14.04.2010 10:18:56 Uhr