News-Archiv Aeronautics 2010

Rolf Henke neuer DLR-Vorstand für Luftfahrtforschung

2. November 2010

 Rolf Henke
zum Bild Rolf Henke

Am 2. November 2010 hat Prof. Rolf Henke seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied Luftfahrtforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) aufgenommen. Henke tritt damit die Nachfolge von Prof. Joachim Szodruch an, der diesen Bereich seit 2002 leitete und im Oktober 2010 altersbedingt ausgeschieden ist. Henke war Leiter des Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik (ILR) an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und zuvor mehr als 20 Jahre in verschiedenen Funktionen bei Airbus beschäftigt.

Henke sieht in seiner neuen Position verschiedene Herausforderungen: "Zum einen will ich natürlich den hohen Standard halten und ausbauen, den mein Vorgänger Prof. Szodruch gesetzt hat. Die Luftfahrt wird sich in den nächsten Jahren weiter entwickeln und stark verändern, zum Beispiel bei autonomen Luftfahrzeugen - ich sehe meine Aufgabe auch darin, diese Veränderungen mit zu gestalten. Das DLR ist in allen relevanten Bereichen der Luftfahrt sehr gut aufgestellt - gemeinsam mit den Hochschulen und der Industrie können wir die Luftfahrt der Zukunft mit bestimmen. Bei allen systemischen Ansätzen sollten dabei Vehikel und Medium im Mittelpunkt stehen", erläutert Henke. Hierbei will er auch das Ziel seines Vorgängers, die interdisziplinäre Zusammenarbeit der DLR-Institute zu fördern, konsequent weiter verfolgen.  

Die intensive Nachwuchsförderung ist ein Bereich, den Henke ebenso wie sein Vorgänger weiter verfolgen möchte. Seine Erfahrungen der letzten Jahre an der RWTH Aachen will er hier einfließen lassen und das DLR noch stärker mit den Hochschulen vernetzen, um dringend nötige neue Technologien im Grundlagenbereich zu entwickeln, aber auch um die deutsche Luftfahrtindustrie im Bemühen um qualifizierte Mitarbeiter zu unterstützen.

Auch sieht Henke die europäische Luftfahrtforschung in den kommenden Jahren noch enger zusammenwachsen: "Diese Entwicklung wird es vor allem bei den Großforschungsanlagen geben. Die Deutsch-Niederländischen Windkanäle arbeiten jetzt schon zusammen, dies wird sich noch auf weitere Einrichtungen ausdehnen. Das DLR ist bei dieser Entwicklung vorn mit dabei, denn es verfügt über Kernkompetenzen im Gesamtsystem Luftfahrt - von der Forschung an und mit dem Flugzeug bis hin zum Luftverkehrsmanagement", sagt Henke.

Seine Lehrtätigkeit wird Henke mit einer außerplanmäßigen Professur an der RWTH Aachen weiter aufrechterhalten und damit der Hochschule verbunden bleiben.


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