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Herzlichen Willkommen im Columbus-Blog!

19.15 Uhr: Atlantis abgekoppelt - Landung am Mittwoch

18. Februar 2008

 Atlantis-Besatzung
zum Bild Atlantis-Besatzung

Die Besatzung der Raumfähre Atlantis hat die Inspektion des Hitzeschildes mit Hilfe des Roboterarms abgeschlossen. Die Daten werden nun zur Bodenstation übertragen und ausgewertet. Die Landung des Space Shuttle ist für Mittwoch, 20. Februar 2008, um 15.07 Uhr MEZ in Florida geplant.

Zuvor war das Space Shuttle Atlantis um 10.24 Uhr von der Raumstation abgekoppelt worden. Danach umflog Pilot Alan Poindexter die Station in einem Kreis mit etwa 200 Metern Radius. Der so genannte "Flyaround" dient der Dokumentation der neuen ISS-Konfiguration mit dem Columbus-Modul. Die Astronauten nahmen zahlreiche Fotos auf. Das Space Shuttle war insgesamt 8 Tage, 16 Stunden und 7 Minuten an die ISS angedockt.

Weitere Landemöglichkeiten sind am Mittwoch um 16.42 Uhr am Kennedy Space Center in Florida und um 18.12 Uhr beziehungsweise 19.47 Uhr auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien. Die Wetterbedingungen für die Landetermine sind gut. Auch eine Landung am Donnerstag wäre möglich.

Kommentare

Susanne Rupprecht: Sehr geehrter Herr Krause, da ich kürzlich als Besucherin im Kennedy Space Center war, begann ich, die STS-122 Mission und den Columbus-Blog mitzuverfolgen. Vielen Dank für die Informationen! Und entschuldigen Sie bitte die  laienhafte Frage: Was würde denn passieren, wenn man bei der heutigen Hitzeschild-Inspektion einen gravierenden Fehler gefunden hätte. Man müsste ja doch demnächst landen?? Freundliche Grüße, Susanne Rupprecht

Hitzeschutzkacheln wie diese schützen die Raumfähre Atlantis beim Wiedereintritt in die Atmosphäre.
Bild: DLR
Henning: Hallo Susanne Rupprecht! Zu dieser Frage erklärt Dr. Peter K.H. Weber von der Raumfahrt-Agentur des DLR: "Seit dem Columbia-Unglück am 1. Februar 2003, hat die NASA neue Regeln für den Flug der Shuttles erlassen. Während des Starts wird die Fähre von einer Vielzahl von Kameras beobachtet und im Weltraum, vor dem Andocken an die ISS, wird ein Überschlag durchgeführt und die Außenhaut inspiziert. Sobald etwas Auffälliges registriert wird, kann diese Stelle mit einem langen Roboterarm mit Kamera inspiziert werden.

Kleine Schäden an der vielfältigen Struktur, die aus tausenden von Hitzekacheln besteht, können vor Ort repariert werden. Größere Schäden, die das Leben der Astronauten beeinträchtigen könnten, sind mit bestehender Technologie im Weltraum nicht zu reparieren. In diesem Fall würde ein zweites Shutttle gestartet, das die Mannschaft aufnimmt und sicher nach Hause bringt. Diese Rückfall-Option ist heute bei jedem Flug gewährt."


Kontakt
Henning Krause
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation

Tel.: +49 2203 601-2502

Fax: +49 2203 601-3249


Erstellt am: 18.02.2008 19:10:00 Uhr