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Hintergrund-Informationen

Weltweit im Einsatz – Fliegen für die Forschung



 Flugzeuge für die Wissenschaft
zum Bild Flugzeuge für die Wissenschaft

Die Flugbetriebe des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR in Braunschweig und Oberpfaffenhofen (Sitz der Leitung) betreiben die größte zivile Flotte von Forschungsflugzeugen und -hubschraubern in Europa. Sie sind verantwortlich für deren Bereitstellung und Einsatz. So sind diese hoch modifizierten Fluggeräte selbst Gegenstand der Luftfahrtforschung oder werden als Plattformen zur Installation und den Betrieb von wissenschaftlichen Geräten für die Beobachtung der Erde und der Meeresoberflächen, sowie für die Atmosphärenforschung eingesetzt.

Rund 60 Mitarbeiter sind für die Flugzeuge und Hubschrauber verantwortlich, Techniker, Ingenieure, Piloten. Die 13 Piloten des DLR verfügen über eine hohe Spezialisierung, bis hin zur Testpilotenlizenz. So werden in regelmäßigen Simulatortrainings in den USA und in Deutschland besondere Flugsituationen und Flugzustände trainiert. Die Notwendigkeit dafür ergibt sich aus den besonderen Anforderungen der zu fliegenden wissenschaftlichen Aufträge – so zum Beispiel bei der BO105 mit pendelnden Außenlasten oder dem Durchfliegen von starken Turbulenzen, wie Wirbelschleppen, mit der Falcon20E.

Pro Jahr stehen bis zu 30 wissenschaftliche Missionen in den Flugbüchern jedes Fluggerätes. Dabei werden bis zu 250 Flugstunden im Dienste der Wissenschaft absolviert. Jeder dieser Einsätze bedingt jedoch eine detaillierte und technisch aufwendige Vorbereitung. Dazu gehört auch die teilweise umfangreiche Umrüstung der Maschinen, bis hin zu Luftfahrtechnischen Änderungen. Der dafür notwendige Entwicklungs- und Zulassungsprozess kann vom DLR selbst sichergestellt werden. In den Flugbetrieben und Forschungsinstituten des DLR sind dafür Entwicklungs- und Musterprüfingenieure zuständig. Je nach wissenschaftlicher Aufgabenstellung kann solch ein Prozess bis zur Zulassung mehrere Monate dauern. Kleinere Änderungen können vom DLR selbst zugelassen werden, größere Modifikationen, bis hin zu Strukturänderungen am Flugzeug, werden gemeinsam mit Luftfahrtbundesamt LBA umgesetzt.

 Neues Forschungsmitglied ATRA im Wartungshangar
zum Bild Neues Forschungsmitglied ATRA im Wartungshangar

Die Einsatzgebiete der Forschungsflotte des DLR über Wasser-, Eis und Landflächen reichen von Grönland und Spitzbergen bis in die Antarktis, von den USA über Europa und Russland bis nach Japan.

Diese Einrichtungen liefern wissenschaftliche Dienstleistungen sowohl für Forschungsprogramme des DLR, als auch für andere nationale und internationale Institutionen, für Behörden und industrielle Kunden. Das Luftfahrtbundesamt (LBA) hat die DLR Flugbetriebe als Luftfahrttechnischer Betrieb zur selbständigen Durchführung von Wartungsarbeiten an seinen Flugzeugen anerkannt. Sie können in Zusammenarbeit mit dem DLR eigenen Entwicklungsbetrieb die Zulassung von Modifikationen für wissenschaftliche Ein- und Umbauten in die Flugzeuge weitestgehend selbständig abwickeln.


Kontakt
Dr. rer. nat. Monika Krautstrunk
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Flugexperimente
, Forschungsflugabteilung Oberpfaffenhofen
Tel.: +49 8153 28-2986

Fax: +49 8153 28-1347


Richard Kösters
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Flugbetriebe
, Flugabteilung Braunschweig
Tel.: +49 531 295-2240

Fax: +49 531 295-2220


Zuletzt geändert am: 30.09.2009 09:18:02 Uhr