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News-Archiv Verkehr 2008

DLR-Versuchsfahrzeug "RailDriVE" testet Ortungssysteme auf Schiene und Straße

25. Juni 2008

 Offizielle Inbetriebnahme des DLR-Testlabors 'RailDriVE'
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Zum Test neuer Ortungstechnologien hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 24. Juni 2008 ein ungewöhnliches Versuchsfahrzeug in Betrieb genommen. Das mobile Labor RailDriVE kann gleichermaßen auf der Straße wie auf Schienen verkehren und so Versuche unabhängig von der jeweiligen Verkehrsinfrastruktur durchführen. DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Johann-Dietrich Wörner, Staatssekretär Dr. Josef Lange vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und Prof. Karsten Lemmer, Direktor des DLR-Instituts für Verkehrssystemtechnik, nahmen das Zweiwegefahrzeug offiziell in Betrieb.

 RailDriVE: Blick aus dem Cockpit
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"Mit der Testplattform RailDriVE baut das DLR seine Kompetenz für verkehrliche Anwendung neuer Ortungsmethoden aus", sagte Professor Wörner anlässlich der Jungfernfahrt. "Mit genauem Wissen über die Position von Straßen- und Schienenfahrzeugen können Kollisionen verhindert und Streckenkapazitäten bei gleicher oder sogar größerer Sicherheit erhöht werden. "Insbesondere im Bahnverkehr stellen hohe Geschwindigkeiten und große Fahrgastzahlen höchste Anforderungen an die Sicherheit und Verlässlichkeit solcher Systeme. Daher sind Tests im Labor und auf der Schiene feste Bestandteile der Entwicklung.

Mit dem RailDriVE werden Ortungs- und Sicherungssysteme erprobt, um die Effizienz und Sicherheit des Verkehrs zu erhöhen. Als Testplattform dient ein Lkw, der mit einer Reihe von Ortungssystemen ausgestattet wurde. Dazu gehören GPS (Global Positioning System), Radar, Wirbelstromsensor, Laser, Videokameras und optische Sensoren. Für den Betrieb auf dem Gleis fährt der Lkw zusätzlich Schienenräder aus, die über die Lkw-Räder angetrieben werden. Rasante Geschwindigkeiten erreicht das RailDriVE so nicht – für die Tests ist das auch nicht notwendig. Stattdessen bietet das Zweiwegefahrzeug einen wesentlichen Vorteil: Die Wissenschaftler können unabhängig vom Schienennetz Orte aufsuchen, die den jeweiligen Testbedingungen genügen, beispielsweise auch Höhenlagen ansteuern, wenn Tests bei Eis und Schnee geplant sind und der Winter gerade einmal wieder sehr mild ist.

 Mobil auf Schienen und Straßen: DLR-Versuchsfahrzeug 'RailDriVE'
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Im Weiteren wird das RailDriVE auch für Untersuchungen zur Videoüberwachung an Bahnübergängen, für die Erstellung digitaler Schienenwegskarten oder für die Ortung von Streckenausrüstungen wie Balisen (Sendeeinheit im Schienenbett) genutzt werden. Auch Kollisionsvermeidungssysteme lassen sich damit erproben. Das RailDriVE als mobiles Labor erweitert die Forschung des DLR zur Ortung. Dabei geht es um die Nutzung von Positionsdaten für den Verkehr genauso wie um die Entwicklung von Produkten für das zukünftige Europäische Satellitennavigationssystem Galileo.


Kontakt
Cordula Tegen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation

Tel.: +49 2203 601-3876

Fax: +49 2203 601-3249


Anna Boos
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Verkehrssystemtechnik

Tel.: +49 531 295-3405

Fax: +49 531 295-3402


Katrin Gerlach
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Verkehrssystemtechnik

Tel.: +49 531 295-3516


Erstellt am: 25.06.2008 09:30:00 Uhr