ISS-Astronauten beobachten Sonnenfinsternis aus dem All
27. Januar 2009
Sonnenfinsternis am 29. März 2006
In den Genuss eines seltenen Naturschauspiels kamen die Astronauten der ISS am Montag, 26. Januar 2009. Von der Raumstation aus konnten sie eine Sonnenfinsternis aus einer ungewöhnlichen Perspektive erleben, zweimal durch den Schattenwurf des Mondes fliegen und dabei außergewöhnliche Fotoaufnahmen machen.
Wie Dr. Bernd von Kuhlmann, Astrophysiker und Flugdirektor für das "Columbus"-Modul am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen, erklärte, ist eine Sonnenfinsternis ein nicht alltägliches Ereignis, bei dem sich der Mond zwischen die Sonne und die Erde schiebt und so einen Schatten auf unseren Planeten wirft. "Von der Erde aus gesehen wird die Sonne in bestimmten Regionen verdunkelt, sie wird nicht total verschwinden. Unsere Astronauten auf der Raumstation dagegen werden einen gespenstischen schwarzen Flecken auf der Erdoberfläche sehen".
Die Sonnenfinsternis war in Europa selbst nicht sichtbar, nur im südlichen Afrika, in Südostasien, Australien und der Antarktis konnte das Schauspiel beobachtet werden. Prashant Shukla und Mishbahur Rehmann-Saad, beide "Columbus"-Flight Controller und gebürtige Inder, waren nicht traurig, dass sie nicht daheim in Indien die Sonnenfinsternis beobachten konnten. "Die Bilder und Videos, die wir über Funk von der ISS bekommen haben, waren spektakulär!"