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News Archiv 2003

Bundespräsident Johannes Rau feiert mit den beiden ersten deutschen Raumfahrern auf der DLR-Jubiläumsveranstaltung in Markneukirchen

30. August 2003

Bundespräsident Johannes Rau.
25 Jahre bemannte Raumfahrt in Deutschland
Die beiden ersten Deutschen im All stammen aus dem Vogtland

Köln/Markneukirchen - Auf einer Veranstaltung im Vogtland feierte Bundespräsident Johannes Rau am Samstag, 30. August 2003, in Markneukirchen zwei wichtige Jubiläen der deutschen Raumfahrt: 1978 startete mit Sigmund Jähn der erste Deutsche ins All, und fünf Jahre später (1983) war mit Ulf Merbold der erste westdeutsche Astronaut in der Umlaufbahn: "Ich freue mich darüber, dass die Leistungen dieser beiden ersten Deutschen im Weltraum heute nicht nur im Museum in Morgenröthe-Rautenkranz nebeneinander stehen, sondern auch über den Zufall, dass beide aus dem Vogtland stammen und sich - vielleicht auch deshalb - so gut verstehen", erklärte der Bundespräsident aus diesem Anlass. An der Veranstaltung, die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) organisiert und von der Europäischen Weltraumorganisation ESA unterstützt wurde, nahmen rund 1.000 Personen aus dem Vogtland und aus Sachsen, aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil, darunter Edelgard Bulmahn, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Sigmar Wittig, Vorstandsvorsitzender des DLR, sowie Jörg Feustel-Büechl, ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt. In einer Live-Schaltung zur Internationalen Raumstation ISS berichteten während der Veranstaltung die beiden Besatzungsmitglieder Jurij Malenchenko (Kommandant) sowie Edward Lu über ihren derzeitigen Aufenthalt im All.

Expertentalk zum Thema Raumfahrt.
Bei der Veranstaltung wurde neben den beiden Jubiläen der deutschen Raumfahrt auch die Space-Shuttle-Mission D-2 von 1993 mit dem deutschen Astronauten Ulrich Walter thematisiert, eine Mission, die in West und Ost gleichermaßen große Beachtung fand.

1978: Sigmund Jähn, der erste Deutsche im All

Vor 25 Jahren, am 26. August 1978, war Sigmund Jähn als erster Deutscher ins All aufgebrochen: Der Weltraumpionier stammt aus dem Vogtland (Morgenröthe-Rautenkranz, Sachsen), wo aus diesem Anlass eine Raumfahrtwoche begangen wurde. Mit seinem achttägigen Flug, bei dem Jähn 125mal die Erde umrundete und sie dabei mit der deutschen Kamera MKF-6m erforscht hat, ist er in Ost und West schlagartig bekannt geworden. Weniger bekannt ist, dass Jähn sich in den neunziger Jahren im so genannten Sternenstädtchen bei Moskau intensiv um die internationale Zusammenarbeit in der Raumfahrt verdient gemacht hat, zuerst für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), später für die Europäische Weltraumorganisation ESA: "Die Verdienste von Sigmund Jähn für die nun erreichte internationale und friedliche Zusammenarbeit im Weltraum können nicht hoch genug eingeschätzt werden", erklärte Prof. Sigmar Wittig, der Vorstandsvorsitzende des DLR, aus diesem Anlass.

Gruppenfoto "25 Jahre bemannte Raumfahrt in Deutschland".
1983: Ulf Merbold, der zweite Deutsche im Weltraum, ebenfalls ein Vogtländer

Vor 20 Jahren startete die erste Spacelab-Mission mit dem ersten westdeutschen Astronauten Ulf Merbold, der ebenfalls im Vogtland geboren ist. Das Weltraumlabor Spacelab wurde von der ESA entwickelt und der deutschen Raumfahrt-Industrie gebaut.

Live-Übertragung im Fernsehen, per Satellit und im Internet

Die Jubiläumsveranstaltung mit dem Bundespräsidenten wurde vom Nachrichtensender n-tv und dem Dokumentationskanal Phoenix live von 11 Uhr bis 12.30 Uhr übertragen. Zusätzlich wurde die Veranstaltung europaweit live per Satellit (Astra) ausgestrahlt. Weltweit konnte die Veranstaltung per Internet verfolgt werden. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie unter nebenstehendem Link.


Erstellt am: 30.08.2003 15:00:00 Uhr