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Rosetta erfolgreich gestartet

2. März 2004

DLR-Vorstandsvorsitzender Wittig: Großer Erfolg für Europa und Deutschland

 Start der Ariane 5 G+ am 02.03.2004 vom Europäischen Weltraumbahnhof Kourou mit der Rosetta-Sonde
zum Bild Start der Ariane 5 G+ am 02.03.2004 vom Europäischen Weltraumbahnhof Kourou mit der Rosetta-Sonde

Kourou/Köln – Die europäische Kometenmission Rosetta, an der Deutschland wesentlichen Anteil hat, ist erfolgreich gestartet. Die Ariane 5-Rakete hob pünktlich um 08.17 Uhr MEZ vom Europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab. Rund zwei Stunden später erfolgte die Separation der Rosetta-Sonde und damit das Einschwenken auf ihre endgültige Flugbahn: "Ein erfolgreicher erster Schritt für eine lange Reise", erklärte Prof. Sigmar Wittig, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der den Start im Rosetta Lander-Kontrollzentrum des DLR in Köln-Porz verfolgte: "Der erfolgreiche Start der Mission Rosetta zeigt, dass wir in Europa auch extrem schwierige Aufgaben bewältigen können, wenn wir sie zusammen angehen: Es ist ein großer Erfolg für Europa und auch für Deutschland, das den wichtigsten Beitrag zu dieser Mission geleistet hat. Wir freuen uns nun zusammen mit unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf die spannenden Forschungsaufgaben auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko, der uns über die Entstehung unseres Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren Auskunft geben wird", erklärte er.

Gut zwei Stunden nach dem Start wurde die Rosetta-Sonde durch Zündung der Raketenoberstufe und die anschließende Abtrennung auf ihre endgültige Flugbahn gebracht. Die Raketenoberstufe EPS wurde vom DLR-Institut für Raumfahrtantriebe in Lampoldshausen getestet und von EADS Space Transportation in Bremen gebaut. Die Oberstufe EPS beschleunigte im Rahmen der Rosetta-Mission erstmals - nach einem 105-minütigen antriebslosen ballistischen Flug - eine Sonde auf 40.000 Stundenkilometer Fluchtgeschwindigkeit. Erst mit dieser Geschwindigkeit ist ein Verlassen des Erdorbits möglich. "Eine technologische Leistung, auf die EADS und das DLR sehr stolz sein können", so Prof. Wittig.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln hatte wesentliche Anteile am Bau des Kometen-Landegeräts Philae, ihm obliegt außerdem die Projektsteuerung des Lander-Konsortiums. Die Landeeinheit Philae geht zurück auf eine Initiative des DLR und der Max-Planck-Gesellschaft. Mit vielfältigen wissenschaftlichen und finanziellen Beiträgen ist Deutschland die wichtigste Nation bei dieser Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA.


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Landung auf kosmischem Schneeball geplant (http://www.dlr.de/dlr-rosetta/desktopdefault.aspx/tabid-242/382_read-2676/usetemplate-print/)