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News-Archiv Braunschweig

Der Grundstein ist gelegt: Das neue Simulatorzentrum am DLR Braunschweig

24. Juni 2010

 Simulatorzentrum im DLR Braunschweig
zum Bild Simulatorzentrum im DLR Braunschweig

Mit dem Bau eines Simulatorzentrums für die Luftfahrtforschung setzt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen weiteren Meilenstein für die Luftfahrtforschung der Zukunft. Kernthema des Zentrums ist die Erforschung der dynamischen Wechselwirkung zwischen Mensch und Maschine. Gemeinsam mit Gästen aus Politik und Wirtschaft wurde am 24. Juni 2010 der Grundstein für das neue Zentrum gelegt.

Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, DLR-Vorstandsvorsitzender, begrüßte den Bauauftakt und bemerkte: "Das Simulatorzentrum wird sich hervorragend in die bereits bestehende Forschungsinfrastruktur des DLR in Braunschweig einreihen und so europaweit einzigartige Möglichkeiten im Bereich der Luftfahrtforschung schaffen. Als Gemeinschaftsprojekt von DLR und der TU Braunschweig ist es auch Sinnbild für einen elementaren Bestandteil der Arbeit des DLR: der Verknüpfung zwischen unserer Anwendungsforschung mit dem Wissenschaftsbereich der Universitäten."

Der Grundstein wurde deshalb auch von Wörner, Prof. Dr. Jürgen Hesselbach, Präsident der Technischen Universität Braunschweig (TU BS), und Prof. Dr. Stefan Levedag, dem Leiter des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik, gemeinsam gelegt.

Das Simulatorzentrum

Nach seiner Fertigstellung Mitte 2011 wird das Simulatorzentrum, entworfen vom Architekturbüro „Opfermann & Partner“, für die Erforschung aktueller Simulationsthemen eingesetzt. "Auch die Flugversuchsvorbereitung der DLR-Airbus ATRA und des fliegenden Hubschrauber-Simulators FHS findet im neuen Simulatorzentrum statt", sagte Levedag, dessen Institut das Simulatorzentrum aufbaut und betreibt.

Das Gebäude wird eine Nutzfläche von insgesamt 1200 Quadratmetern haben und neben Büro-, Arbeits- und Lagerräumen zwei modular aufgebaute Simulatoren beherbergen. Dabei handelt es sich um einen Festsitz- und einen Bewegungssimulator, deren Cockpits nach Bedarf ausgetauscht werden können. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf etwa 9 Millionen Euro plus einer weiteren Million, die über die Einrichtung Campus Forschungsflughafen von der TU Braunschweig getragen werden.

Forschungsthemen

Ein Hauptziel der interdisziplinären Luftfahrt-Forschungsaktivitäten des DLR ist der stetige Ausbau der Flugsicherheit. Hierzu gehört auch die Vision eines umfassend sicheren Luftfahrzeugs der Zukunft. Im künftigen Simulatorzentrum stehen daher die Simulation auch kritischer Situationen, die Vorbereitung von Flugversuchskampagnen sowie Untersuchungen zur Trainingseffizienz im Mittelpunkt des Interesses. Dazu zählen auch Untersuchungen aktiver Bedienelemente wie beispielsweise die Weiterentwicklung des so genannten Sidesticks, der erstmals von Airbus in der Verkehrsluftfahrt eingeführt wurde. Außerdem werden neuartige Cockpitanzeigen für Hubschrauber zur Verbesserung der Flugstabilität beim Transport hängender Außenlasten getestet, die Allwetterfähigkeit erprobt und so Landungen bei schlechter Außensicht inklusive von neuen Systemen simuliert. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Wirkung von Wirbelschleppen, also Turbulenzen, die im realen Flugverkehr von voranfliegenden Flugzeugen hervorgerufen werden und die Staffelungsabstände und somit die Flughafenkapazitäten definieren. Das Simulatorzentrum wird auch als Werkzeug zur Bewertung gänzlich neuer Konfigurationen wie beispielsweise von „Blended-Wing-Bodies“ genannten Nurflügel-Konfigurationen dienen.

Voraussichtlich ab Mitte 2012 wird das DLR das Simulatorzentrum vollständig in Betrieb nehmen.


Kontakt
Jasmin Begli
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Braunschweig

Tel.: +49 531 295-2108

Fax: +49 531 295-12100


Dr.-Ing. Holger Duda
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Flugsystemtechnik
, Flugdynamik und Simulation
Tel.: +49 531 295-2610

Fax: +49 531 295-2845


Zuletzt geändert am: 24.06.2010 11:15:07 Uhr