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TerraSAR-X nimmt den operationellen Betrieb auf

9. Januar 2008

 Bewegte Wassermassen um die Insel Sylt (Oktober 2007)
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Deutscher Radarsatellit liefert Erdbeobachtungsdaten von höchster Qualität

Der deutsche Radarsatellit TerraSAR-X hat am 7. Januar 2008 den operationellen Betrieb aufgenommen. Diesen Termin haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die für die kommerzielle Vermarktung verantwortliche Infoterra GmbH nach erfolgreichem Abschluss des Operational Readiness Reviews im Dezember festgelegt.

Wissenschaftler und Ingenieure von DLR und EADS Astrium haben in den vergangenen Monaten die Inbetriebnahme des Satelliten und seine Kalibrierung vollzogen. Sie zeigen sich rundum zufrieden mit den hervorragenden Leistungen des TerraSAR-X-Systems. "Wir sind überglücklich, dass TerraSAR-X wie vorgesehen in Betrieb gehen kann und so fantastische Aufnahmen liefert", sagt Rolf Werninghaus, der Projektleiter des DLR für TerraSAR-X. "In den vergangenen fünf Monaten hat das Team hart daran gearbeitet, den Satelliten und die dazugehörigen Bodeneinrichtungen für diesen Moment vorzubereiten und die Datenverarbeitungskette zu optimieren, um das Beste aus den Bildprodukten heraus zu holen."

Erste Ergebnisse schon nach vier Tagen im All

 Gletscher in Patagonien (7. Januar 2008)
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Der deutsche Radarsatellit TerraSAR-X war am 15. Juni 2007 vom russischen Weltraumbahnhof in Baikonur in Kasachstan in eine erdnahe Umlaufbahn in 514 Kilometern Höhe gestartet. Bereits nach vier Tagen zeichnete das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum in Neustrelitz erste Daten auf. Diese wurden kurz darauf im DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung in Oberpfaffenhofen erfolgreich in erste Bildprodukte umgewandelt.

Seitdem wurde der Satellit in der so genannten Commissioning Phase weiteren Test unterzogen und insbesondere die Messinstrumente an Bord durch das DLR-Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme geeicht, so dass die erzeugten Bildprodukte den hohen Anforderungen von Wissenschaft und kommerziellem Markt genügen. In einem speziellen Review wurde kürzlich festgestellt, dass der Radarsatellit sowie die für seinen Betrieb und die Erstellung der Datenprodukte notwendigen Bodeneinrichtungen voll funktionsfähig und für die Aufnahme des operationellen Betriebes bereit sind. Die TerraSAR-X-Betriebsphase kann daher nun wie geplant beginnen. Die Missionskontrolle übernimmt dabei das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen.

 Überflutungen in Mexiko (November 2007)
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TerraSAR-X ist der erste deutsche Satellit, der im Rahmen einer so genannten Public Private Partnership zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Astrium GmbH in Friedrichshafen realisiert wurde. Der Satellit umkreist  die Erde auf einer polaren Umlaufbahn und nimmt mit seiner aktiven Antenne neuartige und hochwertige X-Band-Radardaten von der gesamten Erde auf. TerraSAR-X arbeitet unabhängig von Wetterbedingungen, Wolkenbedeckung und Tageslicht und ist in der Lage, Radardaten mit einer Auflösung von bis zu einem Meter zu liefern.  Die Nutzung von TerraSAR-X-Daten für wissenschaftliche Zwecke liegt in der Zuständigkeit des DLR, das auch die Konzeption und Durchführung der Mission sowie die Satellitensteuerung übernimmt. Astrium hat den Satelliten gebaut und beteiligt sich an den Kosten für Entwicklung und Einsatz des Satelliten. Die Infoterra GmbH, eine eigens zu diesem Zweck gegründete Tochtergesellschaft von Astrium, übernimmt die kommerzielle Vermarktung der Daten.

 


Kontakt
Dr. Niklas Reinke
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation

Tel.: +49 228 447-394

Mobil: +49 174 1955114

Fax: +49 228 447-386


Rolf Werninghaus
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
, Erdbeobachtung
Tel.: +49 228 447-587

Fax: +49 228 447-747


Zuletzt geändert am: 04.03.2009 22:29:31 Uhr