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Philae: Landung auf einem Kometen



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Philae: Landung auf einem Kometen
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Kometen sind Überbleibsel der Geburt unseres Sonnensystems vor viereinhalb Milliarden Jahren und damit wichtige Zeugen aus jener Zeit. Die meisten Kometen befinden sich in einer kugelförmigen Wolke, die sich bis an die Grenze unseres Sonnensystems ausdehnt. Der Einfluss der Sonne ist dort so schwach, dass sich die Kometen dort so gut wie nicht verändert haben. Wird die Bahn eines Kometen gestört, kann er in Richtung des inneren Sonnensystems abgelenkt werden. Innerhalb der Bahn des Jupiters sind die Temperaturen und der Druck des Sonnenwindes so hoch, dass die Kometen aktiv werden und ihre Koma und die charakteristischen Schweife ausbilden.

Kometen könnten eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Leben gespielt haben, denn sie enthalten komplexe, kohlenstoffhaltige Moleküle. Die Mission Rosetta der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist das derzeit ehrgeizigste Projekt zur Erforschung von Kometen. Die Sonde startete im März 2004 und wird im Mai 2014 zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter den Kometen Tschurjumow-Gerasimenko erreichen, bevor dieser aktiv wird. Die Sonde schwenkt zunächst in eine Umlaufbahn um den Kometen ein, um erste Messungen durchzuführen und nach einer Landestelle zu suchen. Dann wird sich das Landegerät Philae vom Mutterschiff lösen und auf dem Kometen aufsetzen - dies wurde in der Geschichte der Raumfahrt noch nie versucht. Nach der Landung begleiten Rosetta und Philae den Schweifstern auf seinem mehrmonatigen Weg zum sonnennächsten Punkt. Philae wurde von einem internationalen Konsortium unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt.

Bild: DLR.
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