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News-Archiv 2009

Klein und fein - Erdbeobachtung mit Kleinsatelliten

4. Mai 2009

 Der Satelliten AsteroidFinder
zum Bild Der Satelliten AsteroidFinder

Die Internationale Astronautische Akademie (IAA) veranstaltet vom 4. bis 8. Mai 2009 ihr siebtes Berliner Symposium zum Thema "Kleinsatelliten für Erderkundungsaufgaben" (7th IAA Symposium on Small Satellites for Earth Observation). Der Kongress wird organisiert und unterstützt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin, das auch Gastgeber der Veranstaltung ist.

Rund 150 Wissenschaftler aus 25 Ländern präsentieren und diskutieren bewährte und neue Nutzungs-möglichkeiten von Kleinsatelliten. In einzelnen Arbeitsgruppen geht es um die neuesten Technologien und das wachsende Marktpotential. Gerade in Bereichen wie der Instrumentierung und Nutzlast von Kleinsatelliten geht der Trend zur Miniaturisierung. Dabei werden immer kleinere und leistungsstärkere Satelliten entwickelt, die auch für den wirtschaftlichen Raumfahrtmarkt zunehmend interessant werden. Zum vierten Mal gibt es auch eine Studentenkonferenz, auf der Forschungsprojekte vorgestellt und diskutiert werden.

Das IAA-Symposium bietet seit Jahren ein erfolgreiches Forum zum Informationsaustausch für Wissenschaftler, Ingenieure und Manager. Dabei werden nicht nur neue Ideen und Aufgabenstellungen für Kleinsatellitenmissionen diskutiert, sondern auch Technologie- und Management-Aspekte erörtert.

Kleinsatelliten ganz groß – Potenzial auf dem Raumfahrtmarkt

Die Nachfrage von Kleinsatelliten wächst zunehmend. Gerade bei speziellen Missionen zur Erdbeobachtung und Technologie-Demonstrationen werden kompakte und leistungsstarke Satelliten benötigt. Hinzu kommt, dass Kleinsatelliten relativ schnell und kostengünstig entwickelt werden. Hier haben Großsatelliten kaum eine Chance. Dennoch bleibt die Entwicklung eines stabilen kommerziellen Marktes eine anhaltend große Herausforderung für die Kleinsatelliten-Gemeinde. Die intelligente und weit verzweigte Infrastruktur der weltweit ansässigen Gemeinschaft dient als große Stütze dieses Vorhabens. Darüber hinaus haben einige Nationen neue Marktnischen in starken Raumfahrtnationen identifiziert, die wachsende Stärke der Raumfahrtindustrie erkannt und talentierte Nachwuchswissenschaftler aktiviert.

All das sind Gründe, weshalb die Entwicklung von kleinen Satelliten inzwischen so vielfältig ist und es wird sichtbar, wohin die Trends gehen werden. Der Raumfahrtmarkt fordert immer fähigere Kleinsatelliten, die den Miniaturisierungstrends und dem Wachstum der Potenziale in den verbundenen Technologien standhalten.

Schüler aus dem DLR_School_Lab Berlin steuern selbständig einen Satelliten im All

Im Rahmen einer Raumfahrtausstellung auf dem Berliner Symposium demonstriert die Raumfahrtinitiative BerlinBrandenburg (RiBB) das Projekt SchoolSat. Schülerinnen und Schüler, welche im Vorfeld vom DLR_ School_Lab Berlin ausgewählt wurden, werden zum krönenden Abschluss der integrierten Lerneinheit, selbstständig den Satelliten TUBSAT im Orbit steuern und die von dort gesendeten Bilder live vor Ort empfangen. TUBSAT ist bereits der siebte Satellit, der am Lehrstuhl Raumfahrttechnik der Technischen Universität Berlin gebaut wurde. Ziel des SchoolSat-Projektes ist es, bei Schülerinnen und Schülern weiterführender Schulen das Interesse und die Begeisterung für technische Karrieren zu wecken.


Kontakt
Claudia Moser
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Kommunikation, Berlin

Tel.: +49 30 67055-639

Fax: +49 30 67055-8639


Zuletzt geändert am: 04.05.2009 09:36:39 Uhr