Verkehrsmanagement



DLR - Traffic Tower
Das Kerngebiet „Verkehrsmanagement“ ist eng mit den Arbeiten zur Verkehrserfassung verknüpft. Ein wesentliches Element der Arbeiten ist daher die Nutzbarmachung von Verkehrsdaten zur Erfüllung von Verkehrsmanagementaufgaben und zur Verkehrssteuerung. Damit verbunden ist der Ausbau der Kompetenz in den Bereichen Verkehrsprognose und Verkehrssimulation. Letzteres mit besonderem Fokus auf den Gütertransport. Die etablierten Aktivitäten in der Luftverkehrsforschung werden um ausgewählte Aspekte des Flughafenwesens erweitert und so zu einem Kompetenzschwerpunkt weiterentwickelt. Im Bahnbereich stehen die europäisch ausgerichteten Arbeiten zur Leit- und Sicherungstechnik, mit dem Schwerpunkt auf Interoperabilität, im Vordergrund. Mittelfristig ist zudem die Erschließung des Galileo-Anwendungspotenzials für den Verkehr vorgesehen.

Traffic Tower

In vielen Bereichen ist es derzeit gängige Praxis, vor der Übertragung von der Theorie in die Praxis zunächst neben einem Test in normalen Simulationsumgebungen neue Verfahren im Rahmen einer humanintegrated Simulation auf ihre Verwendbarkeit zu untersuchen. Beispiele sind die Fahr– und Flugsimulatoren. Das DLR hat eine langjährige Erfahrung, etwa die Abläufe eines ganzen Flughafentowers auf diese Weise simulieren und damit die Reaktion der Operateure auf bestimmte Situationen feststellen zu können. Eine kommerzielle Verwendung dieser Technik besteht darin, dass komplette Crews in einer solchen virtuellen Umgebung auch geschult werden können. Eine solche virtuelle Verkehrssystemmanagementzentrale wurde in Berlin-Adlershof eingerichtet und soll mit realen Daten der Mess– und Versuchsstrecke versorgt werden. Mehr...

Verkehrsprognose und -simulation

Ziel der Arbeiten sind leistungsfähige Simulationsmodelle, mit denen die miteinander verflochtenen Wirkungsnetze des Verkehrs verfolgt, dargestellt und visualisiert werden können. In einer groß angelegten Modellierungsoffensive wird zur Zeit weltweit daran gearbeitet, die Beschreibung und die Simulation von Verkehrssystemen auf einer mikroskopischen Basis durchzuführen. Mittelfristig wird ein Instrumentarium geschaffen, das dazu beitragen soll, die Planung von Verkehrssystemen zu verbessern und die Grundlagen für ein effektives Verkehrsmanagement zu legen. Als Basis zukünftiger Verkehrsinformationsdienste sollen neben den Planungsmodellen echtzeitfähige Modelle auf der Grundlage einer Modellierung individueller Aktivitäten erarbeitet werden. Mittelfristig steht die Weiterentwicklung des Simulationstools sowie die Gewinnung eines besseren Verständnisses von Verkehrsfluss, Wechselwirkung verschiedener Verkehrsträger, Routenwahl und Mobilität im Vordergrund. Langfristiges Ziel ist die Koppelung von Mobilitätsmodellen mit ökonomischen Modellen, um zu einer integrierten Sicht für das System Wirtschaft und Verkehr zu gelangen. Mehr...

Führerstand des RailSiTe
Luftverkehr und Flughafenwesen

Das hohe Wachstum des Luftverkehrs erzeugt neue Arbeitsplätze, ist jedoch auch verbunden mit Problemen wie Kapazitätsengpässen sowie Lärm und Abgasemissionen. Zu dieser Problematik sollen Verkehrs- und Kapazitätsprognosen, Marktanalysen und Auswirkungsstudien durchgeführt werden. Luftverkehr und Flughäfen bedingen einander. Neben den Fluggesellschaften und der Flugsicherung sind die Flughäfen die dritte wesentliche Komponente des Luftverkehrssystems. In ihrer Basisfunktion sind Flughäfen Start- und Landestelle für Flugzeuge. In ihrer Gesamtfunktion jedoch sind sie mehr als nur Netzknoten im Luftverkehrssystem, denn sie verknüpfen den Luftverkehr mit anderen Verkehrsträgern wie Schienen- und Straßenverkehr.  Mehr...

Schienenverkehrsmanagement

Mit der Spezifikation eines einheitlichen europäischen Zugbeeinflussungssystems (European Train Control System - ETCS) und seiner Entwicklung bis zur Einsatzreife werden die technischen Grundlagen für die Gewährleistung der Interoperabilität sowohl für den Personen – als auch für den Güterverkehr gelegt. Um die Interoperabilität auch bei der Umsetzung in die Praxis sicherzustellen, wird ein methodisch gut untermauertes Verfahren zur experimentellen Evaluierung von Komponenten und Subsystemen verschiedener Hersteller im Bahnlabor RailSiTe entwickelt. Für Strecken mit schwachem bis mäßigem Verkehr bzw. bei Bahnbetreibern, die über ein abgegrenztes Inselnetz verfügen bzw. faktisch einen Inselbetrieb durchführen, ist der Einsatz eines hochleistungsfähigen Systems wie z.B. ETCS zur Sicherung und Leitung des Schienenverkehrs in der Regel unrentabel. Daher werden Konzepte für ein Leit- und Sicherungssystem entwickelt, das möglichst auf der Basis von handelsüblichen Komponenten aufgebaut werden kann. Innovative Konzepte für neue Betriebsweisen werden entwickelt,unter der Zielstellung, die Streckenkapazität und die Qualität des Verkehrsangebotes zu erhöhen, den Betrieb und den Ressourceneinsatz zu flexibilisieren und die Beförderungsleistung schnell an den aktuellen Bedarf anpassen zu können. Mehr... 

Galileo-Anwendungen für den Verkehr

Im Rahmen der DLR Galileo-Task Force wurde ein Studienentwurf zum Anwendungspotenzial von Galileo im Verkehr erarbeitet. Darüber hinaus wird die Entwicklung und Nutzung von Mobilfunk- und Navigationsdiensten zur Verkehrsführung und –steuerung sowie zur Unterstützung einer autonomen Verkehrsflusssteuerung angestrebt.  Mehr... 


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Luftverkehr und Flughafenwesen (http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-611/983_read-1227/usetemplate-print/)
Galileo-Anwendungen (http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-613/985_read-1229/usetemplate-print/)
Luft- und raumgestützte Verkehrsdatenerfassung (http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-600/980_read-1222/usetemplate-print/)
Clearingstelle (http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-599/979_read-1221/usetemplate-print/)
Terrestrische Verkehrsdatenerfassung (http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-598/978_read-1220/usetemplate-print/)