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Erfolgreiche Tests der Rosetta-Experimente beim Mars-Vorbeiflug 2007



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Erfolgreiche Tests der Rosetta-Experimente beim Mars-Vorbeiflug 2007
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Auf ihrem Weg zum Kometen Churyumov-Gerasimenko passierte die Raumsonde Rosetta am 25. Februar 2007 den Planeten Mars. Zum einen diente der Vorbeiflug in nur 250 Kilometer Höhe dem Zweck, die Raumsonde für ihre weitere Flugbahn durch das innere Sonnensystem etwas abzubremsen, aber auch dazu, mit den Instrumenten an Bord umfangreiche Tests und Experimente durchzuführen.

Bei diesem so genannten Swing-By-Manöver wurde die Sonde von der Schwerkraft des Mars so abgelenkt, dass sie auf eine Route einschwenkte, die sie in einem steilen Winkel Richtung Erde brachte, wo sie am 13. November 2007 ein weiteres Swing-by-Manöver durchführte. Dadurch wurde Rosetta wieder beschleunigt und gelangte auf eine Flugbahn, die sie nun am 5. September 2008 am Asteroiden Steins vorbeiführen wird. Anschließend wird die Raumsonde am 13. November 2009 ein letztes Mal an der Erde Schwung holen, ehe sie sich auf ihrem endgültigen Weg zu ihrem Kometenziel befinden wird.

Das Bild zeigt eine globale Ansicht des Mars. Es wurde am 24. Februar 2007 aus etwa 240.000 Kilometer Entfernung mit dem Teleobjektiv des vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau entwickelten und gebauten Kamerasystems OSIRIS (Optical, Spectroscopic, and Infrared Remote Imaging System) aufgenommen. Es ist aus Aufnahmen mit den drei Filtern nahes Infrarot, grün und nahes Ultraviolett zusammengesetzt; die Bildauflösung beträgt etwa fünf Kilometer pro Bildpunkt (Pixel).

Gut sichtbar sind Wolkenschleier in der Atmosphäre, sowie die Eiskappe am Südpol, die im einsetzenden Frühling der Südhalbkugel fast ihre größte jahreszeitliche Ausdehnung hat.

Bild: ESA/MPS.