Steigende Energiekosten, sich verändernde Kundenbedürfnisse, hohe Sicherheitsstandards und die Konkurrenz zu anderen Verkehrsmitteln wie dem Flugzeug oder dem Auto stellen die Hochgeschwindigkeitsforschung bei Zügen vor neue Herausforderungen. Im Projekt "Next Generation Train" (Zug der Zukunft) bündelt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) seine Kompetenzen auf dem Gebiet der Schienenfahrzeugforschung. DLR-Wissenschaftler arbeiten daran, den Zug von morgen leichter, energiesparender, komfortabler, sicherer und zugleich schneller zu machen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Aerodynamik.
DLR-Verkehrsforscher Sigfried Loose erklärt im DLR-Webcast die Bedeutung der aerodynamischen Gesetze und Effekte für die Entwicklung zukünftiger Hochgeschwindigkeitszüge. Im bis zu 170 Grad Celsius kalten Kryo-Windkanal am DLR-Standort in Köln lassen sich beispielsweise die Folgen von Seitenwind auf Modelle von Schnellzügen wie den ICE untersuchen. Das DLR verfügt über europaweit einzigartige Großforschungsanlagen im Bereich der Schienenfahrzeugforschung.