DLR Logo
  Home|Textversion|Impressum   English
  Sie sind hier: Home:News-Archive:Raumfahrt


Der feinadrige Westen von Rhea



Zurück 2/6 Weiter
Der feinadrige Westen von Rhea
Bild herunterladen: Hi-Res JPEG (9,89 MB) Hi-Res TIFF (12,71 MB)
Auf diesem von der NASA-Raumsonde Cassini beim bisher dichtesten Vorbeiflug am 2. März 2010 aufgenommenen, hoch auflösenden Mosaikbild reflektieren vereiste Risse auf der Oberfläche des Saturnmondes Rhea das Sonnenlicht. Das Bild wurde von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin erzeugt. Dieses Mosaikbild aus sechs Aufnahmen zeigt den westlichsten Abschnitt der "feinadrigen" Oberfläche des Mondes. Zu den interessanten hier dargestellten Merkmalen gehört ein gerader, von Ost nach West verlaufender Riss, der mitten durch die obere Hälfte des Mosaikbilds verläuft, der zwei von Nord nach Süd verlaufende Risse schneidet. Der große, unten links auf dem Bild zu sehende Krater trägt den Namen Inmar und hat einen Durchmesser von 55 Kilometern.

Der geringste Abstand zwischen Raumsonde und Rhea bei diesem gezielten Vorbeiflug betrug 100 Kilometer. Diese Bilder wurden etwa eine halbe Stunde später aus einer Höhe von etwa 16.000 Kilometern aufgenommen. Auf dem Mosaikbild ist ein Teil der stets dem Planeten Saturn zugewandten Seite von Rhea (1528 Kilometer Durchmesser) zu sehen. Die Bilder wurden in einer Orthogonalprojektion projiziert, deren Mittelpunkt bei 7 Grad nördlicher Breite und 296 Grad westlicher Länge liegt. Der Mittelpunkt des Mosaikbilds selbst liegt bei 6 Grad nördlicher Breite und 293 Grad westlicher Länge. Die senkrechte Bildachse entspricht etwa der Nord-Süd-Achse von Rhea. Die Bilder wurden mit der Telekamera der Raumsonde Cassini aufgenommen. Der Phasenwinkel (Winkel zwischen den Achsen Sonne-Rhea und Rhea-Raumsonde) betrug 2 Grad, Cassini befand sich also zum Zeitpunkt der Aufnahme beinahe direkt zwischen Rhea und Sonne. Der Maßstab des Bilds beträgt 85 Meter pro Pixel.
Quelle: NASA/JPL/SSI/FUB.