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News-Archiv Braunschweig

DLR nimmt neuen Flugzeughangar in Braunschweig in Betrieb

15. April 2010

Adäquate Homebase für das Forschungsflugzeug Airbus A 320 "ATRA"

 ATRA vor der neuen Halle
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Nach rund vierzehnmonatiger Bauzeit nimmt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) an seinem Standort am Forschungsflughafen Braunschweig einen neuen Flugzeughangar in Betrieb. Die geräumige Flugzeughalle wird hauptsächlich durch das Forschungsflugzeug ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) genutzt werden. Bei ATRA handelt es sich um einen für zahlreiche interdisziplinäre Luftfahrtforschungsaufgaben speziell umgerüsteten Airbus A 320. Das neue Gebäude, entworfen von der "struhk architekten Planungsgesellschaft mbH", bietet auf insgesamt 5196 Quadratmetern Nutzfläche Platz für zwei Hangars, Büro-, Lager- und Werkstatträume. Die Investitionskosten beliefen sich auf 11,7 Millionen Euro.

 Taufe des ATRA auf den Namen Otto Lilienthal
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Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR, bekräftigt die Notwendigkeit hochmoderner Forschungsflugzeuge für die Vorhaben des DLR: "Mit unserem Flugversuchsträger ATRA setzen wir einen bedeutsamen Meilenstein für die europäische Flugversuchstechnik und damit für wichtige Forschungsvorhaben im Hinblick auf künftige Transportflugzeuge. Der neue Hangar bietet ATRA mit seinen hochmodernen Service- und Wartungseinrichtungen eine optimale Homebase für seine künftigen nationalen und internationalen Forschungseinsätze."

Die verschiedenen DLR-Flugversuchsträger bieten von der reinen Grundlagenforschung bis hin zu Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die europäische Luftfahrtindustrie ein breites Nutzungsspektrum. Der ATRA soll unter anderem bei folgenden wissenschaftlichen Fragestellungen zum Einsatz kommen: Erprobung von aeroelastischen Messverfahren, Untersuchungen zu Innenraumakustik und Kabinenkomfort, Einsatz der Brennstoffzelle als Energiequelle, Messungen von Umströmungslärm sowie von Turbulenzen (Laminarisierung) am Flügel und am Leitwerk sowie Erprobung neuester Messverfahren wie PIV (Particle Image Velocimetry), einer optischen Methode zur Messung von Geschwindigkeitsfeldern. Darüber hinaus sollen Wirbelschleppen vermessen und die Arbeitsbelastung und -verteilung von Piloten im Kontext moderner Kommunikations- und Navigationstechnologien untersucht werden.

Die Taufe des ATRA war ein weiterer feierlicher Akt: Prof. Wörner und die Taufpaten Prof. Dr.-Ing. Joachim Szodruch, DLR Luftfahrt-Vorstand, und Regina Gebhard, DLR-Flugzeugmechanikerin, tauften das Flugzeug auf den Namen "Otto Lilienthal".

Geräumige Halle

 Der ATRA bei der Landung auf dem Flughafen Braunschweig
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Um dem neuen Flugversuchsträger ATRA eine adäquate Unterkunft bieten zu können, musste im Vorfeld die alte Flugzeughalle weichen. Aus Platz- und Sanierungsgründen wurde sie nach einer Nutzungszeit von 33 Jahren im Spätsommer 2008 abgerissen.

Die neue Flugzeughalle ist mit einer Grundfläche von 3154 Quadratmetern in der Lage, ATRA sowie zwei weitere bewährte DLR-Forschungsflugzeuge aufzunehmen: eine Dornier Do 228-101 sowie den seit mehr als 20 Jahren erfolgreich im Einsatz befindlichen Flugversuchsträger ATTAS (Advanced Technologies Testing Aircraft System), eine umgerüstete VFW 614. In dem kleineren der beiden Hangars werden die Flugversuchsträger LFU, ein einmotoriger Tiefdecker, das Schleppflugzeug DR 400 / 200 Robin Remorqueur sowie das Segelflugzeug DG-300 untergebracht. Der fliegende Hubschrauber-Simulator ACT / FHS, basierend auf dem Eurocopter EC 135, und die BO 105 verbleiben weiterhin in der bisherigen Hubschrauberhalle.


Kontakt
Jasmin Begli
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Braunschweig

Tel.: +49 531 295-2108

Fax: +49 531 295-12100


Manfred Kolb
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Baumanagement Nord

Tel.: +49 531 295-2257

Fax: +49 531 295-2259


Zuletzt geändert am: 15.04.2010 15:21:16 Uhr