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SEA GATE: Moderne Navigation auf See erfolgreich getestet

27. Mai 2008

 Simulation des europäischen Galileo-Testsatelliten GIOVE-B
zum Bild Simulation des europäischen Galileo-Testsatelliten GIOVE-B

Bei der ILA 2008 in Berlin kann man das Thema "Galileo Satellitennavigation" in der Raumfahrthalle hautnah erleben.

Gar nicht so weit entfernt von Berlin im Rostocker Hafen endete kürzlich eine Testfahrt-Reihe der "Mecklenburg Vorpommern". Das Fährschiff war mit zwei Galileo-Empfängern ausgerüstet. Der Rostocker Seehafen wurde im Rahmen der maritimen Testumgebung SEA GATE mit sechs Galileo-Signalgeneratoren und Antennen ausgestattet. So konnten zukünftige maritime Anwendungen des Galileo Satellitennavigationssystems unter realitätsnahen Bedingungen demonstriert werden.

Dabei leistete das parallel eingesetzte GPS-Satellitennavigationssystem eine gewisse Unterstützung, jedoch nur mit einer Genauigkeit von ungefähr vier Metern. Diese ist für das Anlegemanöver an den Kai allerdings bei weitem nicht ausreichend. Durch Hinzunahme der Galileo-Signale wurde eine deutliche Verbesserung der Genauigkeit bis in den Dezimeterbereich erreicht.

Durch die permanente Aktualisierung der Positionsdaten durch Satelliten auf See können kürzere und schnellere Routen erschlossen werden. Bei Galileo können Schiffe aufgrund der zentimetergenauen Daten auch im Packeis in eisfreie Rinnen navigiert werden. Dies würde nicht nur eine Zeitersparnis von mehreren Wochen bedeuten, sondern vor allem eine Reduzierung des Treibstoffverbrauchs und eine damit verbundene Verringerung der CO2-Belastung.


Erstellt am: 27.05.2008 17:00:00 Uhr