DLR Logo
  Home|Textversion|Impressum   English
  Sie sind hier: Home:ILA 2008
Willkommen zum DLR-Luft- und Raumfahrt-Ticker

2Indicate – DLR-Instrumenten-Baukasten für vielfältige Anwendungen

31. Mai 2008

2Indicate - Software zur nutzerspezifischen
Generierung von Display-Anzeigen.

Bild: DLR.

Die Überwachung und Steuerung technischer Prozesse verlangt eine optimale und möglichst verwechselungssichere Visualisierung der zahlreichen Einzeldaten, eine Notwendigkeit, die -  wenn auch in vereinfachter Form -  jedem Auto- und Motorradfahrer geläufig ist. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA 2008 gemeinsam mit der S.E.A. Science & Engineering Applications Datentechnik GmbH eine Software, zur flexiblen Generierung und Gestaltung von Display-Anzeigen für alle Bereiche aus der Verkehrstechnik wie auch für den Kraftwerksbereich.

Die Software mit dem Namen "2Indicate" ist vor allem interessant für Anwender aus Forschung und Entwicklung, wo es häufig darauf ankommt, bestehende Anzeigesysteme optimal zu ergänzen, beziehungsweise neue Displays zu generieren, so zum Beispiel für Simulatoren, Prototypen und Prüfstände.

Eine anschauliche Anwendung betrifft die Flugsimulation, wo beispielsweise auf dem so genannten Primary Flight Display eines Flugzeug- oder Hubschrauber-Cockpits gleich eine Vielzahl wichtiger Einzelanzeigen kombiniert ist, die den Piloten permanent über alle wichtigen Flugzustandsdaten informieren. Beherrscht wird dieses Display von einem künstlichen Horizont, hinzu kommen Anzeigen zur Fluggeschwindigkeit, Flughöhe, Kurs, Steig- oder Sinkgeschwindigkeit. Beim Landeanflug kommen weitere Anzeigen des Instrumentenlandesystems (ILS) hinsichtlich des Landekurses und des Gleitpfades hinzu. All diese Einzelinformationen muss der Pilot jederzeit verwechselungssicher und schnell erfassen und auswerten können. Nicht zuletzt auch die Farbgebung spielt bei der optimalen Erkennbarkeit der Anzeige eine wichtige Rolle, mit Hilfe von 2Indicate können hier unterschiedliche Lösungen erarbeitet und auf die unmittelbaren Bedürfnisse des Piloten abgestimmt werden. Neben der optimalen Darstellung der Flugzustandsdaten kann das Display wahlweise auch durch weitere Anzeigen beispielsweise der Triebwerks- oder Motorüberwachung ergänzt werden.

Entsprechende virtuelle Displays können auch für den Einsatz in Automobilen, Lokomotiven und Schiffen erzeugt werden. Eine weitere  Besonderheit ist darüber hinaus die Umschaltbarkeit vom Tag- auf Nachtmodus.Die Software stellt ein schnelles, kostengünstiges und plattformunabhängiges Werkzeug dar und ist einsatzfähig auf Windows- und Linux-Systemen. Das Paket umfasst eine Basisbibliothek, Demoanwendungen sowie eine Grundbibliothek mit Instrumenten.


Erstellt am: 31.05.2008 12:30:00 Uhr