News-Archiv: Informationen für Studierende

REXUS/BEXUS: Dritter Studentenwettbewerb des DLR für Forschung auf Raketen und Ballons eröffnet

1. September 2009

 Studenten arbeiten an ihrem Raketen-Experiment
zum Bild Studenten arbeiten an ihrem Raketen-Experiment

Am Dienstag, den 1. September 2009, startet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den dritten Ideenwettbewerb des Studentenprogramms REXUS/BEXUS (Raketen/Ballon-EXperiment für Universitäts-Studenten). Ab sofort können Studenten Vorschläge für Experimente einreichen, die in der Gondel eines Stratosphärenballons im Herbst 2010 oder auf einer Höhenforschungsrakete im Frühjahr 2011 durchgeführt werden. Einsendeschluss für die Experimentvorschläge ist der 16. November 2009.

REXUS und BEXUS: Forschen am Polarkreis

Die Raketen und Ballons starten vom nördlich des Polarkreises gelegenen Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Schweden. Sie ermöglichen den Studenten mit ihren unterschiedlichen Flugprofilen einzigartige Umweltbedingungen für ihre Experimente. Ein BEXUS-Ballon bietet auf seinem Flug zwei bis fünf Stunden Zeit für wissenschaftliche Untersuchungen. Dabei erreicht er mit einer maximalen Höhe von 35 Kilometern die mittlere Stratosphäre. Der Flug einer REXUS-Rakete dauert hingegen nur etwa fünf Minuten. Dafür trägt sie die Experimente bis in eine Höhe von etwa 90 Kilometern, also bis an die Grenze des Weltraums.

 Ein BEXUS-Ballon startet gen Himmel
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Gefragt sind kreative, interessante und möglichst innovative Ideen

Wer mitmachen will, muss eigenständig eine kreative, interessante und möglichst innovative Idee entwickeln und ausführen. Themen für die Experiment-Vorschläge können etwa aus der Atmosphärenphysik, der Fernerkundung oder aus dem Bereich Strahlenphysik kommen. Auch für Tests von Technologie-Entwicklungen, etwa für Kleinst-Satelliten können Ballons oder Raketen eine geeignete Plattform sein. Selbst Experimente in Schwerelosigkeit sind für eine Dauer von etwa 90 Sekunden möglich.

Die Studenten erarbeiten die Experimente in Form kleiner Projekte. Sie beginnen mit der Idee und Planung und enden mit der Veröffentlichung der Ergebnisse. Dazwischen bauen und testen die Teilnehmer die Experimentausrüstung. Sie nehmen an den Startvorbereitungen auf Esrange teil, verfolgen und steuern ihre Experimente vom Kontrollraum aus und werten die gewonnenen Daten später aus. Die Studenten erhalten während der gesamten Projektdauer Unterstützung von Raketen- und Ballonfachleuten des DLR und der Swedish Space Corporation (SSC).

 Erfolgreicher Start von REXUS 6
zum Bild Erfolgreicher Start von REXUS 6

Deutschland und Schweden arbeiten beim Studentenprogramm zusammen

REXUS/BEXUS ist ein Programm des DLR und der Schwedische Nationalen Raumfahrt-Behörde SNSB (Swedish National Space Board). Daher stehen jeweils die Hälfte der Raketen- und Ballon-Nutzlasten deutschen und schwedischen Studenten zur Verfügung. SNSB hat den schwedischen Anteil zusätzlich für Studenten der übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltrtaumorganisation ESA geöffnet. Die Ausschreibungen erfolgen jährlich im September durch DLR und ESA.

Seit der Unterzeichnung des Programms in 2007 wurden im Oktober 2008 eine BEXUS- und im März 2009 eine REXUS-Kampagne mit je zwei Flügen durchgeführt, an denen sich fünf Studentengruppen von deutschen Universitäten und Hochschulen beteiligten. Die Vorbereitungen für die beiden Ballons mit den Namen BEXUS 8 und BEXUS 9 laufen gerade auf Hochtouren. Sie werden im Zeitraum vom 4. bis 13. Oktober 2009 von Esrange aus starten.

Informationen zur Bewerbung 

Die für die Bewerbung notwendigen technischen und organisatorischen Informationen sowie die Formulare für die Anmeldung sind auf der REXUS/BEXUS-Webseite der DLR Raumfahrt-Agentur und auf der REXUS/BEXUS Projekt-Webseite zu finden.

Thomas Reiter, Mitglied des DLR-Vorstands (zuständig für Raumfahrtforschung und –entwicklung) und ehemaliger Astronaut, wird im Rahmen des REXUS/BEXUS-Programms in einem Vortrag von seinen Erfahrungen im Weltraum und den Experimenten auf der Internationalen Raumstation ISS und der russischen Raumstation MIR berichten.


Kontakt
Michael Müller
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
, Kommunikation
Tel: +49 228 447-385

Fax: +49 228 447-386

E-Mail: M.Mueller@dlr.de
Maria Roth
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement

Tel: +49 228 447-324

Fax: +49 228 447-735

E-Mail: Maria.Roth@dlr.de
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