Triebwerksemission eines Verkehrsflugzeugs
Europäische Verkehrsexperten informieren sich über Klimawirkungen des weltweiten Transportverkehrs
Bereits zum zweiten Mal treffen sich vom 22. bis zum 25. Juni 2009 Klimaforscher und Ingenieure mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft auf der Internationalen Konferenz über Transport, Atmosphäre und Klima (2nd International Conference on Transport, Atmosphere and Climate, TAC-2) in Aachen und Maastricht (Niederlande). Initiiert und organisiert wurde die Veranstaltung vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Königlich Niederländischen Institut für Meteorologie (KNMI). Getragen wurde die diesjährige Veranstaltung von der Europäischen Kommission, vom niederländischen Ministerium für Transport, Tiefbau und Wasserwirtschaft sowie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).
Ziel der TAC-2-Konferenz ist der intensive Austausch neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Auswirkung des weltweiten Transport-Verkehrs auf die Umwelt. Die Forscher diskutieren über Auswirkungen der Emissionen auf die Atmosphäre, die Wolkenbildung und das Klima und präsentieren mögliche Minderungsstrategien.
So wird die Frage diskutiert, ob es möglich ist, die Entstehung von Kondensstreifen im Luftverkehr bereits vor dem Abflug vorherzusagen und gegebenenfalls durch eine alternative Flugroutenplanung zu vermeiden. Diskutiert wird auch, wie Klimawirkungen von Verkehrsmitteln verglichen werden können. Dazu könnte eine einheitliche Maßzahl (Metrik) beitragen. Auch die Nutzung alternative Flugzeugtreibstoffe steht auf der Tagesordnung.
DLR-Studien für Umweltforschung und Klimaschutz
Kondensstreifen von Flugzeugen über Europa
Spätestens seit der Klimarat der Vereinten Nationen seinen vierten Klimareport 2007 (IPCC 4AR) veröffentlicht hat, ist die Brisanz der globalen Erwärmung mit all ihren Folgen deutlich geworden. Ein erheblicher Beitrag zum anthropogenen Klimawandel leistet hier die Mobilität der Menschheit und der globale Warenhandel. Durch Luftverkehr, Schifffahrt und Straßenverkehr werden Emissionen erzeugt, die zum Klimawandel beitragen. Um weiterhin die Mobilität aufrecht zu erhalten, gilt es, den Verkehr möglichst umweltverträglich zu gestalten.
Das DLR mit seinen Instituten für Physik der Atmosphäre, Antriebstechnik und Flugführung trägt mit Studien zu den Themen der Konferenz bei: unter anderem mit der Simulation und der Messung von Emissionen im Luftverkehr sowie in der Schifffahrt, der Simulation der Wolkenbildung und der damit verbundenen Strahlungsänderung, sowie der Satellitenauswertung hinsichtlich der Wolkeneffekte.
Der aktuelle Erkenntnisstand des Einflusses von Luftverkehr, Schifffahrt und Straßenverkehr auf Atmosphäre und Klima wird bei der Informationsveranstaltung zusammengefasst dargestellt. Das wissenschaftliche Programm wird am Mittwoch, den 24. Juni 2009, durch eine Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit und die Presse, 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr (Pressekonferenz ab 16.45 Uhr) im Grand Hotel de l’Empereur, Stationsstraat 2 in Maastricht, ergänzt.