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News-Archiv Verkehr 2008

Assistenzsystem erleichtert Autofahren bei Seitenwind

23. April 2008

 Tests am Fahrsimulator
zum Bild Tests am Fahrsimulator

Weicht das Verhalten eines Fahrzeugs von dem gemäß der Lenkbewegung zu erwartenden Verhalten ab, kann ein mechatronisches Fahrwerk, bei dem mechanische und elektronische Funktionen zusammenwirken, eine Gegenbewegung auslösen. Der Fahrer hat es beim Gegenlenken leichter, er fährt sicherer. Dies ist eine von zahlreichen neuen Entwicklungen in der Verkehrsforschung, die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bei einer Präsentation ihrer Projekte in Köln vorstellten. Die Themen reichten dabei von der Verkehrsentwicklung über Verkehrsdatenerfassung und Verkehrsmanagement bis zu neuen Fahrzeugkonzepten, auch für die Schiene.

Unterstützung für den Fahrer bei allen Aufgaben

 Vorstandsvorsitzender Wörner am Fahrsimulator
zum Bild Vorstandsvorsitzender Wörner am Fahrsimulator

Die Forschungsarbeiten an mechatronischen Fahrwerken sind Teil des Projektes "Assistenz für Verkehrsteilnehmer", in das mehrere DLR-Institute ihre Kompetenzen einbringen. Ziel ist eine bedarfsgerechte Unterstützung des Fahrers bei allen Aufgaben, vom Stabilisieren des Fahrzeugs über das Manövrieren in schwierigen Verkehrssituationen bis hin zum sicheren Navigieren. Für sichere und energetisch optimale Assistenzsysteme schöpfen die DLR-Wissenschaftler das fahrdynamische Potenzial des Fahrwerks aus. Auch Verschleiß- und Komfortkriterien werden berücksichtigt. Dies soll durch eine bisher noch nirgends erreichte funktionale Integration vorhandener Sensorik und Aktuatorik geschehen.

 Tests im DLR-FASCar
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Das innovative Fahrwerk unterstützt den Fahrer beim stabilen Halten der Spur auch bei starkem Wind oder anderen Störungen. Dazu gleicht ein Regelungssystem ständig das zu erwartende Fahrverhalten mit den tatsächlichen Reaktionen des Fahrzeuges ab und steuert bei einer auftretenden Störung durch geeignete Eingriffe in das mechatronische Fahrwerk gegen. Die Wirksamkeit von Fahrwerkseingriffen wird im DLR mit Probanden im Fahrsimulator und im Versuchsfahrzeug FASCar ermittelt. Mit dem Wissen um die Belastung und Beanspruchung des Fahrers erarbeiten die DLR-Wissenschaftler auch Systeme zur Unterstützung bei der so genannten Querführung (zum Beispiel Warnen beim Verlassen der Spur) und Längsführung (zum Beispiel Halten angepasster Abstände). Entsprechende Systeme und Assistenzfunktionen wird das DLR auch beim FISITA World Automotive Congress vom 14. bis 19. September 2008 in München demonstrieren.


Kontakt
Cordula Tegen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation

Tel.: +49 2203 601-3876

Fax: +49 2203 601-3249


Anna Boos
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Verkehrssystemtechnik

Tel.: +49 531 295-3405

Fax: +49 531 295-3402


Dr.(PH.D.) Jakub Tobolar
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik
, Fahrzeug-Systemdynamik
Tel.: +49 8153 28-3969

Fax: +49 8153 28-1441


Erstellt am: 23.04.2008 14:10:00 Uhr