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Rosettas Vorbeiflug am Mars

2. März 2007

 Mars und Rosetta
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In der Nacht vom 24. zum 25. Februar 2007 hat die Kometensonde Rosetta erfolgreich ein kritisches Swing-By-Manöver am Mars durchgeführt. Genau um 2:57 Uhr ist die Raumsonde in nur 250 Kilometer Entfernung zur Oberfläche mit etwa 36.000 Kiometern pro Stunde am Roten Planeten vorbeigeflogen. Dabei war auch das Landegerät Philae eingeschaltet und hat spektakuläre Bilder von der Kamera CIVA zur Erde gefunkt. Darauf sieht man deutlich die Solarpanele der Rosetta-Sonde vor der Mars-Scheibe. Auch das Magnetometer des Landers war aktiv. Der Bow-Shock (der entsteht, wenn die geladenen Sonnenwindteilchen auf Unterschallgeschwindigkeit abgebremst werden) ist in den Messungen klar zu erkennen.

Philae wurde dabei zum ersten Mal in einem voll autonomen Modus, also mit der Energieversorgung über die eigenen Batterien und elektrisch entkoppelt vom Orbiter, betrieben. Dies war ein wichtiger Systemtest für den späteren Betrieb am Kometen. Der Lander wurde vom Lander Kontrollzentrum (LCC) im DLR-MUSC in Köln kommandiert. Hier werden auch die Systemdaten ausgewertet.

 Magnetfeldmessung während des Vorbeiflugs der Rosetta-Sonde am Mars
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Kosmisches Überholmanöver und gemeinsamer Fototermin am Roten Planeten (http://www.dlr.de/dlr-rosetta/desktopdefault.aspx/tabid-1/86_read-7819/usetemplate-print/)