Innovationsminister Andreas Pinkwart überreicht Verdienstkreuz 1. Klasse an Professor Feuerbacher
19. Februar 2010
Innovationsminister Pinkwart (rechts) gratuliert Prof. Feuerbacher zu seiner Auszeichnung
Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat am 18. Februar 2010 in Düsseldorf das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) an Prof. Berndt P. Feuerbacher (69) vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) überreicht.
Der emeritierte Weltraumforscher der Universität Bochum erhält die Auszeichnung für sein herausragendes wissenschaftliches und ehrenamtliches Engagement in Forschung und Lehre. Pinkwart sagte: "Ich gratuliere sehr herzlich zu dieser Auszeichnung. Herr Professor Feuerbacher hat mit seiner langjährigen Forschung hervorragende Erfolge erreicht und zahlreiche deutsche Raumfahrtaktivitäten wissenschaftlich begleitet und geprägt."
Berndt Feuerbacher
Stationen einer Karriere
Feuerbacher war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2005 Hochschullehrer an der Universität in Bochum. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Weltraumphysik, insbesondere die Nutzung der Schwerelosigkeit im All. Er war bei zahlreichen Weltraummissionen wie Spacelab, Mir oder der internationalen Raumstation ISS beteiligt. Zudem ist er der wissenschaftliche Initiator einer deutschen Landeeinheit der Rosetta-Mission der europäischen Weltraumorganisation ESA, die 2014 auf einem Kometen landen wird.
Seine beruflichen Stationen lesen sich wie das who-is-who der internationalen Raumfahrt: Als junger Wissenschaftler hat er zunächst bei der ESA geforscht. 1981 wurde Feuerbacher an die Universität Bochum und parallel zum Direktor des DLR-Instituts für Raumsimulation berufen. Anfang der 1990er Jahre baute er das heutige Institut für Planetenforschung des DLR in Berlin-Adlershof auf. Nach seiner Emeritierung hat er 2007 in Bremen das DLR-Institut für Raumfahrtsysteme als Gründungsdirektor aus der Taufe gehoben.
Das Bundesverdienstkreuz
Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs und die Begeisterung junger Menschen für Technik und Naturwissenschaften zieht sich wie ein roter Faden durch die Biographie dieses Ausnahmewissenschaftlers. Seit 2008 ist Feuerbacher Präsident der "International Astronautical Federation". Der weltweite Zusammenschluss von rund 200 Institutionen der Raumfahrt dient dem wissenschaftlichen Dialog und unterstützt gezielt junge Spitzenforscherinnen und -forscher.