News-Archiv Neustrelitz

Bundesinnenminister de Maizière am DLR-Standort Neustrelitz

2. September 2010

 Besichtigung einer Antenne am DLR-Standort Neustrelitz
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Am 2. September 2010 empfing das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) an seinem Standort Neustrelitz Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière sowie aus Mecklenburg-Vorpommern Kultusminister Henry Tesch und Wirtschaftsminister Jürgen Seidel. Das DLR informierte seine Besucher über die Forschung im DLR und den Standort Neustrelitz.

"Ich freue mich sehr, Dr. de Maizière am DLR-Standort Neustrelitz zu begrüßen und ihm unsere Forschungsaktivitäten – unter anderem zum Thema Sicherheit – näher zu bringen. Das DLR stellt sich mit seiner Forschung auch den Anforderungen an die Sicherheit der Gesellschaft – Terrorismus, Naturkatastrophen und Piraterie sind nur einige Beispiele. Wissenschaft und Forschung spielen in diesem Umfeld eine immer größere Rolle", sagte Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR.

Multidisziplinäre Projekte

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im DLR mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug werden in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft und Industrie koordiniert. Die Arbeiten auf diesem Gebiet beinhalten sowohl organisatorische Konzepte als auch entsprechende Handlungsstrategien. Dabei stehen multi- und interdisziplinäre Projekte im Mittelpunkt, die alle Forschungsgebiete des DLR miteinander verbinden. "Das DLR deckt mit seinen Forschungsaktivitäten in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie und Verkehr eine Vielzahl sicherheitsrelevanter Themen ab: Dies sind unter anderem Schutz und Überwachung kritischer Infrastrukturen, Risiko- und Gefährdungsanalysen, satellitengestütztes Krisen- und Katastrophenmanagement oder das Verkehrsmanagement bei Großereignissen", erläutert Dr. Dennis Göge, DLR-Programmkoordinator Sicherheit. Im DLR entwickelte Technologien ermöglichen unter anderem, gefährliche Objekte wie zum Beispiel Sprengfallen aus der Luft zu erfassen oder 3D-Lagebilder auf Basis hoch aufgelöster Luftbildaufnahmen bei Natur- und Umweltkatastrophen zu erstellen. Außerdem zählen die Simulation von Menschenströmen bei Großereignissen und die anschließende Analyse von möglichen Flucht- und Rettungswegen zu den Fähigkeiten des DLR.

Maritime Sicherheit am DLR-Standort Neustrelitz

 Wörner mit de Maizière und Tesch vor einer 3D-Aufnahme
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Der DLR-Standort Neustrelitz ist seit Jahren fest in ein internationales Netzwerk von Empfangseinrichtungen für Satellitendaten eingebunden. "Gegenwärtig werden Daten von mehr als zehn Satellitenmissionen empfangen und verarbeitet. Mit dem Datenempfang leistet der Standort innerhalb der DLR-Sicherheitsforschung insbesondere beim Krisen- und Katastrophenmanagement einen wichtigen Beitrag und ist in eine Vielzahl von Projekten und Missionen involviert", erläutert Dr. Wolfgang Mett, Leiter des Standorts Neustrelitz. In Kürze startet das Projekt "Maritime Sicherheit", dessen Ziel es ist, einen Echtzeitservice zur Situation im Ost- und Nordseeraum sowie in anderen internationalen Gewässern für seine Nutzer zu schaffen. Hierzu laufen die Erfahrungen aus der Arbeit mit Echtzeitdiensten, Fernerkundungsanwendungen und Navigation sowie die AIS-Expertise (Automatisches Identifikationssystem) des DLR-Instituts für Raumfahrtsysteme in Bremen zusammen. AIS bedeutet, dass Schiffe mit einem Sender ausgestattet sind, der dem Empfänger alle notwendigen Informationen über das Schiff selbst und seine Ladung mitteilt. Mit Hilfe dieses Projekts können die Wissenschaftler unter anderem Schiffserkennung und Fischereiüberwachung leisten sowie Wellenhöhe, Windstärke und Ölaustritte bei Schiffen erfassen. Die Bundespolizei See, die Deutsche Marine, die Europäische Weltraumorganisation ESA und die European Maritime Safety Agency (EMSA) werden diesen Service in Zukunft nutzen.


Kontakt
Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Pressesprecher

Tel: +49 2203 601-2474

Mobil: +49 171 3126466

Fax: +49 2203 601-3249

E-Mail: andreas.schuetz@dlr.de
Dr. Dennis Göge
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Tel: +49 2203 601-4030

E-Mail: Dennis.Goege@dlr.de
Dr.rer.nat. Wolfgang Mett
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Vorstandsbereich, Fachstab Weltraum und Verkehr
, Büro VO-R
Tel: +49 2203 601-4105

Fax: +49 2203 601-4104

E-Mail: Wolfgang.Mett@dlr.de
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