"Sternstunden" - Ausstellung im Gasometer Oberhausen

Ausstellung "Sternstunden - Wunder des Sonnensystems" im Gasometer Oberhausen eröffnet



Die Ausstellung wurde mittlerweile bis zum 30. Dezember 2010 verlängert.
 Sternstunden im Gasometer Oberhausen
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Faszinierende Bilder fremder Welten und "der größte Mond auf Erden"

Am Donnerstag, 2. April 2009, öffnet die neue Ausstellung "Sternstunden - Wunder des Sonnensystems" im Gasometer Oberhausen. Sie zeigt unser Sonnensystem als gewaltigen Prozess des Werdens und Vergehens und nimmt die Besucher mit auf eine Reise in den Kosmos. Spektakuläre Nachbildungen des Planetensystems, faszinierende Aufnahmen fremder Welten, kostbare historische Instrumente sowie moderne Technologie der Weltraumforschung gehören zu den Exponaten dieser vielfältigen Ausstellung. Unter dem 100 Meter hohen Dach des Gasometers ist "der größte Mond auf Erden" zu sehen.

Die Gasometer Oberhausen GmbH und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind Veranstalter der "Sternstunden". Kuratoren sind Prof. Peter Pachnicke und Wolfgang Volz. Die Ausstellung findet anlässlich des Internationalen Jahres der Astronomie 2009 statt und steht unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. "Wir sehen uns staunend einer Ausstellung gegenüber, die wissenschaftliche und künstlerische Sichtweisen verbindet", sagte Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR. "Sie fügt Bilder und Objekte aus der Forschung und kunstvoll in Szene gesetzte Himmelskörper zu einer Einheit zusammen, führt Besucherinnen und Besucher zum Greifen nahe an Oberflächen ferner Sterne vorbei. Außerdem zeigt die Ausstellung atemberaubende Bilder auf der Basis von Daten, die Weltraumsonden aus den Tiefen des Alls zur Erde übermittelten."

 Säulen der Schöpfung
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Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH, sagte bei der Ausstellungseröffnung: "Mehr als drei Millionen Menschen in den vorangegangenen Ausstellungen waren bereits ergriffen vom einzigartigen Raumerlebnis des Oberhausener Gasometers. Mit der neuen Ausstellung öffnen wir sinnbildlich das Dach des Gasometers für einen faszinierenden Blick in unser Sonnensystem. 'Sternstunden – Wunder des Sonnensystems' kehrt die Blickrichtung der vorherigen Ausstellung 'Das Auge des Himmels' um: Statt vom Weltall auf die Erde, schauen wir von der Erde in den Weltraum. Wir führen damit die erfolgreiche Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) fort, die uns die vergangene Ausstellung erst ermöglichte." Die Ausstellung geht bis zum 10. Januar 2010.

Bilder aktueller Weltraummissionen

Die kosmischen Dimensionen spiegeln sich in der einzigartigen Größe des Gasometers. Die Ausstellung beginnt unterhalb der ehemaligen Gasdruckscheibe mit einer raumgreifenden Inszenierung: Die Sonne und ihre Planeten schweben dort in einem 68 Meter weiten Raum. Großformatige Bilder zeigen unser Sonnensystem, seine Entwicklung und seine wunderbare Vielfalt.

 Der größte Mond auf Erden
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Einen Monat in einer Viertelstunde erleben

Ein einzigartiges Raumerlebnis bietet schließlich die so genannte Manege des Gasometers, über der sich in 100 Metern Höhe das Dach erstreckt. Als riesige Skulptur ist hier der mit 25 Metern Durchmesser "größte Mond auf Erden" zu sehen – eine Idee von Wolfgang Volz. Die Inszenierung zeigt alle Mondphasen von Neumond zu Vollmond. Ein Durchlauf der Mondphasen dauert 15 Minuten – in dieser Zeit können Besucher einen Mond-Monat erleben. Eine Fahrt im gläsernen Fahrstuhl zeigt den Mond auch von oben.

Der riesige Mondballon zeigt ein quasi-realistisches Abbild des Erdtrabanten. Die Satelliten-Bilddaten für den Druck auf die Mondhaut haben Wissenschaftler des DLR-Instituts für Planetenforschung aufbereitet. Institutsleiter Prof. Tilman Spohn sagt über den aktuellen Forschungsstand: "Auf der einen Seite wissen wir erstaunlich viel: Die Planeten haben sich von kleinen Lichtscheiben oder Pünktchen am Nachthimmel gewandelt in eigene Welten, die wir heute mit Sonden und auf der Oberfläche mit automatischen Fahrzeugen und Landegeräten erforschen. Wir haben zum Beispiel heute eine Vorstellung davon, wie Krater und Canyons auf dem Mars aussehen, wie groß die Vulkane auf der Venus sind und so weiter. Auf der anderen Seite aber wissen wir auch noch recht wenig. Wir wissen zum Beispiel nicht, ob es auf dem Mars einfaches Leben gab oder gibt. Es ist auch noch nicht geklärt, ob der Mond tatsächlich einen Eisenkern in seinem Zentrum hat und wie er genau entstanden ist. Das sind spannende und rätselhafte Fragen der aktuellen Forschung."

 Wenige Gramm echter Mondstaub
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Exponate

Neben aktuellen Instrumenten der Weltraumforschung sehen Besucher kultische Relikte, historische Fernrohre, Messgeräte, Himmelskarten und alte Globen. Hier wird deutlich, wie die Erkenntnisse über das kosmische Geschehen immer dann voran schritten, wenn neue Beobachtungstechniken den Blick in die Tiefe des Kosmos revolutionierten. Zu den Exponaten gehören unter anderem einige Gramm echten Mondstaubs. Die sowjetische Luna 24-Sonde brachte sie 1976 zur Erde. Ebenfalls zu sehen ist eine Hasselblad-Kamera mit Zeiss-Optik, wie sie die Apollo-Astronauten bei ihren Mondbesuchen benutzten. Das ausgestellte Modell war zwar selbst nie auf dem Mond, ist aber eine originale Ersatzkamera.

Weiterhin können Besucher Modelle des Kometenlandegerätes Philae der Mission Rosetta, die Mars-Kamera HRSC (High Resolution Stereo Camera) der Mission Mars Express sowie den Rover der ExoMars-Mission sehen. Ebenfalls gezeigt wird eine Replik der Voyager-Scheibe, die seit 1977 als kosmische Flaschenpost im Weltraum unterwegs ist. Ein weiteres Exponat ist ein Modell der DDR-Multispektralkamera MKF6, wie sie Sigmund Jähn 1978 beim ersten Flug eines Deutschen ins All begleitete. Anhand der Exponate zeigt die Ausstellung dem Besucher, wie sich die Vorstellungen über die Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems von den Mythen der Naturvölker bis in unser wissenschaftliches Zeitalter veränderten.

 Sternstunden - Wunder des Sonnenystems (6:25 Min.)
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Die höchste Ausstellungshalle Europas

Die "Sternstunden" sind in der höchsten Ausstellungshalle Europas zu sehen. Der Gasometer ist Wahrzeichen der Stadt Oberhausen, beeindruckendes Dokument der Bau- und Technikgeschichte und spektakulärer Veranstaltungsort. Große Ausstellungen im Gasometer sind seit 1994 erfolgreicher Bestandteil der Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen. Das Raumerlebnis im Inneren der "Industriekathedrale" ist einzigartig. Vom Dach des Gasometers, zu erreichen über den gläsernen Panoramaaufzug im Inneren, ist ein weiter Rundblick über das westliche Ruhrgebiet möglich.

Besucherinformation

Öffnungszeiten: Dienstags bis Sonntags sowie an Feiertagen: 10 bis 18 Uhr,
Montags geschlossen, außer an Feiertagen bzw. Ferien in NRW
Eintrittspreise:

Erwachsene: 7 Euro
Ermäßigt: 5 Euro
Gruppen ab 15 Personen: 5 Euro pro Person
Familienkarte: 15 Euro
Dauerkarte: 15 Euro
Schüler im Klassenverband: 3,50 Euro pro Person

Kombitickets:

Mit dem Rheinischen Industriemuseum: 8 Euro
Mit der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen: 8,50 Euro

Gruppenführungen: Nach telefonischer Voranmeldung max. 30 Personen: 50 Euro,
Fremdsprachige Führung: 60 Euro.
Anmeldung unter Telefon 0208 / 850 37-30 oder E-Mail an
ausstellung@gasometer.de
Adresse: Gasometer Oberhausen
Arenastraße 11
46047 Oberhausen


Kontakt
Henning Krause
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation

Tel: +49 2203 601-2502

Fax: +49 2203 601-3249

E-Mail: henning.krause@dlr.de
Thomas Machoczek
Gasometer Oberhausen GmbH

Tel: +49 208 850-3735

Fax: +49 208 850-3733

E-Mail: presse@gasometer.de
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DLR-Webcast: Sternstunden im Gasometer Oberhausen (http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-16655/usetemplate-print/)
Das Internationale Jahr der Astronomie 2009 (http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-5089/8553_read-14980/usetemplate-print/)
Forschungsallianz "Planetenentwicklung und Leben" wird gefördert (http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-10814/usetemplate-print/)
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Flyer Sternstunden (http://www.dlr.de/Portaldata/1/Resources/veranstaltungen/sternstunden/flyer_sternstunden_110209.pdf)
Stimmen zur Ausstellung "Sternstunden" (http://www.dlr.de/Portaldata/1/Resources/portal_news/newsarchiv2009_2/stimmen_sternstunden.pdf)