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News-Archiv Weltraum 2010

Ariane-5ECA bringt Kommunikationssatelliten ins All - DLR testete Eutelsat-Triebwerk

29. Oktober 2010

 Ariane 5 ECA-Start am 28. Oktober 2010
zum Bild Ariane 5 ECA-Start am 28. Oktober 2010

Mit zwei kommerziellen Kommunikationssatelliten an Bord hob eine europäische Ariane 5ECA-Trägerrakete am 28. Oktober 2010 um 23.51 Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ, 18.51 Uhr Ortszeit) vom Weltraumbahnhof der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Kourou (Französisch-Guyana) ab. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) war mit dem Test eines Satellitentriebwerks des europäischen Eutelsat-Satelliten an der Mission V197 beteiligt. Durchgeführt wurde der Versuch auf dem Teststand P1.0 am DLR-Standort Lampoldshausen.

Mit dem vierten Start einer Ariane 5ECA im Jahr 2010, dem 39. erfolgreichen Flug in Folge, hat die europäische Trägerrakete wiederholt ihre Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt.

Telekommunikationssatelliten ins All gebracht

Mit dieser rein kommerziellen Mission wurden zwei Telekommunikationssatelliten, einer des europäischen Eutelsat-Konsortiums sowie ein weiterer der japanischen BSAT Corporation, auf eine geostationäre Umlaufbahn transportiert. Der Satellit W3B des europäischen Unternehmens Eutelsat soll den mitteleuropäischen Raum sowie die Inseln im Indischen Ozean sowohl mit sogenannten Direct-to-Home-Fernsehangeboten als auch Breitband-Telekommunikationsdienstleistungen versorgen; zusätzlich hierzu auch Teile Afrikas und des Mittleren Ostens. Diese Mission ist seit dem ersten Start eines Eutelsat-Satelliten im Juni 1983 an Bord  einer Ariane 1 bereits der 25. Start eines Eutelsat-Satelliten mit einer europäischen Trägerrakete.
Der japanische BSAT-3b wird Japan mit Direct-to-Home-Fernsehangeboten versorgen. BSAT-3b ist der siebte Satellit dieses Betreibers, der mit einer Ariane gestartet wurde.

Update: Der Telekommunikationssatellit W3B wurde am 29. Oktober 2010 vom Satellitenbetreiber Eutelsat als verloren eingestuft. Grund des Verlusts war nach Angaben des Unternehmens eine Fehlfunktion des satelliteneigenen Antriebsystems. Aussagen zu den Ursachen können derzeit nicht getroffen werden, dazu müssen die laufenden Untersuchungen abgeschlossen sein.


Kontakt
Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Pressesprecher

Tel.: +49 2203 601-2474

Mobil: +49 171 3126466

Fax: +49 2203 601-3249


Denis Regenbrecht
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
, Trägersysteme
Tel.: +49 228 447-565

Fax: +49 228 447-706


Zuletzt geändert am: 10.11.2010 09:44:15 Uhr