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Ilulissat-Eisfjord



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Ilulissat-Eisfjord
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In den Ilulissat-Eisfjord (40.240 Hektar) an der Westküste Grönlands, 250 Kilometer nördlich des Polarkreises, mündet der Sermeq Kujalleq, einer der wenigen Gletscher, die vom Grönländischen Eisschild ins Meer fließen. Er ist einer der aktivsten der Welt und weist mit 19 Meter pro Tag eine der höchsten Fließgeschwindigkeiten auf. Durch das so genannte Kalben verliert der Sermeq Kujalleq jährlich über 35 Kubikkilometer Eis - mehr als jeder andere Gletscher außerhalb der Antarktis und zehn Prozent der gesamten Eismasse, die Grönland durch "kalbende" Gletscher einbüßt. Bereits seit über 250 Jahren wird der Gletscher erforscht und hat dadurch erheblich zu unserem Wissen über Gletscher, Eisschilde und den Klimawandel beigetragen.

Rechts im Bild in der Nähe der Gletscherzunge sieht man die kleine Stadt Jakobshavn mit ihrem Flugplatz. Zur besseren Erkennbarkeit der Landmasse wurde dieses Falschfarbenbild mit einem Spektrum nahe dem Infrarotbereich aufgenommen. Diese Wellenlängen sind für das menschliche Auge nicht sichtbar. Bei einem solchen Bild leuchtet die Vegetation rot, das offene Wasser dagegen erscheint dunkel.

Das Bild wurde am 7. Juli 2001 vom Satelliten Landsat-7/ETM+ mit einer Auflösung von 15 Meter aufgenommen. Es zeigt ein Gebiet von 90 Kilometer mal 180 Kilometer.

Bild: GLCF/DLR.