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News-Archiv Braunschweig

DLR macht Braunschweig zum Forschungslabor

20. April 2010

Mit Intelligenter Mobiliät schnell ans Ziel

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) macht die Stadt und die Region Braunschweig zu einem Forschungslabor für intelligente Transport- und Mobilitätsdienste: Braunschweigs Verkehrswege werden zur "Anwendungsplattform Intelligente Mobilität" – kurz AIM.

 Die AIM-Vereinbarung ist unterschrieben
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Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben Prof. Dr. Ulrich Wagner, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, der niedersächsische Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Liersch, Prof. Dr. Karsten Lemmer, Direktor des DLR-Instituts für Verkehrssystemtechnik in Braunschweig, und Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Josef Lange am 20. April 2010 in Hannover unterzeichnet. Das Vorhaben wird vom Land Niedersachsen bis 2014 mit insgesamt 6,5 Millionen Euro unterstützt. Außerdem fördert die Helmholtz-Gemeinschaft den Aufbau von AIM mit Investitionsmitteln in Höhe von 8,7 Millionen Euro.

"Mit AIM möchten wir ein einzigartiges, innovatives Konzept umsetzen. Wir werden eine verkehrliche Anwendungsplattform schaffen, die viele Forschungsfragen aus verschiedensten Bereichen beantwortet und ein hohes Maß an neuen Lösungen und Instrumenten bietet", erklärte DLR-Vorstand Prof. Dr. Ulrich Wagner. "Intelligente Mobilität bedeutet, dass jeder seine Verkehrsziele möglichst schnell, komfortabel und preiswert erreichen kann." Das DLR verfügt mit seinen Großforschungseinrichtungen über das entsprechende Knowhow und die Expertise, Großprojekte wie AIM umzusetzen.

"Die Stadt und Region Braunschweig werden zum umfassenden Labor für Verkehrs- und Mobilitätsforschung. Neuartige Maßnahmen und Technologien für mehr Sicherheit und einen reibungslosen Verkehrsablauf werden hier entwickelt und erprobt, bevor sie auch woanders zum Einsatz kommen können", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Liersch bei der Unterzeichnung. Damit leiste AIM einen wichtigen Beitrag für einen optimierten Verkehrsfluss, könne Lärm- und Abgasbelastungen verringern und die Sicherheit im Verkehr erhöhen. "Davon profitieren alle Verkehrsteilnehmer genauso wie die Einwohner in den Städten", sagte Dr. Liersch.

AIM – Eine ganze Stadt als Testfeld

 Stadt und Region Braunschweig als Testfeld
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Als Großforschungsanlage soll AIM Nutzern aus Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und Industrie die Untersuchung einer Vielzahl von Themen aus der gesamten Komplexität des Verkehrs mit all seinen Wechselwirkungen ermöglichen. AIM integriert und nutzt das reale verkehrliche Umfeld der Stadt und der Region Braunschweig und beinhaltet spezielle Teststrecken ebenso wie ein leistungsfähiges Instrumentarium zur Simulation großräumiger Verkehrsflüsse wie individueller Fahrsimulationen.

Mit knapp einer Million Einwohnern, dem Anschluss an das Autobahn- und Schienennetz und der exzellenten Forschungslandschaft bietet die Region Braunschweig beste Vorrausetzungen für ein solches Projekt. Mit ihrem Mobilitätsverhalten – Wege zu Schule, Arbeit oder Einkauf unter Nutzung von Auto, Bus, Straßenbahn, Eisenbahn oder Fahrrad – können im Rahmen von AIM alle Bewohner der Region einen Beitrag zur Verkehrsforschung und damit für die Mobilität der Zukunft liefern.

Basisinfrastruktur reduziert Investitionskosten

AIM ist auf Langlebigkeit und Nachhaltigkeit ausgelegt. Anders als bei bisherigen Ansätzen mit einzelnen thematischen Testfeldern in verschiedenen Städten ermöglicht AIM die Wiederverwendung der Testinfrastruktur für unterschiedliche Fragestellungen und Projekte. Damit sollen die notwendigen Investitionen für die Einzelprojekte erheblich reduziert werden. Die Basisinfrastruktur soll für viele unterschiedliche Projekte genutzt werden und bedarf lediglich spezifischer Ergänzungen. Darüber hinaus bietet AIM die Möglichkeit, über die typische Laufzeit einzelner Projekte von zwei bis drei Jahren hinaus Langfristdaten und -untersuchungen mit relativ geringem Aufwand durchzuführen sowie eine Nachnutzung von Infrastruktur und Ergebnissen sicherzustellen.

Auch in Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit industriellen und wissenschaftlichen Partnern soll  der Aufbau von AIM weiter vorangetrieben werden. Dazu kooperiert das DLR beispielsweise eng mit dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) und der Technischen Universität Braunschweig.


Kontakt
Jasmin Begli
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Braunschweig

Tel.: +49 531 295-2108

Fax: +49 531 295-12100


Prof. Dr.-Ing. Karsten Lemmer
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Verkehrssystemtechnik

Tel.: +49 531 295-3401

Fax: +49 531 295-3402


Zuletzt geändert am: 20.04.2010 17:49:53 Uhr