Das Welterbe im Großen und Kleinen – UNESCO Welterbeausstellung vor dem Kölner Dom
13. September 2010
Der Kölner Dom aus 700 Kilometern Höhe
Vom 13. September bis zum 4. Oktober 2010 bietet der Kölner Dom – seit 1996 selbst Weltkulturerbestätte - die passende Kulisse für die Ausstellung "What a Sight - Space Looking Out for World Heritage" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der UNESCO. Die einmaligen Satellitenaufnahmen von Welterbestätten sind auf dem Roncalliplatz rund um die Uhr zu besichtigen.
Bedrohtes Erbe
Denkt man an die Pyramiden von Gizeh, so stehen sie in der Vorstellung der meisten Menschen malerisch und einsam mitten in der Wüste. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus: Die stetig wachsende Stadt Kairo rückt immer näher an die historischen Grabbauten heran. Eine Einsicht, die sich erst aus der Vogelperspektive völlig erschließt. Zum Schutz von Weltkulturerbestätten wie den Pyramiden von Gizeh oder Weltnaturerbestätten wie den grönländischen Gletschern arbeitet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) seit Jahren mit der UNESCO zusammen.
Keine Alleinlage: Die Pyramiden von Gizeh
Neben dem wissenschaftlichen Wert der vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) des DLR bereitgestellten Bilder verfügen die Aufnahmen auch über einen besonderen ästhetischen Reiz. Die hochauflösenden Satellitenaufnahmen zeigen vermeintlich bekannte Gebiete in neuem Licht oder bieten Einblicke in fast unbekannte Gebiete unseres Planeten.
Zur Bewahrung des Kultur- und Naturerbes der Menschheit stellt das DLR die Satellitenaufnahmen der UNESCO und ihren Partnerorganisationen zur Verfügung. Die hochauflösenden Bilddaten stammen von Satelliten wie dem deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X und wurden in Höhen von bis zu 900 Kilometern aufgenommen. Im Rahmen der Erdbeobachtung dokumentiert TerraSAR-X auch die negativen Effekte des menschlichen Eingriffs in die Natur, wie Klimaveränderungen oder den Fortschritt der Abholzung des Regenwaldes.
Jakobshavn Gletscher