News Archiv 2002

"Feuerlupe" für australische Buschbrände

14. November 2002

DLR-Kleinsatellit BIRD unterstützt Sentinel-Projekt

Im Großraum Sydney hat die 'Feuersaison' in diesem Jahr besonders früh begonnen. Aus den Erfahrungen der vergangen Jahre wird in Australien die satellitengestützte Fernerkundung verstärkt zum Erkennen und zum Monitoring von Wald-, Busch- und anderen Vegetationsbränden heangezogen. Auch der experimentelle Kleinsatellit BIRD des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) spielt dabei eine Demonstrator-Rolle.

BIRD ist der weltweit erste dedizierte Prototyp-Satellit zur Fernerkundung von so genannten Hoch-Temperatur-Ereignissen. Er wurde im DLR-Standort Berlin Adlershof entwickelt und gebaut. Er wird zur Erkennung, zum gezielten Monitoring und zur energetischen Bewertung von Waldbränden, Kohleflözbränden,Torfbränden und zur Beobachtung vulkanischer Aktivitäten eingesetzt.

Im angelaufenen australischen Sentinel-Projekt werden relative grobe und nicht quantisierte Feuer-Daten-Produkte der operationellen Satellitensensoren MODIS (MODerate resolution Imaging Spectro-Radiometer), die auf den US-Satelliten "Terra" und "Aqua" in einem polaren Orbit betrieben werden, in ein elektronisches Kartensystem echtzeitnah eingefügt und über das Internet allen Feuerwehren und anderen mit dem Katastrophenmanagement befaßten Organisationen verfügbar gemacht. Dies zeigen Bild 1 und Bild 2. Episodisch sollen nun wesentlich höher aufgelöste und quantisierte BIRD-Daten, wie in den Bildern 3 und 4 dargestellt, nahezu gleichzeitig mit MODIS über australischen Feuern registriert, in diese Internet-Karten von Sentinel integriert werden.


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