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News-Archiv Verkehr bis 2007

DLR nimmt Institutsneubau für Fahrzeugforschung in Betrieb

9. Februar 2006

 Vertreter des DLR und des Wirtschaftsministeriums bei der Einweihung des Institutneubaus für Fahrzeugkonzepte
zum Bild Vertreter des DLR und des Wirtschaftsministeriums bei der Einweihung des Institutneubaus für Fahrzeugkonzepte

Stuttgart – Die Verkehrsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Stuttgart kann durchstarten. Nach zweijähriger Bauzeit wurde der Neubau des Instituts für Fahrzeugkonzepte bezogen. Auf fünf Etagen stehen den Wissenschaftlern jetzt 3000 Quadratmeter Geschossfläche in modern eingerichteten Büro- und Laborräumen zur Verfügung. Die offizielle Einweihung des aus Bundes- und Landesmitteln von jeweils 3,4 Mio. Euro finanzierten Labor- und Bürokomplexes erfolgte heute durch den Baden-Württembergischen Wirtschaftsminister Ernst Pfister, den Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Georg Wilhelm Adamowitsch sowie den DLR-Vorstandsvorsitzenden Sigmar Wittig.

Das noch junge Institut für Fahrzeugkonzepte arbeitet seit etwa drei Jahren am DLR-Standort Stuttgart an verkehrstechnisch relevanten Fragestellungen. "Mit dem Neubau werden sich die Rahmenbedingungen für die Arbeit des DLR-Institutes für Fahrzeugkonzepte zukünftig entscheidend verbessern", ist sich Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister sicher. Nach dem Ende der Aufbauphase werden über 70 Wissenschaftler und Ingenieure die neuen Arbeits- und Forschungsbedingungen nutzen können.

 Besucher aus Politik, Industrie und Forschung bei der Besichtigung eines Prüfstandes
zum Bild Besucher aus Politik, Industrie und Forschung bei der Besichtigung eines Prüfstandes

Die zurzeit etwa 45 Mitarbeiter werden nach dem vollständigen Einrichten der Labors und Prüfstände bald schon mit richtungweisenden Forschungsprojekten das Automobil der Zukunft mitgestalten. Demzufolge sieht Wirtschaftsminister Pfister das Institut auch als "wichtigen Innovationsbeschleuniger für die baden-württembergischen Unternehmen". An erster Stelle nannte er die "mittelständischen Automobilzulieferer, die von dieser Arbeit profitieren sollen".

"Die exzellenten Arbeitsbedingungen im Institut werden die DLR-Verkehrsforschung voran bringen und die Vernetzung von Forschung und Wirtschaft forcieren", fasste DLR-Vorstand Professor Sigmar Wittig die Perspektiven des Instituts zusammen. In Brennstoffzellenlaboren und  Werkhallen für verschiedene Fahrzeuggrößen, mit dem klimatisierten Rollenprüfstand, der auch für Fahrzeuge mit gasförmigen Kraftstoffen (Wasserstoff, Erdgas) tauglich ist, und mit den Prüfanlagen für den Bereich Leichtbau steht den Fahrzeugforschern eine ganze Reihe hochmoderner Einrichtungen zur Verfügung. So können beispielsweise für neuartige Bauweisen und Werkstoffe Kennwerte für Festigkeiten ermittelt oder auch die Energieaufnahmen von Bauteilen erfasst werden. Eine Temperierkammer ermöglicht diese Versuche bei Temperaturen von -80 bis +250 Grad Celsius. Weiterhin sind Prüfstände für Antriebsstrangkomponenten, z.B. elektrische Energiespeicher, Elektromotoren, Brennstoffzellensysteme und Komponenten von Hybridantrieben vorhanden. Ein spezieller Prüfstand ist zudem für die Untersuchung des elektrischen Energiemanagements im Fahrzeug vorgesehen.

 Die Sichtfenster des modernen Neubaus sorgen für viel Transparenz
zum Bild Die Sichtfenster des modernen Neubaus sorgen für viel Transparenz

Alle Labore sowie die eingerichteten Prüfstände und -hallen waren für die Gäste der Einweihungsfeier geöffnet. Die Besucher aus Politik, Industrie und Forschung konnten so einen Eindruck von der zukünftigen Leistungsfähigkeit des Instituts gewinnen. Um den Wissenschaftlern die dafür anspornende Umgebung zu schaffen, hat das Architekturbüro Brandlhuber und Kraushaar aus Köln einen Neubau konzipiert, der durch eine sehr kompakte Anlage ein Höchstmaß an nutzbarer Fläche bereit hält. Durch flexible Wände in den Geschossen ist das Gebäude extrem anpassungsfähig in der Raumaufteilung, was bei wechselnden Forschungsprojekten von größtem Nutzen sein wird. Gleichzeitig stehen die Labore und Büros in ihrer Ursprünglichkeit zur Verfügung. Rohre, Leitungen, Drähte oder Kabelstränge wurden bewusst sichtbar entlang der hohen Decken sowie senkrecht an den Wänden verlegt. „Breite Kommunikationszonen statt enger Flure und helle Sichtfenster statt dunkler Verschalungen schaffen viel Transparenz.


Erstellt am: 09.02.2006 15:50:00 Uhr