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Girls' Day 2004 - Schülerinnen treffen Wissenschaftlerinnen im DLR

16. April 2004

Girls' Day 2003 im DLR
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Köln - Am 22. April 2004, dem bundesweiten "Mädchenzukunftstag", zeigen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) in Köln Schülerinnen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, wie spannend und vielfältig die Arbeit in der Raumfahrt ist.

Das DLR in Köln macht bereits zum vierten Mal beim Girls' Day mit. Der Girls' Day ist ein bundesweit organisierter Aktionstag, an dem sich Schülerinnen in Betrieben, Büros und Werkstätten, Forschungseinrichtungen und Institutionen über Ausbildungswege und Studiengänge informieren können, indem sie in verschiedene Berufe "hineinschnuppern" können. Gefördert wird dieser Mädchenzukunftstag u.a. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

"Mathe und Zahlen sind langweilig, Physik hat keinen Bezug zum wirklichen Leben", - das denken möglicherweise viele Schülerinnen heute. Mädchen interessieren sich meist weniger für Fächer, die mit Zahlen oder Technik zu tun haben. Sie entscheiden sich deshalb selten für einen naturwissenschaftlichen oder technischen Beruf. Dabei werden gerade diese Berufsbilder in der Zukunft besonders gefragt sein.

Dass die Naturwissenschaften weder langweilig noch lebensfremd sind, können die Schülerinnen am Girls' Day bei DLR und ESA selbst herausfinden: Sie können ein Windrad entwerfen, bauen und testen und haben Gelegenheit, Wissenschaftlerinnen und Technikerinnen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Sie erleben live mit, wie Daten und Bilder vom kürzlich ins All geschossenen "Kometenjäger Rosetta" im Kontrollraum des DLR empfangen werden.

Ob sie mit Mathematik und Naturwissenschaften tatsächlich so weit weg von Spannung und Leben sind, erfahren die Schülerinnen schließlich auch in den Gesprächen mit den "Space Girls" des DLR. Diese "Space Girls" sind Physikerinnen, Chemikerinnen, Ingenieurinnen, Medizinerinnen und Journalistinnen, die in der Raumfahrt arbeiten. In ungezwungenen Kleingruppen können sich die Schülerinnen z. B. mit einer Biophysikerin über ihre medizinischen Tests für Astronauten unterhalten und dabei erfahren, warum sie Biophysik zum Studium wählte oder wie sie zur Raumfahrt kam. Die Physikerinnen und Ingenieurinnen erzählen den Mädchen, was sie mit den Daten des Kometenjägers Rosetta machen oder wie sie von der Erde Transporte zur Internationalen Raumstation (ISS) koordinieren. Fragen zur Vielfalt der Arbeiten für die Raumfahrt oder zur internationalen Arbeit beantworten auch Journalistinnen, die täglich über die Raumfahrt sprechen und schreiben. In den Gesprächen erhalten die Schülerinnen ebenso Informationen über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten und Jobs in der Raumfahrt wie über die Förderung für Familien- und Berufsplanungen bei DLR und ESA.

Langfristig sollen diese Erlebnisse und Informationen den Mädchen eventuelle Vorurteile gegenüber naturwissenschaftlichen Berufen nehmen. Und vielleicht wird die eine oder andere, die beim heutigen Girls' Day dabei war, in ein paar Jahren selbst als "Space Girl" anderen Schülerinnen von ihrer Arbeit berichten.


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