Girls'Day im DLR-Jubiläumsjahr



 Girls'Day beim DLR in Stuttgart
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Donnerstag, 14. April 2011, 13 Uhr bis 17.30 Uhr

Wie erzeugt man aus Sonne Strom? Woraus besteht eine Flamme? Wie stabil müssen Materialien für die Raumfahrt sein? Und wie wird ein besonders leichtes Auto gebaut? Am 14. April 2011 können sich Schülerinnen der Klassen fünf bis zehn beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart davon überzeugen, dass Technik ein ganz heißes Pflaster für Mädchen ist. Flammen ändern hier ihre Farbe oder fangen an zu singen…

Station 1: Lehrwerkstatt
Hier lernt Ihr verschiedene Maschinen - zum Beispiel zur Metallbearbeitung - kennen und erhaltet einen Einblick in die technischen Ausbildungsberufe am DLR. Anschließend könnt Ihr Euer handwerkliches Geschick an den Maschinen und mit den entsprechenden Werkzeugen gleich selbst ausprobieren - unter fachkundiger Anleitung der Auszubildenden.

Station 2: Elektronikherz
Wir lassen ein Herz blinken:  Nach einer kurzen Einführung in die Werkzeuge und Arbeitsmaterialien bestückt Ihr verschiedene elektronische Bauteile auf eine Platine in Herzform. Danach werden wir uns den "Pulsschlag" dieses Herzens mit dem Oszilloskop anschauen. Für Fragen und Hilfestellungen stehen die Azubis bereit.

Station 3: Institut für Bauweisen- und Konstruktionsforschung
In Flugzeugen und in der Raumfahrt sind Leichtbaumaterialien nicht mehr wegzudenken. Aber auch in anderen Fahrzeugen halten sie Einzug. Äußerst stabil, extrem leicht und flexibel formbar müssen sie sein und sich zugleich im Crashfall optimal verhalten. An einem Crash-Prüfstand (Fallturm) testet Ihr unterschiedliche Leichtbaustoffe und untersucht, was passiert, wenn diese auf einen Widerstand aufprallen. Wenn Ihr die Fallgewichte und Fallhöhen verändert, könnt ihr die Crash-Energien steuern. Darüber hinaus könnt Ihr neue Faserkeramiken im Brennertest beobachten und sehen, wo die Faserverbundwerkstoffe in der Praxis eingesetzt werden.

Station 4: Institut für Technische Physik
a) Thermographie-Kamera
Die Thermographie-Kamera stellt Temperaturunterschiede durch unterschiedliche Farben dar. Ihr erfahrt, wie das Prinzip der Kamera funktioniert durch den Vergleich Eurer Porträtaufnahmen im sichtbaren und infraroten Spektralbereich.
b) High-Speed Kamera
Neben verschiedenen Spektralbereichen (Thermografie) werden wir mit dieser Kamera den Zeitbereich von verschiedenen schnellen Abläufen genauer betrachten. Zum Beispiel: Was passiert, wenn ein Tropfen Milch in Kaffee fällt? Oder wenn ein Ei auf den Boden herunterfällt?

Station 5: Institut für Technische Thermodynamik und Solarforschung
a) Die Kraft der Sonne nutzen
In thermischen Solarkraftwerken bündeln große Spiegel die Energie der Sonnenstrahlen und konzentrieren sie auf einen Strahlungs-empfänger. Ihr lernt, wie man aus Sonnenlicht Strom für hunderttausende Menschen erzeugen kann. In einem Experiment im Sonnensimulator könnt Ihr nachmessen, wie schnell sich ein Gegenstand im konzentrierten Licht erwärmt und sehen, wie hoch die Temperaturen hier steigen.
b) Brennstoffzellen - Experimentierkasten
Mit Hilfe von Solarzellen könnt Ihr aus Wasser reinen Sauerstoff und Wasserstoff erzeugen. Diese Gase dienen als „Sprit“ für ein Modellauto mit Brennstoffzellen-Antrieb.

Station 6: Institut für Verbrennungstechnik
Was passiert in der Flamme? Dieser Frage gehen die Wissenschaftlerinnen im Institut für Verbrennungstechnik nach. Immer mit dem Ziel, den Brennstoff effizient zu nutzen und so wenig Schadstoffe wie möglich zu produzieren.An einem Propanbrenner könnt Ihr herausfinden, was unterschiedlich fette und magere Brennstoff-/Luftgemische bewirken und welchen Einfluss diese auf die Stabilität der Flamme sowie auf die Schadstoffbildung haben. Durch die Zugabe von verschiedenen Salzen verändert Ihr die Farbe der Flamme. So können verschiedene chemische Elemente nachgewiesen werden. Die "singende Flamme" soll Euch das Phänomen der Thermoakustik näher bringen. Zum Schluss erhaltet Ihr noch einen Einblick in die Simulation. Die Ergebnisse aus Euren Experimenten werden mit Modellrechnungen an einem Computer verglichen.

Station 7: Institut für Fahrzeugkonzepte
Superleicht und doch stabil – so soll das Auto der Zukunft sein. Denn ein leichtes Auto verbraucht weniger Sprit und bläst auch weniger Schadstoffe durch den Auspuff. Wie so ein leichtes Auto gebaut wird, das erfahrt Ihr beim Institut für Fahrzeugkonzepte. Ihr fügt Kunststoffe und besonders leichte Blechwerkstoffe mit unterschiedlichen Verfahren zusammen und prüft im Anschluss die Stabilität. Dazu werden die von Euch hergestellten Verbindungsteile in eine Zug- und Druckprüfmaschine,  unsere "Zwick", eingespannt und solange daran gezogen bis das Material auseinanderreißt oder die Verbindung, die Ihr hergestellt habt, versagt. Die Versuche könnt Ihr anschließend am Computer ansehen.

Station 8: T-Systems Solutions for Research
Achtung, Bastlerinnen gesucht! Rechner zerlegen, Laptops zusammenbauen – bei dieser Station ist handwerkliches Geschick und Neugier gefragt! Gemeinsam lernt Ihr das Innenleben von großen und kleinen Computern kennen, baut Stück für Stück eine Arbeitsstation zusammen und testet ob auch wirklich alles funktioniert – denn Forscher brauchen enorme Rechenpower, um ihre komplexen Fragen zu lösen!

Anmeldung zum Girls’Day beim DLR Stuttgart ab Ende Februar 2011 unter: http://www.girls-day.de/

Wir freuen uns auf Euren Besuch!


Kontakt
Julia Duwe
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Stuttgart

Tel: +49 711 6862-480

Fax: +49 711 6862-636

E-Mail: julia.duwe@dlr.de
URL dieses Artikels
http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-344/999_read-15890/
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