"ASURO" steht bei Schülern hoch im Kurs und soll bald auch im Handel erhältlich sein
Dass ihre Idee auf solch große Resonanz treffen wird, hatten sich Jan Grewe und Robin Gruber nicht im Traum vorgestellt. Die beiden Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelten in diesem Jahr im DLR-Institut für Robotik und Mechatronik einen kleinen Roboter, der die Herzen der Schüler im Sturm erobert hat. „ASURO“ heißt der flinke Miniroboter, der im DLR_School_Lab schon etliche Male von Jugendlichen zusammengebaut und programmiert worden ist. Mittels der eingebauten Sensoren kann „ASURO“ zum Beispiel einer Linie folgen oder auch flotte Pirouetten drehen. Wenn er richtig programmiert ist, weicht der Roboter selbstständig Hindernissen aus oder folgt einer vorprogrammierten Bahn. Via Infrarot können sogar mit einer herkömmlichen IR-Fernbedienung die verschiedenen Lichter von „ASURO“ an- oder ausgeschaltet werden.
Doch vor das Vergnügen wird auch im DLR_School_Lab die Arbeit gesetzt. Unter Anleitung eines DLR-Mitarbeiters bauen die Jugendlichen an einem Tag in Vierer-Teams jeweils einen Roboter zusammen. Alles was sie dazu an Hilfsmitteln benötigen, ist ein Lötkolben und ein herkömmlicher PC. Schon nach einer halben Stunden stellen sich die ersten Erfolgserlebnisse ein. Den freudigen Ausspruch „Hurra, es geht!“, hören Jan Grewe und Robin Gruber nur zu oft, wenn das erste Licht von „ASURO“ aufleuchtet .
Ganz nebenbei lernen die Schüler bei der Arbeit, wie Transistoren aussehen und funktionieren oder wie sie mit einem Lötkolben umgehen müssen. Wenn sie mit der Arbeit fertig sind, haben die Schüler einen ersten Überblick über die Grundlagen der Mechatronik (Elektronik und Mechanik) und des Programmierens. So bringt „ASURO“ auch pädagogisch großen Nutzen. Bei vielen Schülern hat er bereits zu dem so genannten Aha-Erlebnis geführt: Auf spielerischem Weg wurde den Jugendlichen bewusst, zu was Mathematik und Physik alles gut sein kann.
Nach den Erfolgen im DLR_School_Lab wird für „ASURO“ derzeit um Schutz als Gebrauchsmuster nachgesucht. Denn in naher Zukunft soll der Bausatz für den kleinen Roboter auch im Handel erhältlich sein. Im Vergleich zu ähnlichen Produkten soll „ASURO“ deutlich günstiger angeboten werden. Dem Baukasten beigelegt werden ein Handbuch zum Zusammenbau, eine CD mit der nötigen Software zum Programmieren sowie sämtliche Kabelverbindungen. Wer also einen PC und einen Lötkolben zu Hause hat, kann mit ein wenig Geduld und Geschick „ASURO“ auch ganz alleine zusammenbauen und via Computer „zum Leben erwecken“.