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News-Archiv

Fliegende Sternwarte SOFIA weiter auf Kurs

30. Januar 2007

NASA und das DLR verlängern Abkommen um weitere zehn Jahre

 SOFIA, das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie
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Ende 1996 haben sich die amerikanische National Aeronautics and Space Administration (NASA) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) darauf verständigt, gemeinsam das Stratosphären Observatorium Für Infrarot-Astronomie SOFIA zu entwickeln und zu betreiben. Das mit einem High-Tech-Teleskop ausgestattete fliegende Observatorium soll in einer Flughöhe von etwa 14.000 Metern Infrarotastronomie betreiben. Das erste beiderseitige Abkommen (Memorandum of Understanding), das die Aufgaben während der Entwicklungs- und Betriebsphase verteilt, war zunächst für zehn Jahre festgelegt und wäre Ende 2006 ausgelaufen. Zum Jahreswechsel haben der Administrator der NASA, Dr. Michael Griffin, und der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Dr. Sigmar Wittig, in einem Memorandum of Understanding die Fortsetzung der Zusammenarbeit  beschlossen.

"Ich freue mich", so Wittig, "dass nun die Weiterführung dieses einmaligen deutsch-amerikanischen Projektes für die nächsten zehn Jahre auf eine sichere Basis gestellt wurde". Auch Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, bewertet die Fortsetzung der Zusammenarbeit sehr positiv. Das Projekt, an dem mehrere Uni-Institute, der Flughafen Stuttgart und Firmen beteiligt sind, werde auch zur Stärkung und Profilierung des Forschungsstandorts Stuttgart beitragen, betont er.

Deutsches Teleskop

Das Teleskop samt seiner Lagerung und dem Spiegel ist der deutsche Beitrag zum Observatorium und wurde im Auftrag des DLR und unter Federführung der Firmen MT-Aerospace und Kayser-Threde entwickelt und gebaut. Das ehemalige Langsteckenflugzeug "Clipper Lindbergh" vom Typ Boeing 747 SP wurde in Texas von der Firma L3 Communications Integrated Systems umgebaut; das Teleskop wurde ebenfalls bei der Firma L3 eingebaut. Die ersten Testflüge befinden sich in Vorbereitung, erste Flüge mit wissenschaftlichen Beobachtungen sind für das Jahr 2008 vorgesehen.

Betriebszentrum an der Universität Stuttgart

 SOFIA nach der Lackierung bei L-3com in Texas
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Im November 2004 ist an der Universität Stuttgart im Auftrag des DLR das Deutsche SOFIA Institut (DSI) gegründet worden. Neben dem deutschen Beitrag zum Betrieb des Observatoriums in den USA wird das DSI auch die wissenschaftliche Nutzung von SOFIA koordinieren. Ebenfalls führt das DSI in Abstimmung mit dem DLR und den Wissenschaftlern die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit mit Bezug auf die wissenschaftliche Nutzung durch.

SOFIA ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundes (BMWi), des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Der wissenschaftliche Betrieb wird auf deutscher Seite vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart koordiniert.


Kontakt
Prof. Dr. Hans-Peter Röser
Universtität Stuttgart
, Deutsches SOFIA Institut
Tel.: +49 711 685-62375


Dr. Dietmar Lilienthal
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
, Extraterrestrik
Tel.: +49 228 447-504

Fax: +49 228 447-745


Erstellt am: 30.01.2007 10:30:00 Uhr