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Presse-Informationen bis 2007

Billigfluglinien in Deutschland verzeichnen starkes Wachstum

10. Oktober 2007

Der neue "Low Cost Carrier-Monitor" 2/2007 mit den aktuellen Zahlen für 2007

 Flugstrecken des neuen Low Cost Carrier-Monitors 2/2007
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Mehr als 21,8 Millionen Flugreisende nutzten das Angebot einer Billigfluglinie im ersten Halbjahr 2007. Dies bedeutet ein Wachstum von mehr als 17 Prozent der so genannten Low Cost Carrier (LCC) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei einem Gesamtpassagieraufkommen von rund 85 Millionen Passagieren in den ersten sechs Monaten des Jahres beträgt der Marktanteil des LCC-Segments mehr als 25 Prozent. Dies sind die neuesten Zahlen des "Low Cost Carrier-Monitors" 2/2007, den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) heute veröffentlichte.

In Deutschland waren im Sommer 2007 insgesamt 23 Billigfluglinien tätig. Der Markt der Billigflüge, wird zu 89 Prozent von den fünf größten Anbietern dieses Segments bestritten. Kleinere Gesellschaften entdecken zunehmend die Nischen des Marktes. Das Angebot der Low Cost Carrier umfasste insgesamt mehr als 5000 Flüge auf 568 unterschiedlichen Strecken. Dies bedeutet einen Zuwachs von 140 neuen Strecken seit Sommer 2006 und damit eine Steigerung von 33 Prozent. Der Streckenausbau bezieht sich hauptsächlich auf Mittel- und Osteuropa, sowie die klassischen mediterranen Urlaubsziele.

Mehr als 13 Millionen Passagiere auf Billigflügen

Der anhaltend starke Wettbewerb spiegelt sich in weiterhin fallenden Nettopreisen der bedeutendsten Billigfluglinien wieder. Die Preise liegen im Durchschnitt bei einfachen Flügen zwischen 24 Euro und 71 Euro. Neben den in diesen Preisen nicht enthaltenen Steuern und Gebühren erheben einige Anbieter einen zusätzlichen Kerosinzuschlag beziehungsweise eine Gepäckgebühr. Generell sind die Flüge im Winterhalbjahr günstiger als im Sommerhalbjahr.

 Flugzeuglandung bei Nacht
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Die Ziele der von Deutschland ausgehenden Billigflüge lagen hauptsächlich in Spanien, Großbritannien und Italien. Mehr als 13,7 Millionen Fluggäste nutzten die Billigfluglinien für Flüge ins Ausland. Rund 8,1 Millionen Passagiere benutzten LCC-Flüge auf innerdeutschen Verbindungen.

Mit dem Flughafen Memmingen im Allgäu ist ein weiterer deutscher Flughafen in das Netz der Low Cost Carrier integriert worden. Im innerdeutschen Vergleich hat der Köln Bonn Airport mit 61 Prozent seines Gesamtflugaufkommens den größten Anteil an Billigflügen, bei einem Wachstum von fünf Prozent. Eine starke Steigerung des Billigfluganteils erzielten auch Bremen und Düsseldorf. Der verkehrsreichste deutsche Flughafen in Frankfurt am Main spielt aufgrund seiner ausgelasteten Kapazitäten weiterhin eine untergeordnete Rolle im LCC-Bereich.

Im europäischen Flugverkehr hat der Low Cost Carrier-Markt mittlerweile einen Anteil von 24 Prozent erreicht. Auf dem gesamteuropäischen Billigflug-Markt konnte Ryanair seine Marktführerschaft ausbauen. Mit mehr als 6300 Starts auf 876 Strecken verfügt diese Gesellschaft über das größte Angebot, vor Easyjet und Air Berlin Euro Shuttle. Inzwischen gibt es Low Cost-Verkehre in 40 Ländern Europas, dabei werden auch die Grenzen nach Nordafrika und Asien zunehmend überschritten.


Kontakt
Michel Winand
Kommunikation, Köln

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

Tel.: +49 2203 601-2144

Fax: +49 2203 601-3249


Dr.phil. Peter Berster
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

DLR Flughafenwesen und Luftverkehr

Tel.: +49 2203 601-4554

Fax: +49 2203 601-2377


Erstellt am: 10.10.2007 10:20:00 Uhr