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Mars-Roverräder auf dem Meeresgrund

29. Mai 2008

 Meeresbodenfahrzeug MOVE
zum Bild Meeresbodenfahrzeug MOVE

DLR entwickelt mit der Universität Bremen vielseitig nutzbare Metallfeder-Reifen

Auf der auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA 2008 in Berlin ist eine Marslandschaft aufgebaut. Hier ist der Mars Rover des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu sehen. Das Besondere an dem Landefahrzeug sind seine Räder, die vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme entwickelt wurden. Diese Räder können nicht nur auf dem Mars, sondern auch auf der Erde, nämlich auf dem Meeresboden, eingesetzt werden.

So kamen die Marsräder bereits erfolgreich auf dem von der Universität Bremen entwickelten Meeresbodenfahrzeug "MOVE" (MObile VEhicle) unter Wasser zur Anwendung. Anders als bei Fahrzeugen auf der Erde werden die elastischen Eigenschaften der Räder auf Grund der besonderen Umgebungsbedingungen nicht durch einen Luftreifen erreicht, sondern durch Metallfedern, die um eine Nabe angeordnet sind. Diese flexible Struktur verhindert das tiefe Einsinken der Räder in den Boden; der Fahrwiderstand gegenüber starren Rädern ist wesentlich geringer.

Während der Expeditionen wurde darüber hinaus eine Methode zum Aussetzen und Einholen des Fahrzeugs mit einer am "Mutterschiff" befestigten Leine entwickelt. MOVE soll als autonomer Geräteträger, also ohne mechanisch belastbare Kabelverbindung zum Schiff, für wissenschaftliche Einsätze über längere Zeiträume von einer Dauer bis zu mehreren Monaten mit variabler Nutzlast genutzt werden.

Mit der Erfahrung und den Erkenntnissen, die das Institut über die Roverrädern und das Fahrverhalten eines Marsrovers gesammelt hat, sollen auch auf der ExoMars Mission 2013 die DLR-Räder wieder zum Einsatz kommen.


Erstellt am: 29.05.2008 17:40:00 Uhr