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News-Archiv 2007

Start der NASA-Mission Dawn in den Asteroidengürtel auf September verschoben

10. Juli 2007

 Die Raumsonde Dawn
zum Bild Die Raumsonde Dawn

Der Start der Raumsonde Dawn mit zwei deutschen Kameras an Bord wurde auf September verschoben. Dies teilte die amerikanische Weltraumbehörde NASA mit. Ursprünglich hätte die NASA-Mission zwischen dem 7. und 11. Juli von Cape Canaveral an Bord einer Delta II-Trägerrakete gestartet werden sollen. Ziel der Raumsonde sind zwei der drei größten Kleinplaneten im Asteroidengürtel zwischen den Planeten Mars und Jupiter: Dawn wird zunächst 2011 den etwa 500 Kilometer großen Asteroiden Vesta aus einer Umlaufbahn untersuchen, ehe die Sonde zu Ceres weiterfliegen wird, dem mit knapp tausend Kilometer Durchmesser größten Asteroiden. Dort wird Dawn 2015 ankommen. Auch an Ceres werden die gemeinsam vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung gebauten Kamerasysteme hochauflösende Bilddaten aus dem Orbit aufnehmen.

"Natürlich hätten wir es begrüßt, wenn wir Dawn jetzt schon auf dem Weg zu den Asteroiden wüssten", sagte Professor Ralf Jaumann vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof, der für den Bau der Kamera mitverantwortlich ist, "aber für die wissenschaftlichen Ziele, die wir mit der Mission Dawn erreichen wollen, ergeben sich durch die Verzögerung zum Glück keinerlei Einschränkungen".

Die Verschiebung des Starts wurde am Wochenende vom NASA-Direktorat für Wissenschaftsmissionen beschlossen. Der Grund für eine Änderung des Missionsbeginns liegt zum einen in den gegenwärtig zeitlich stark beschränkten Startgelegenheiten für Dawn. Zum anderen kollidieren diese wenigen, täglich auf eine halbe Stunde beschränkten "Startfenster" mit den technischen Vorbereitungen zum Start der NASA-Marsmission Phoenix Anfang August von der benachbarten, nur etwas mehr als hundert Meter entfernten Startrampe 17A in Cape Canaveral. Der Zeitraum, in dem die Landesonde Phoenix zum Mars starten kann, ist auf wenige Wochen begrenzt.

"Der neue Starttermin im September oder in den ersten beiden Oktoberwochen hat sogar Vorteile", sagte James Green, NASA-Direktor der Abteilung für Planetenforschung am Montagabend in einer Pressekonferenz in Washington. "Das Startfenster wird dann immer am Vormittag für Dawn offen sein, wodurch wir die gefürchteten Nachmittagsgewitter am Cape Canaveral umgehen können; Dawn würde mit dem späteren Starttermin sogar auf einer günstigeren Route zu Vesta fliegen und dort zwei Monate früher ankommen". Die Raumsonde wird zunächst aus der Delta-II-Oberstufe entfernt und bis September zwischengelagert.


Kontakt
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Ulrich Köhler
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
, Institut für Planetenforschung
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Erstellt am: 10.07.2007 10:30:00 Uhr