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News Archiv 2003

Satellit IKONOS ermöglicht schnelle Schadenserfassung der Waldbrände in Portugal

19. August 2003

Dieses IKONOS Satellitenbild vom 17.8.2003 zeigt Wald- und Siedlungsflächen des Ortes Pinheiro Grande in Zentralportugal. Der Bildausschnitt zeigt eine Fläche von 1,5 x 2,1 km, die durch die Waldbrände der vergangenen Wochen größtenteils zerstört wurde. Bitte klicken Sie zum Download einer hochaufgelösten Version (1.5 MB) auf das Bild. Bildrechte: European Space Imaging. Bildbearbeitung: DLR/DFD.
DLR und European Space Imaging (EUSI) unterstützen die portugiesischen Zivilschutzbehörden mit hochauflösenden aktuellen Satellitenbildern

Oberpfaffenhofen - Nachdem die verheerenden Waldbrände in Portugal abklingen, müssen das Ausmaß der Katastrophe erfaßt und die Aufräumarbeiten koordiniert werden. Das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) hat in Kooperation mit European Space Imaging (EUSI) erste hochauflösende Bilder des Satelliten IKONOS von den betroffenen Regionen in Portugal empfangen und ausgewertet.

IKONOS Satellitenbilder, die Objekte ab 1 Meter Größe erfassen, tragen dazu bei, einen genauen Überblick über die betroffenen Orte sowie den Schädigungsgrad zu bekommen. Die Bilder belegen, dass neben Wald- und Agrarland auch viele Ortschaften von den Bränden und ihren Auswirkungen betroffen sind. Die größten Zerstörungen zeigen sich in Zentralportugal zwischen den Städten Santarem und Castelo Branco sowie in den höher gelegenen Regionen der Algarve östlich der Stadt Aljezur.

Am oberen linken Bildrand ist die Ortschaft Pinheiro Grande in Zentralportugal zu sehen. Die Feuer haben sich auf ihrem Weg bis an den südlichen Rand der Siedlung "durchgefressen" und Teile davon zerstört. Die schwarzen Flächen im unteren Teil des Bildes zeigen die zerstörerische Wirkung der Feuer in der angrenzenden Hügellandschaft.

Das Satellitenbildmaterial und erste Auswertungen wurden den portugiesischen Zivilschutzbehörden bereits zur Verfügung gestellt. Die Auswertung des Datenmaterials wird kontinuierlich fortgeführt. Die enge Kooperation zwischen European Space Imaging (EUSI) und dem Krisenreaktionsteam des DLR ermöglicht eine schnelle Kartierung und Analyse der Auswirkungen von Naturkatastrophen aus dem Weltraum. Dies kann in Zukunft auch die rasche Reaktionsmöglichkeit von örtlichen Zivilschutzbehörden in Krisensituationen fördern.


Erstellt am: 19.08.2003 14:40:00 Uhr