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News-Archiv Weltraum 2008

Berndt Feuerbacher neuer Präsident der International Astronautical Federation

3. Oktober 2008

 Berndt Feuerbacher
zum Bild Berndt Feuerbacher

Auf ihrem 59. Kongress in Glasgow haben die Mitglieder der "International Astronautical Federation" (IAF) einstimmig Prof. Dr. Berndt Feuerbacher vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu ihrem Präsidenten gewählt. Feuerbacher ist nach Gründungspräsident Eugen Sänger im Jahr 1951 der zweite Deutsche, der dieses Amt übernimmt.

Die Kernaufgaben seiner zukünftigen Arbeit sieht Berndt Feuerbacher in der Integration von aufstrebenden jungen Raumfahrtnationen durch die IAF in die internationale Raumfahrtkooperation. Ein zweiter Fokus seiner Aufgaben liegt in der intensiven Förderung von Nachwuchswissenschaftlern und in der Jugendarbeit. Einen dritten Schwerpunkt bilden fachlich ausgerichtete Kongresse wie beispielsweise die für 2010 in Peking geplante Fachtagung "Global Lunar Exploration Conference".

Feuerbacher leitete viele Jahre erfolgreich das DLR-Institut für Raumsimulation in Köln (heute: Institut für Materialphysik im Weltraum) und war Gründungsdirektor des DLR-Instituts für Raumfahrtsysteme in Bremen. Seine Wahl in dieses internationale Spitzenamt stärkt auch das Profil der Raumfahrtnation Deutschland: "Ich freue mich über diese Wahl, gibt sie mir doch die Chance, zugleich auch das DLR und die Kompetenz der Raumfahrtforschung in Deutschland auf internationaler Plattform sichtbarer zu machen", sagte Feuerbacher.

Berndt Feuerbacher übernimmt das Amt von seinem amerikanischen Kollegen James Zimmerman, der nach Ablauf der Regelamtszeit nicht mehr gewählt werden kann. James Zimmerman ist außerdem Geschäftsführer der Raumfahrt-Consulting Firma International Space Services. "Im Rahmen seiner Amtszeit hat Jim Zimmerman in mehr als vier Jahren exzellente Arbeit geleistet und das Ansehen der Föderation enorm gesteigert, die IAF hat ihm viel zu verdanken", unterstrich Feuerbacher.

Die International Astronautical Federation besteht seit 1951 und ist ein Zusammenschluss von etwa 200 institutionellen Mitgliedern aus der Raumfahrtforschung. Zu den Hauptaufgaben der Organisation zählen die Förderung von Raumfahrt-Kooperationen, der Austausch von Fachwissen auf dem Gebiet der Weltraumforschung sowie die Ausrichtung eines internationalen Kongresses pro Jahr. Der Kongress dient den Raumfahrt betreibenden Nationen zum übergreifenden, fachlichen Gedankenaustausch und dazu, gemeinsame Programme und Projekte voranzutreiben. Dabei wächst die IAF kontinuierlich, denn immer mehr Schwellenländer stoßen in den Hochtechnologie-Sektor Raumfahrt vor, der für sie zunehmend interessanter wird.

Besonderes Augenmerk legt die IAF auf die nächste Generation von Wissenschaftlern. Sie will junge Leute für technische Berufe und die Raumfahrt begeistern und damit der sinkenden Zahl von Studenten in den naturwissenschaftlichen Fächern entgegenwirken. Die Raumfahrt bietet hierfür eine hevorragende Plattform. Der nächste und damit 60. Kongress der IAF findet vom 12. bis zum 16. Oktober 2009 in Daejeon (Süd-Korea) statt.


Kontakt
Dr. Niklas Reinke
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation

Tel.: +49 228 447-394

Mobil: +49 174 1955114

Fax: +49 228 447-386


Erstellt am: 03.10.2008 16:00:00 Uhr