News-Archiv 2009

Hochgenaue Luftbilder des Nachterstedter Erdrutschgebiets

24. Juli 2009

 Luftbild-Detailkarte Nachterstedt nach dem Erdrutsch
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Die Cessna Caravan der Forschungsflotte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat das von einem Erdrutsch betroffene Gebiet in Nachterstedt (Sachsen-Anhalt) überflogen und im Rahmen des ARGOS-Projektes (Airborne Wide Area High Altitude Monitoring System) hochgenaue Luftbilder erstellt.

Das Flugzeug startete auf seinem Heimatflughafen Oberpfaffenhofen in der Nähe von München, führte zwei Überflüge in 1200 Metern Höhe über dem zum Katastrophengebiet erklärten Ort durch und kehrte nach mehr als drei Stunden Flugzeit wieder zurück. Die erfassten Daten wurden umgehend an die Wissenschaftler übergeben. Nach der unmittelbar darauf erfolgten Auswertung durch ARGOS-Projektwissenschaftler und Mitarbeiter des Zentrums für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) hat das DLR die Datenprodukte den am Unglücksort tätigen Einrichtungen für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt. Finanziert wurde diese außerplanmäßige Messkampagne aus Mitteln des ARGOS-Projektes.

Die erstellten hochgenauen Karten ermöglichen zum einen den Vergleich des Geländezustandes vor und nach dem Ereignis, zum anderen aber auch die Beobachtung des Geländes auf weitere Veränderungen oder Bewegungen durch eine mögliche Folgebefliegung. Damit unterstützt das DLR die Arbeit zur Katastrophenbewältigung vor Ort, da das ehemalige Bergbaugebiet rutschgefährdet bleibt und für Einsatzkräfte weiterhin kaum zugänglich ist.

 Luftbild-Vergleichskarte Nachterstedt, vorher und nachher
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Das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des DLR

Das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) ist ein Service des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) des DLR. Seine Aufgabe ist die schnelle Beschaffung, Aufbereitung und Analyse von Satellitendaten bei Natur- und Umweltkatastrophen, für humanitäre Hilfsaktivitäten und für die zivile Sicherheit. Die Auswertungen werden nach spezifischen Anforderungen für nationale und internationale politische Bedarfsträger sowie Hilfsorganisationen durchgeführt.

Das DLR-Projekt ARGOS

Das Projekt ARGOS (Airborne Wide Area High Altitude Monitoring System) entwickelt Techniken und Verfahren zur luftbasierten Unterstützung für das Verkehrsmanagement und die Lageerfassung bei Katastrophen und Großveranstaltungen. Hierzu wird von sieben beteiligten DLR-Instituten der Prototyp eines operationell nutzbaren, echtzeitfähigen Monitoringssystems aufgebaut.


Kontakt
Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Pressesprecher

Tel: +49 2203 601-2474

Mobil: +49 171 3126466

Fax: +49 2203 601-3249

E-Mail: andreas.schuetz@dlr.de
Dr. Stefan Voigt
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum
, Georisiken und Zivile Sicherheit
Tel: +49 8153 28-3678

Fax: +49 8153 28-1445

E-Mail: Stefan.Voigt@dlr.de
Prof. Dr.-Ing. Peter Reinartz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Institut für Methodik der Fernerkundung
, Photogrammetrie und Bildanalyse
Tel: +49 8153 28-2757

Fax: +49 8153 28-1444

E-Mail: Peter.Reinartz@dlr.de
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Cessna 208B Grand Caravan (http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-4777/7916_read-11996/usetemplate-print/)
Laser übertrug erfolgreich Informationen vom Flugzeug zur Bodenstation (http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-15062/usetemplate-print/)