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News-Archiv 2008

EnBW und DLR gründen Forschungsplattform für Dezentrale Energien

1. Dezember 2008

 Die Gasturbine steht im Zentrum der neuen Forschungsplattform.
zum Bild Die Gasturbine steht im Zentrum der neuen Forschungsplattform.

Hocheffizient, schadstoffarm und brennstoffflexibel – das sind die Anforderungen an die künftige Strom- und Wärmeerzeugung. Zur Entwicklung neuer umweltfreundlicher Anlagenkonzepte haben das Energieversorgungsunternehmen EnBW Energie Baden-Württemberg AG und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart eine Forschungsplattform für Dezentrale Energien gegründet.

"Die neue Plattform widmet sich in einzelnen Forschungsprojekten sowohl der Entwicklung als auch der Umsetzung dezentraler Anlagenkonzepte zur Erzeugung von Strom und Wärme", erklärte Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR, den umfassenden Ansatz der Kooperation.

Anlagenkonzepte auf Basis konventioneller und alternativer Brennstoffe

Der Beitrag des Stuttgarter DLR-Instituts für Verbrennungstechnik liegt dabei in der grundlegenden Erforschung und Entwicklung von neuen Anlagenkomponenten und -konzepten auf der Basis konventioneller und alternativer Brennstoffe. Unter den alternativen Brennstoffen spielt insbesondere die heimische Energiequelle Biomasse eine wichtige Rolle für die Strom- und Wärmegewinnung in kleineren dezentralen Anlagen. Die DLR-Wissenschaftler bestimmen beispielsweise die Eigenschaften der eingesetzten Brennstoffe und entwickeln damit neue Design- und Simulationswerkzeuge für innovative Anlagenkonzepte und Brennkammern. Zum Einsatz kommt beim DLR die Mikro-Gasturbine Turbec T100 mit Versorgungsinfrastruktur und umfangreicher Prüfstands-Messtechnik.

Der Projekt-Partner EnBW testet die neuen Technologien in der Praxis: In Pilot- und Demonstrationsanlagen werden die neu entwickelten Konzepte gemeinsam realisiert und erprobt. Im Versuchs- und Dauerbetrieb werden die Anlagenkonzepte auf ihre Tauglichkeit geprüft und optimiert. So lassen sich wichtige wirtschaftliche Parameter für den späteren Einsatz beim Kunden bestimmen.

Energieeffiziente Strom- und Wärmegewinnung aus dezentralen Anlagen

"Mit der Gründung einer gemeinsamen Forschungsplattform der EnBW mit dem DLR-Institut für Verbrennungstechnik legen wir den Grundstein für zahlreiche Forschungsprojekte und kreative Lösungsansätze zur energieeffizienten Strom- und Wärmegewinnung aus dezentralen Anlagen", sagte Dr. Hans-Josef Zimmer, Technikvorstand der EnBW . "Bis zum Jahr 2030 soll sich laut Internationaler Energieagentur IEA der weltweite Strombedarf nahezu verdoppeln. Zu seiner Deckung sind auch neue dezentrale Anlagenkonzepte dringend notwendig", betonte das EnBW-Vorstandsmitglied.

Die Forschungsplattform für Dezentrale Energie startet mit zunächst fünf Forschungsprojekten im Frühjahr 2009. Die Initiatoren EnBW und DLR sind bereits in Kontakt mit möglichen weiteren Partnern, um die Forschungsplattform auszubauen und zu stärken.


Kontakt
Julia Duwe
German Aerospace Center

Corporate Communications, Stuttgart

Tel.: +49 711 6862-480

Fax: +49 711 6862-636


Prof. Dr.-Ing. Manfred Aigner
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Verbrennungstechnik

Tel.: +49 711 6862-309

Fax: +49 711 6862-578


Zuletzt geändert am: 17.02.2010 15:10:38 Uhr