Powerpack bei Benefizpaddeln im Praxistest
30. Januar 2007
Benefizpaddeln mit Brennstoffzelle
Mitarbeiter des Instituts für Technische Thermodynamik in Stuttgart beteiligte sich vor Weihnachten an der achten 'Heiße Herzen Fahrt' des Kanuclub CJD Schloss Kaltenstein in Vaihingen/Enz. Bei diesem Benefizpaddeln zu Gunsten schwerkranker Kinder setzten die DLR-Mitarbeiter ihren 'F-Cell Power Pack' als Brennstoffzellenantrieb auf einer vier Kilometer langen Flussabfahrt ein. Die Kinder durften sich bei dieser Aktion über einige hundert Euro an Spenden erfreuen und die DLR-Crew über den zweiten Platz des Kreativitätspreises.
Der gemeinsam mit der DMT GmbH aus Holzgerlingen entwickelte 'F-Cell Power Pack' versorgte bei der Benefizveranstaltung in Vaihingen/Enz einen Akkuschrauber mit elektrischer Energie. Dieser trieb über eine Gewindestange den in einer Holzkonstruktion gelagerten Propeller für den Antrieb eines Bootes an. In einer Bauzeit von nur wenigen Minuten stattete das Team des DLR Stuttgart das Boot mit dem Brennstoffzellenantrieb aus. Für die Wassergaudi haben die Ingenieure dabei bewusst auf eine einfache Technik zurückgegriffen. Bei Außentemperaturen um acht Grad Celsius nahmen über einhundert Kanufahrer die Strecke auf der Enz für den guten Zweck in Angriff. Beim ersten Außeneinsatz des Brennstoffzellensystems konnte auch der große Einsatzbereich des 'F-Cell Power Packs' unter Beweis gestellt werden. Auf der gesamten Strecke reichte ein einziger Hydridspeicher mit Wasserstoff für die Versorgung des selbst konstruierten Spaßbootes aus.
Mobiles Brennstoffzellen-System in modernem Industriedesign
Mit dem 300 Watt starken Antrieb waren inklusive Besatzung und Bordwerkzeug immerhin über 500 Kilogramm Gesamtgewicht zu bewegen. Unter Applaus des versammelten Publikums auf der Enzbrücke in Vaihingen liefen die Paddler nach einer Stunde Fahrtzeit im Ziel ein. Dort durften sich die Teilnehmer dann am Lagerfeuer wärmen und vom Jugendrotkreuz verpflegen lassen, während die Jury den alljährlichen Kreativitätspreis mit dem zweiten Platz an das DLR Team auslobte. Das bei der Veranstaltung zusammen gekom-mene Geld erhält in diesem Jahr ein behinderter Junge zur Finanzierung einer Spezialtherapie.