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News-Archiv Verkehr 2008

DLR-Studie zeigt Auswege aus drohendem Verkehrsinfarkt im Hafenhinterland

13. November 2008

 Viele Wege führen zum Hafen – was kann die Schiene leisten?
zum Bild Viele Wege führen zum Hafen – was kann die Schiene leisten?

Der Güterzugverkehr im Hinterland der norddeutschen Häfen Hamburg, Bremerhaven und dem künftigen Jade-Weser-Port Wilhelmshaven wird sich innerhalb der nächsten zehn Jahre nahezu verdoppeln. Die bestehende Verkehrsinfrastruktur ist mittel- und langfristig nicht in der Lage, die erwarteten Gütermengen aufzunehmen. Lösungsansätze zur Vermeidung des drohenden Verkehrsinfarkts auf der Schiene zeigt eine am 13. November 2008 vorgestellte Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Das DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik wertete in seiner Studie zu den so genannten Hafenhinterlandverkehren Untersuchungen einzelner Bahnstrecken und Maßnahmen aus. Zusammen mit Informationen der Eisenbahnbetreiber wurden die Ergebnisse nach einem einheitlichen Bewertungssystem beurteilt, so dass schließlich ein ganzheitliches Konzept für den niedersächsischen Hafenhinterlandverkehr mit entsprechenden Empfehlungen vorgelegt werden konnte. Das DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik forscht für den sicheren und effizienten Bahnbetrieb im Regional- und Fernverkehr.

Als Nadelöhre im Schienentransport haben sich laut Studie die Knoten in Hamburg und Bremen sowie die Strecken Hamburg-Hannover über Uelzen sowie Bremen-Hannover über Nienburg erwiesen. Ergänzend zu den langfristigen Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplanes und zum Sofortmaßnahmenprogramm können kurzfristige weitere Schritte Entlastung bringen. "Im Ergebnis zeigt sich, dass auch die nicht bundeseigenen Bahnen in Norddeutschland einen Beitrag zur Entlastung der Hauptengpässe leisten können", sagte Prof. Dr. Karsten Lemmer, Leiter des DLR-Institutes für Verkehrssystemtechnik. So könnten beispielsweise Teile der Strecke Bremen-Hannover und der Knoten Bremen entlastet werden. Möglich wäre dies durch die Umleitung der Züge aus Bremerhaven. Ein stufenweiser Ausbau der Strecken ließe ferner eine höhere Anzahl von Zügen zu. Das würde auch eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene fördern.


Kontakt
Jens Wucherpfennig
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Göttingen

Tel.: +49 551 709-2108

Fax: +49 551 709-12108


Dr.-Ing. Bärbel Jäger
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Verkehrssystemtechnik
, Bahnsysteme
Tel.: +49 531 295-3430

Fax: +49 531 295-3402


Zuletzt geändert am: 17.11.2008 09:40:40 Uhr