Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner ist neuer DLR-Vorstand für Energie und Verkehr
3. März 2010
DLR-Vorstand Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat einen neuen Vorstand für die Schwerpunkte Energie und Verkehr: Prof. Dr.- Ing. Ulrich Wagner. Der 54-Jährige promovierte Elektrotechniker ist seit 1995 Ordinarius am Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik an der Technischen Universität (TU) München und zugleich Wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. in München.
Am 1. März 2010 bezog Prof. Wagner seine neue Wirkungsstätte in der Kölner DLR-Zentrale. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe beim DLR und möchte hier vor allem gestalten und nicht verwalten", sagte Wagner zu Beginn seiner fünfjährigen Amtszeit. Den "Megatrends " der Energie- und Verkehrsforschung, zum Beispiel der Elektromobilität oder dem Wüstenstrom-Projekt "DESERTEC", misst der neue DLR-Vorstand außerordentliche Bedeutung bei. Das Potenzial derartiger Groß-Projekte möchte er in den kommenden Jahren weiterentwickeln. "Wir brauchen solch ehrgeizige Ziele für den längst überfälligen Paradigmenwechsel in der Verkehrs- und der Energiewirtschaft", ist Prof. Wagner überzeugt.
Grundlage für diesen Paradigmenwechsel sei die Forschung für ressourcen- und umweltschonende Energie- und Verkehrskonzepte. "Das DLR bietet hierfür gute Möglichkeiten und den passenden Rahmen", erklärt Prof. Wagner, der sich seit Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn intensiv mit Fragen der Energieforschung und alternativer Antriebskonzepte befasst. Als Auslöser für dieses Interesse nennt der Vater dreier Kinder seine Erlebnisse zu Beginn der 1970-er Jahre: Insbesondere die Gründung des "Club of Rome", der sich mit den Zukunftsfragen der Menschheit und der Endlichkeit der natürlichen Ressourcen und des wirtschaftlichen Wachstums befasste, habe ihn stark beeinflusst.
Prof. Ulrich Wagner wurde 1955 in Passau geboren und wuchs als Kind von Diplomaten in Bonn, Moskau, Antwerpen, Brüssel und Bogotá auf. Von 1976 bis 1981 studierte er Elektrotechnik in Bogotá und München.