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News Archiv 2003

Deutschland und Frankreich wollen in der Raumfahrt noch enger zusammenarbeiten

3. Juli 2003

Ariane 5 - Europas Zugang zum All.
Mehr Schub für die europäische Raumfahrt
DLR und CNES wollen als starke Partner Europa voranbringen

Köln - Deutschland und Frankreich wollen im Weltraum noch enger zusammenarbeiten: Das haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die französische Raumfahrtagentur CNES (Centre National d’Etudes Spatiales) am 3. Juli 2003 in Köln vereinbart. Der Vorsitzende des Vorstandes des DLR, Prof. Sigmar Wittig, und der Präsident des CNES, Yannik d’Escatha, beschlossen dabei, insbesondere in strategischen Bereichen enger zusammenzuarbeiten. Sigmar Wittig vom DLR erklärte: "Die nun noch engere Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich im Weltraum bringt Europa wissenschaftlich und technisch entscheidend voran. Zwei starke Partner können in schwierigen Situationen den manchmal doch schwerfälligen europäischen Organisationen neuen Schub verleihen. Die enge deutsch-französische Kooperation stärkt unsere Rolle als Global Player. Sie ist zugleich materielle Notwendigkeit wie auch politische Zukunftsverpflichtung."

Yannik d’Escatha vom CNES erklärte: "Wir werden, um die gemeinsamen Stärken ausspielen zu können, unsere Aktivitäten eng aufeinander abstimmen, insbesondere werden wir verstärkt unsere nationalen Positionen in Bezug auf die Eurpäische Weltraumorganisation ESA koordinieren und unsere bilaterale Zusammenarbeit durch gemeinsame Projekte im Bereich der Erdbeobachtung - dem wichtigen Bereich GMES - der zukünftigen Entwicklung der Trägersysteme und der Telekommunikation und Navigation durch Satelliten voranbringen." Bereits 2002 hatten DLR und CNES ihre Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Rahmenabkommen vereinbart.

DLR und CNES verfügen als starke Partner über rund 50 Prozent der europäischen Raumfahrtmittel

DLR und CNES sind enge Kooperationspartner in Europa. Gemeinsam tragen sie - mit etwa gleichen Anteilen - zum Raumfahrtprogramm der europäischen Raumfahrtagentur ESA mit mehr als 50 Prozent bei; für den Bereich der Träger sogar mit mehr als 70 Prozent. Die deutsch-französische Raumfahrtkooperation war und ist für Europas Eigenzuständigkeit im Weltraum wesentlich, insbesondere für den eigenen Zugang zum Weltraum mit dem System Ariane, der durch die zuständigen Minister anlässlich der letzten ESA-Ministerkonferenz am 27. Mai diesen Jahres in Paris bestätigt wurde. Mit der Vereinbarung kommen die beiden Regierungen und nationalen Einrichtungen ihrer international führenden Rolle nach.

DLR und CNES haben in ihrem Kooperationsprogramm für den Zeitraum 2003/2004 insbesondere Folgendes beschlossen:

  • Eine engere Zusammenarbeit in Projekten der Erderkundung: neue Instrumente der Erderkundung; komplementäre Nutzung von Radar- und optischen Daten; Gemeinsame Unterstützung eines unabhängigen europäischen GMES-Systems für Umwelt- und Sicherheitsbereich, der nächsten großen Herausforderung nach dem europäischen Satellitennavigationssystem GALILEO;
  • Eine verstärkte Zusammenarbeit für die nächste Generation eines europäischen Trägersystems, Abstimmung der jeweiligen Schwerpunkte; Die Entwicklung gemeinsamer Positionen zur europäischen Raumfahrtpolitik, dazu gehören auch die Positionen zu Raumfahrt im europäischen Verfassungsentwurf des EU-Konventes und die Ausarbeitung des Weißbuches zur europäischen Raumfahrtpolitik;
  • Die Erarbeitung von Vorschlägen zu einer künftigen Reform der ESA im Vorfeld der Aufnahme neuer Mitgliedsländer und in Fragen der Budgetverwaltung;
  • Eine verstärkte Kopplung von Forschungs- und Technologieaktivitäten in komplementären Bereichen beider Organisationen.
  • Eine erste Bilanz haben DLR und CNES für Anfang 2004 vereinbart. Dann sollen auch weitere Ziele definiert werden.

Erstellt am: 03.07.2003 14:10:00 Uhr