Glossar

 

Das Glossar des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erläutert kurz und verständlich Fachbegriffe der DLR-Forschungsthemen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr. Außerdem beinhaltet es einen bereichsübergreifenden, allgemeinen Teil.

Luftfahrt

 

Aeroelastik Forschungszweig, der die Wechselwirkung zwischen elastischen Körpern und ihrer Umströmung untersucht (Beispiele sind der windbewegte Grashalm ebenso wie das gefürchtete Flugzeugflattern).
Anstellwinkel Winkel der Zuströmung an einem Tragflügel = Profil.
Auftrieb Anteil der Luftkraft senkrecht zur Bewegungsrichtung.
EUCOMAS European Conference on Materials and Structures in Aerospace. Erster europäischer Kongress für Werkstoffe und Strukturen in der Luft- und Raumfahrt. Initiator und Leiter der vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) veranstalteten Konferenz ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Grenzschicht Bereich der Strömung nahe der Körperoberfläche (einige Millimeter bis Zentimeter), in dem Reibungseinflüsse maßgeblich sind.
Hypersonisch … ist eine Strömung mit Realgaseffekten.
Instationär … sind zeitlich veränderliche Strömungen, hervorgerufen durch Ablösung von der umströmten Körperoberfläche oder Bewegungen oder Verformungen der Oberfläche; siehe Aeroelastik.
Laminar … ist eine Strömung, insbesondere Grenzschicht, ohne Durchmischung des Mediums (Gegensatz: turbulent).
LAPAZ Luft-Arbeits-Plattform für die Allgemeine Zivilluftfahrt. Automatisches Flugsteuerungssystem für Luftarbeitsflugzeuge.
Laser Lichtschnitt Optisches Verfahren, um Strukturen der Strömung in einer Schnittebene sichtbar zu machen.
LIFTING_LINE Ein Mehrfach-Traglinienverfahren für Entwurf und Nachrechnung nichtplanarer Flügelanordnungen.
LINA Forschungsprojekt zu satelliten- und bodengestützten Anflugsystemen.
LoKoST Im Verbundprojekt LoKoST werden innovative Faserverbundkunststoff (FVK)-Technologien in einem ganzheitlichen Entwicklungs- und Arbeitsansatz weiter entwickelt, um signifikante Fertigungskosten- und Gewichtsreduzierungen bei Hochleistungs-FVK Strukturen zu erzielen.
Machzahl (= Ma) Verhältnis von Fluggeschwindigkeit zur Schallgeschwindigkeit.
ManuTurb Innovative Fertigungsverfahren für Turbinen.
ME2 Turbine Verbundprojekt zur Steigerung der Effizienz und elektrischen Leistung einer Turbine.
MechaMod Integralprojekt zur Gesamttriebwerksmechanik und -modellierung sowie zu Methoden zur Vorhersage des Betriebsverhaltens.
M-FLY Forschungsverbund für die flugphysikalische Entwicklung emissionsärmerer und wirtschaftlicherer Flugzeuge und Hubschrauber mittels neuer numerischer und experimenteller Methoden.
ModAw Verbundvorhaben für moderne Auslegungswerkzeuge für Triebwerke der nächsten Generation.
MUNA Verbundprojekt zum Management und zur Minimierung von Unsicherheiten in der Numerischen Aerodynamik.
NABIS Forschungsprojekt zu neuen Anwendungen von individuellen Rotorblattsteuerungen.
NEMES Forschungsverbund zu neuen metallischen Luftfahrtstrukturen.
NERSOP Verbundprojekt zur Betriebsgeräuschreduktion suboptimal operierender Propeller.
NT-GTF Forschungsprojekt zu neuen Technologien für extrem leise Getriebefankonzepte.
PAVE

Pilot Assistant in the Vicinity of Helipads. Forschungsprojekt zur Entwicklung eines flugtauglichen Piloten-Assistenzsystems, das auf dem "Fliegenden Hubschrauber-Simulator" ACT/FHS des Typs Eurocopter EC 135 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erprobt wird.

Prandtlrohr Sonde zur örtlichen Messung des Staudrucks; dient zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit.
Profil Querschnitt durch den Tragflügel in Zuströmrichtung.
Projekträger in der Luftfahrtforschung Das Programm ist auf die Förderschwerpunkte Verkehrswachstum, Umweltschonung, Sicherheit und Passagierfreundlichkeit sowie Wirtschaftlichkeit und Wertschöpfung ausgerichtet. Darüber hinaus wird damit ein Beitrag zur Sicherung hoch qualifizierter Arbeitsplätze in Deutschland in einem sich stetig verschärfenden internationalen Wettbewerb geleistet.
ProKnos Verbundvorhaben zur Prozessgestaltung für werkstoffhybride Knotenstrukturen.
RAPID Verbundprojekt zur Herstellung eines Technologieträgers für einen Flugzeug-Rumpf zweiter Generation.
Realgaseffekte …treten bei hohen Temperaturen auf, wenn die Strömung durch chemische Reaktionen der Gasmoleküle beeinflusst wird (Wiedereintrittsprobleme der Raumfahrt oberhalb Ma = 6).
Reynoldszahl Verhältnis von Trägheits- zu Reibungskräften in der Strömung.
RobusTurb Verbundprojekt für Entwurfskonzepte zur effizienten und robusten Auslegung von Hochdruckturbinen.
Schallgeschwindigkeit Geschwindigkeit, mit der sich Druckwellen in der Strömung ausbreiten. Sie nimmt mit der Temperatur rasch ab (also auch mit der Flughöhe).
Schlierenoptik Optische Einrichtung, die Unterschiede der Gasdichte in der Strömung sichtbar macht.
SCOUT-03 Stratospheric-Climate Links with Emphasis on the Upper Troposphere and Lower Stratosphere. EU-Projekt zur Erforschung des Spurenstofftransports zwischen Troposphäre und Stratosphäre. In dem Projekt arbeiten 60 europäische Forschungsinstitute und Universitäten zusammen, darunter auch das Institut für Physik der Atmosphäre des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Slung Load Forschungsprojekt des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik zur Entwicklung eines Verfahrens zur Lastpendeldämpfung an Hubschraubern.
SMARTNET Forschungsvorhaben zur intelligenten, elektrischen Stromversorgung für Hubschrauber.
SRA Strategic Research Agenda. Strategischer Forschungsplan des ACARE (Advisory Council for Aeronautics Research in Europe). Aus diesem Programm leitet sich das Luftfahrt-Forschungsprogramm des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) maßgeblich ab.
STAAARTE Scientific Training and Access to Aircraft for Atmospheric Research throughout Europe. EU Trainings- und Zugangsprojekt für die Nutzung von Forschungsflugzeugen.
Staudruck Dynamischer Druck der Zuströmung.
Strömung Strömendes Medium in der nahen und weiteren Umgebung eines umströmten Körpers.
Subsonisch … ist die Unterschallströmung (Ma < 1; ein Propellerflugzeug fliegt bis Ma = 0,6).
Supersonisch … ist die Überschallströmung (Ma > 1; beim Überschallflug erreichen Druckstörungen vom Flugzeug den Beobachter erst nach dem Vorbeiflug).
TECHMOCUM Verbundvorhaben mit der Aufgabe, strukturelle Konstruktionskonzepte und Auslegungsprinzipien für bestimmte, kritische Rumpfbereiche zu erarbeiten, zu vergleichen und zu bewerten.
TRACE Turbo Machinery Research Aerodynamic Computational Environment. Programmsystem zur Berechnung der dreidimensionalen instationären Strömung in mehrstufigen Verdichter- und Turbinenkomponenten.
Transsonisch … ist Zuströmung unterhalb der Schallgeschwindigkeit, wenn irgendwo am Fluggerät schon Überschallströmung und möglicherweise Verdichtungsstöße auftreten (Airbus A300 fliegt bis Ma = 0,84).
TROCCINOX Tropical Convection, Cirrus and Nitrogen Oxides Experiment. Projekt zur Erforschung von Stickoxiden in der Atmosphäre.
Triebwerkskonzepte … werden am Institut für Antriebstechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt, um die vorhandenen Potentiale zur Verbesserung der Gasturbine für Luftfahrt und Kraftwerk zu erschließen. Wirtschaftlichkeit, Entwicklungsrisiko, Sicherheit und Umweltaspekte, wie Minderung schädlicher Abgasemissionen und Lärm, werden vorrangig bearbeitet.
Turbulent …ist eine Strömung, insbesondere in der Grenzschicht, mit Durchmischung des Mediums (Gegensatz: laminar).
VerDeMod Forschungsvorhaben zu Verdichterdesign und -modellierung für Vision 10 Triebwerkskonzepte.
VPN Seat Drahtlose Netzwerkkommunikation in Flugzeugen, innovative Kabinentechnologie.
Zuströmung Relativbewegung zwischen Luft und Fluggerät. Sie wird durch die Zuströmungsgeschwindigkeit nach Größe und Richtung angegeben, in ruhender Luft ist sie gleich der Fluggeschwindigkeit. Im Windkanal ist dies der ungestörte Strömungszustand vor dem Modell.

Raumfahrt

 

ADL Advanced Disk Laser. Leistungsstarkes, diodengepumptes Festkörperlasersystem hoher Brillanz zur Untersuchung von diversen Verbrennungsvorgängen unter Schwerelosigkeit mit Hilfe von Laserlicht.
AFO 2000 Atmosphärenforschung 2000. Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) von 2000 bis 2006. Forschungsziele waren: Verbesserung des Systemverständnisses der Atmosphäre, Entwicklung und Bereitstellung von Instrumenten für die Umweltpolitik sowie Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Atmosphärenforschung.
Airbus A300 Zero-G Parabelflugzeug zur Schwerelosigkeitsforschung.
AMS Alpha Magnetic Spectrometer. Detektor für die kosmische Teilchenstrahlung aus dem Weltall. Es soll 2009 auf der Internationalen Raumstation ISS angebracht und dort drei Jahre lang betrieben werden. Mit seinem komplexen Aufbau, dessen Kernstück ein supraleitender Magnet ist, lassen sich die verschiedensten geladenen Teilchen identifizieren und über einen weiten Energiebereich ihr Energiespektrum messen.
Ariane Europäische Trägerfamilie für den Raumtransport.
AsteroidFinder Eine vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geplante Kompaktsatellitenmission. Ziel ist es, Asteroiden aufzuspüren, deren Bahnen sich vollständig innerhalb des Erdorbits befinden, so genannte "Inner Earth Objects" (IEOs).
Astrolab Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation ISS mit Thomas Reiter vom 4. Juli bis zum 22. Dezember 2006.

Astronautenzentrum EAC

Das Europäische Astronautenzentrum EAC (European Astronaut Centre) der Europäischen Weltraumorganisation ESA befindet sich in Köln-Porz auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
ATV Automated Transfer Vehicle. Europäisches Raumfahrzeug, das unbemannt Fracht zur Internationalen Raumstation ISS transportieren kann. Erster erfolgreicher Start war am 9. März 2008.
BEST 2 Berlin Exoplanet Search Telescope. Das Teleskop dient der photometrischen Messung von Sternlichtintensitäten und damit der Suche nach extrasolaren Planeten.

BEXUS
Ballon-Experimente für Universitäts-Studenten. Das deutsch-schwedische Programm BEXUS bietet Studenten die Möglichkeit, wissenschaftliche und technische Experimente auf Ballonen unter speziellen Atmosphärenbedingungen durchzuführen.
BIRD Bispectral InfraRed Detection. Mit dem Satelliten BIRD wird eine neue Generation von Infrarotsensoren im Weltraum erprobt sowie völlig neue Daten der Fernerkundung von Feuer und Festland gewonnen. Außerdem dient er als Demonstrator für neue Kleinsatellitentechnologien. BIRD ist am 22. Oktober 2001 erfolgreich von Indien aus gestartet.
Cardiolab Modulare Multi-Diagnoseanlage für die Herz-Kreislauf-Forschung an Bord des europäischen Weltraumlabors Columbus auf der Internationalen Raumstation ISS.
Cassini-Huygens Interplanetare Mission zur Erforschung des Planeten Saturn. Insbesondere sollen seine Magnetosphäre, die Atmosphäre und das Ringsystem untersucht werden. Weitere Ziele sind die Erforschung des größten Saturnmondes Titan, der als einziger Mond im Sonnensystem eine dichte Atmosphäre besitzt, und der eisigen Monde.
CHAMP Challenging Minisatellite Payload. Ein am GeoForschungsZentrum Potsdam konzipierter Forschungssatellit, der aus niedriger Erdumlaufbahn Beiträge zur Erforschung des Erdmagnetfeldes und Erdschwerefeldes sowie zur Atmosphärenphysik leistet. CHAMP ist am 15. Juli 2000 gestartet.
Cluster II Satellitenquartett zur Erforschung der Erdmagnetosphäre. Bisherige Magnetosphären-Missionen ließen es nicht zu, zeitliche Änderungen von räumlichen Variationen zu unterscheiden. Um diese Trennung zumindest in einer ersten Näherung zu ermöglichen, braucht man mindestens vier nicht in einer Ebene liegende Messpunkte, also eine Gruppe von vier Satelliten mit identischer Instrumentierung. Mit Cluster II wird diese Möglichkeit zum ersten Mal eröffnet. Ziel der Mission ist es, die Vorgänge an den Grenzschichten im Detail zu untersuchen.
Columbus Das europäische Weltraumlabor Columbus startete am 7. Februar 2008, um an der Internationalen Raumstation ISS anzudocken. Mit einer geplanten Lebensspanne von mindestens zehn Jahren ermöglicht es Langzeitforschung unter Weltraumbedingungen. Das Columbus-Kontrollzentrum befindet sich beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen.
COMED Entwicklungs- und Demonstrationsprojekt für Multimedia-Satellitennetze.
CoRoT Convection, Rotation and planetary Transits. CoRoT ist der erste Satellit, der von einer Erdumlaufbahn aus systematisch nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems sucht.
DAWN Raumsonde zur Erforschung der Asteroiden Ceres und Vesta. Die Mission startete am 27. September 2007.
DEOS Deutsche Orbitale Servicing Mission. Entwicklung und Erprobung von Technologie für den Einsatz von Robotik und Automation sowohl im Erdorbit als auch in komplexen Explorationsprojekten. Die Demonstration von Maßnahmen zum Erhalt oder der kontrollierten Entsorgung von erdnahen Satelliten mit Hilfe von Robotersatelliten ist das wesentliche Ziel der im Rahmen des Nationalen Raumfahrtprogramms derzeit diskutierten Mission.
DeCOVER Entwicklung eines Verfahrens zur Aktualisierung von Landbedeckungsdaten für öffentliche Aufgaben.
DMS-R Data Management System. Europäisches Daten-Management-System für das russische Segment auf der Internationalen Raumstation ISS.
Earth Explorer Teil des ESA-Erderkundungsprogramms "Living Planet", das insbesondere Hintergrundforschung aus dem All betreibt.
Earth Watch Initiative der UN zur Koordinierung, Harmonisierung und Initiierung von Aktivitäten zur Umweltbeobachtung aller UN-Agenturen. Wesentliche Bestandteile sind dabei Fernerkundungsverfahren. Es ist damit auch Teil des ESA-Erdbeobachtungsrahmenprogramms.
EGNOS European Geostationary Navigation Overlay Service. Der Navigationsdienst EGNOS basiert auf der Kombination eines Satelliten- und Bodensystems, das mit GPS arbeitet, aber für Europa präzisere Daten zur Positionsbestimmung liefert. EGNOS erweitert das bestehende militärische Navigationssystem GPS für zivile sicherheitskritische Anwendungen vor allem im Luftverkehr, aber auch für den Schienenverkehr und die Schifffahrt. Die Genauigkeit der Positionsbestimmung wird von zirka 20 Metern auf rund zwei Meter durch die Kombination von GPS mit EGNOS verbessert. Gleichzeitig erhöht sich für Europa die Verfügbarkeit der Navigationssignale. Außerdem wird ein zusätzliches Kontrollsignal (Integrität) gesendet, das die Nutzer vor fehlerhaften Signalen warnt.
EnMAP Environmental Mapping and Analysis Programme. Hyperspektralsatelliten zur Erdbeobachtung. Hyperspektralinstrumente registrieren die von der Erde reflektierte Sonnenstrahlung vom sichtbaren Licht bis hin zum nahen Infrarot. Dies ermöglicht präzise Aussagen über Zustand und Veränderungen der Erdoberfläche. Der Start ist für 2015 geplant.
:envihab Environmental habitat. Das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln beabsichtigt, im Rahmen der NRW-Initiative Regionale 2010 den Neubau einer der Öffentlichkeit in Teilbereichen zugänglichen wissenschaftlichen Forschungsanlage, genannt "envihab", zu realisieren. Die Forschungsanlage soll sich langfristig mit den komplexen Fragestellungen eines geschlossenen Lebenserhaltungssystems und der Wechselwirkung Mensch und Umwelt befassen.
Envisat Seit 2002 umkreist der bislang größte europäische Umweltsatellit Envisat (Environmental Satellite) die Erde. Er liefert Daten über den Zustand der Atmosphäre, Landoberfläche, Ozeane und Eisdecken und leistet damit erhebliche Entscheidungshilfen für die Umweltpolitik.
EOMD Earth Observation Marked Development. Teil des Erdbeobachtungsprogramms der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Hier steht die Marktentwicklung von Erdbeobachtungsdaten im Mittelpunkt.
ERA Europäischer Robotik-Arm für die Internationale Raumstation ISS.
ERS European Remote Sensing Satellite. Europäischer Fernerkundungssatellit, Vorläufer zum Envisat-System. Start: 1991 (ERS-1) und 1995 (ERS-2).
ESA European Space Agency. Europäische Weltraumorganisation.
ETD Eye Tracking Device. Eine Experimentanlage zur Untersuchung von Anpassungsreaktionen des Gleichgewichtssystems sowie von Phänomenen der räumlichen Orientierung in der humanphysiologischen Forschung und medizinischen Diagnostik.
ESOC European Space Operations Centre. Das ESOC in Darmstadt ist das Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA.
EUCOMAS European Conference on Materials and Structures in Aerospace. Erster europäischer Kongress für Werkstoffe und Strukturen in der Luft- und Raumfahrt. Initiator und Leiter der vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) veranstalteten Konferenz ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
EUMETSAT Europäische Organisation zur Nutzung der Wettersatelliten (Meteosat). Aufbereitung und Analyse der gewonnen Wetter- und Klimadaten.
EVIVA ENVISAT Value Adding for Continuous Monitoring of Atmospheric Trace Gases and Aerosols.
Fallturm Bremen Der Fallturm in Bremen beim Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) ist eine in Europa einzigartige Forschungseinrichtung, in der seit 1990 täglich wissenschaftliche und technologische Experimente unter Schwerelosigkeit durchgeführt werden können. Dazu werden die entsprechenden Experimentanlagen in eine Kapsel integriert, die während ihres freien Falls aus einer Höhe von 120 Metern innerhalb des Turms für die Dauer von 4,74 Sekunden einer Schwerelosigkeit von weniger als einem Hunderttausendstel der normalen Erdschwerkraft ausgesetzt ist.
FLPP Future Launcher Preparatory Programme. Programm der Europäischen Weltraumorganisation ESA für vorbereitende Studien eines zukünftigen europäischen Trägersystems.
FOTON Unbemannte russische Forschungskapsel für die Forschung unter Weltraumbedingungen.
Galileo Galileo ist das europäische Satellitennavigationssystem, das weltweit Daten zur genauen Positionsbestimmung liefern soll. Derzeit existieren bereits die militärisch kontrollierten Systeme GPS, das von den USA betrieben wird, und das russische GLONASS. Galileo soll zukünftig die Unabhängigkeit Europas gewährleisten. Da der offene Dienst von Galileo mit der nächsten Generation des GPS-Systems harmonisiert ist, wird es zukünftig Navigationssignale von bisher nicht vorhandener Verfügbarkeit und Verlässlichkeit für den Massenmarkt geben.
GalTeC Galileo Technology Center. GalTeC ist eine von der Galileo-Entwicklung unabhängige Referenz mit Dienstleistungen zur eigenständigen Charakterisierung, Erprobung und Auslegung von Services der weltweiten Satellitennavigationssysteme (GNSS-Dienstleistungen).
GATE Galileo Test- und Entwicklungsumgebung. Vor dem Hintergrund des Aufbaus des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo wird die Entwicklung von Anwendungen, die darauf basieren, immer wichtiger. Im Rahmen des vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Auftrag gegebenen Projektes GATE wurde in Berchtesgaden eine bodengebundene, realistische Testumgebung aufgebaut. Diese dient dazu, speziell die Empfänger- und Anwendungsentwickler bei der Entwicklung ihrer Produkte für Galileo zu unterstützen.
GEO Group on Earth Observations. Seit der konstituierenden Vollversammlung Anfang Mai 2005 führt das zwischenstaatliche Forum "Group on Earth Observations" Regierungen und relevante internationale Organisationen zur Koordinierung ihrer Erdbeobachtungsaktivitäten auf freiwilliger Basis zusammen und treibt die Etablierung von GEOSS voran.
GEOSS Global Earth Observation System of Systems. Ziel dieser Initiative ist die Schaffung eines umfassenden, koordinierten und nachhaltigen Erdbeobachtungssystems von Systemen. GEOSS zielt auf den Informationsbedarf der internationalen Umweltkonventionen der Vereinten Nationen und auf die Unterstützung von Entwicklungsländern ab.
Gewässerfernerkundung Schwerpunkt der Organisationseinheit Gewässerfernerkundung des DLR-Instituts für Methodik der Fernerkundung ist die Entwicklung und Validierung von Algorithmen und Auswerteverfahren hyperspektraler optischer und Synthetik-Apertur-Radardaten der Meere und Binnengewässer. Das Ziel der Arbeiten ist die Ableitung biologischer, ökologischer und meteo-mariner Parameter zur Überwachung biologischer und ökologischer Zustandsgrößen von Küsten- und Binnengewässern und deren Veränderung. Diese dienen zur Wind-, Seegangs- und Eiskartierung sowie zur Verbesserung von Vorhersagemodellen für Küsten- und Gewässermanagement.
GLAST Gamma-ray Large Area Space Telescope. Der zunächst als GLAST bezeichnete Satellit wurde nach erfolgreicher Inbetriebnahme (Start: 11. Juni 2008) in "Fermi Gamma-ray Space Telescope" umbenannt. Der GLAST-Satellit trägt als Hauptinstrument ein abbildendes Gammastrahlen-Teleskop, das LAT (Large Area Telescope), das kosmische Gammastrahlung messen soll. Seine Leistung geht weit über das hinaus, was ähnliche Instrumente bei früheren Raumflugmissionen leisten konnten.
GMES Global Monitoring for Environment and Security. Gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission und der Europäischen Weltraumorganisation ESA für globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung. Ziel ist es, durch eine arbeitsteilige Zusammenarbeit in Europa eine eigenständige, dauerhaft verfügbare, kosteneffiziente und nutzerfreundliche Beobachtungskapazität für politische Entscheidungsträger zu schaffen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit seinem nationalen Erdbeobachtungsprogramm eine starke Kompetenz aufgebaut und eine Reihe von Missionen wie TerraSAR-X, TanDEM-X, RapidEye und EnMAP ins Leben gerufen, die in GMES nachhaltig benötigt und zukünftig genutzt werden.
GOMOS Global Ozone Monitoring by Occultation of Stars. Atmosphärischer Sensor an Bord des im März 2002 gestarteten europäischen Umweltsatelliten Envisat (Environmental Satellite), der die Zusammensetzung der Strato- und Mesosphäre, insbesondere Ozon, überprüft.
GOME-2 Global Ozone Monitoring Experiment. Bei dem Spektrometer GOME-2, das sich auf dem Wettersatelliten MetOp befindet, handelt es sich um die neue, verbesserte Generation des bereits auf dem Satelliten ERS-2 verwendeten abtastenden Spektrometers. Es wurde zur Überwachung der Ozon- und Spurengaskonzentration in der Erdatmosphäre entworfen.
GRACE Gravity Recovery and Climate Experiment. Mit Hilfe der amerikanisch-deutschen Kleinsatelliten-Mission GRACE (Start 2002) wird ein neues Modell des Erdgravitationsfeldes mit bisher unerreichter Genauigkeit erstellt. GRACE wird sich fünf Jahre mit der Ausmessung des Erdschwerefeldes sowie der Bestimmung von Atmosphären- und Ionosphärenparametern beschäftigen. Dies wird insbesondere im Hinblick auf die Erforschung klimatischer Einflüsse durch Meeresströmungen und der Masseveränderungen der polaren Eiskappen geschehen. GRACE wird außerdem die großräumigen Veränderungen des globalen hydrologischen Kreislaufs untersuchen.
Herschel Herschel wird das erste Weltraumobservatorium sein, das den kompletten Wellenlängenbereich des Fernen Infrarot (FIR) bis zum Sub-Millimeter-Bereich (60 bis 670 Mikrometer) abdeckt. Start der Herschel-Mission ist 2009.
HIGAPS Hochintegrierter Galileo/GPS Empfänger-Chipsatz. Unter Federführung der IFEN GmbH in Poing hat sich ein bayerisches Konsortium aus Infineon Technologies AG in München, dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen, dem Institut für Erdmessung und Navigation der Universität der Bundeswehr München und dem Lehrstuhl für Technische Elektronik der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg zusammengeschlossen, um den weltweit ersten kombinierten Galileo/GPS Empfänger-Chipsatz für den Consumer-Markt zu entwickeln.
HRSC High Resolution Stereo Camera. Hochauflösende Stereokamera auf der Raumsonde Mars Express der Europäischen Weltraumoganisation ESA. Die Stereoaufnahmen der HRSC ermöglichen die Berechnung von digitalen Geländemodellen und die Generierung von virtuellen Überflügen über die Marsoberfläche.
Indoor Ziel des Vorhabens Indoor ist die Entwicklung von Technologien für die verbesserte Positionierung und Navigation innerhalb von Gebäuden und auch im Außengelände, wo der Empfang und die Positionierungsgenauigkeit durch Abschattungen und Mehrwegeeffekte erheblich beeinträchtigt ist. Dies soll besonders mit Hilfe von Galileo sowie mit GPS geschehen.
INTEGRAL International Gamma-Ray Astrophysics Laboratory. Weltraumobservatorium (Start: 17. Oktober 2002) für astronomische Beobachtungen im Gammastrahlungsbereich von 15 keV (Kilo-Elektronenvolt) bis 10 MeV (Mega-Elektronenvolt).
ISS International Space Station. Die Internationale Raumstation ISS ist das größte Technologieprojekt aller Zeiten: ein "Außenposten" der Menschheit im All, zugleich ein fliegendes Labor mit exzellenten Möglichkeiten für Wissenschaft und industrielle Forschung.
KERAMIS II Das Projekt hat zum Ziel, Technologieansätze, die im Projekt KERAMIS (Keramische Mikrowellenschaltkreise für die Satellitenkommunikation) für innovative und preisgünstige Komponenten im Bereich Multimedia-Satellitenanwendungen erarbeitet wurden, anhand eines realen Einsatzes im Satelliten zu verifizieren. TET210 mit geplantem Start im Jahr 2010 kommt dafür als Satellitenplattform in Frage.
KIBO Der japanische Beitrag zur Internationalen Raumstation ISS ist die größte Forschungseinrichtung an der ISS. Das etwa zehn Meter lange Labor Kibo (japanisch für Hoffnung) ist ausgerüstet mit einer eigenen Luftschleuse für Außenbordeinsätze und einem Roboterarm zur Durchführung externer Experimente.
LAMA Lande- und Mobilitätstestanlage, DLR-Bremen. Die Anlage erlaubt weltweit einzigartige Untersuchungen der Aufsetzdynamik von Landesonden. Durch eine Gewichtskraftentlastung wird eine reduzierte Schwerkraft (Mond, Mars, Asteroiden) simuliert; so können dreidimensionale Fahrzeug-Boden-Interaktionen (Kippstabilität, Rover-Traktion) getestet werden.
LBNP Lower Body Negative Pressure Device. Unterdruckzylinder für die humanphysiologische Forschung.
LCT Laser Communications Terminal. Zukünftige Satellitensysteme für weltweite Multimediadienste aus dem Weltraum.
LISA Pathfinder LISA Pathfinder dient als Technologie-Demonstrations-Mission (ehemals SMART-2) für die Cornerstone-Mission LISA (Laser Interferometer Space Antenna). LISA soll im Jahr 2014 als gemeinsame Mission der ESA und der NASA gestartet werden und als Weltraumobservatorium niederfrequente Gravitationswellen im Frequenzbereich von weniger als 0,1 Millihertz bis zu 0,1 Hertz beobachten.
Living Planet Erderkundungsprogramm der Europäischen Weltraumorganisation ESA, das die globalen Umweltveränderungen untersucht. So genannte "Earth Explorer"-Spezialsatelliten sollen wichtige neue Daten über die Prozesse, die in der Atmosphäre, den Ozeanen sowie auf dem Festland ablaufen, liefern.
Mars Express Erste europäische Planetenmission überhaupt. Die Mission befindet sich bereits in ihrer zweiten Verlängerung. Mars Express gibt durch globale Erkundung aus dem Mars-Orbit Aufschluss über die Klimageschichte des Roten Planeten und soll die Rolle und den Verbleib von Wasser klären.
MAXUS Höhenforschungsrakete. Das seit 1990 bestehende MAXUS-Programm, ein Jointventure von EADS SPACE Transportation und der schwedischen Raumfahrtagentur Swedish Space Corporation (SSC), wird vorrangig vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Europäischen Weltraumorganisation ESA genutzt. Die Rakete bringt die MAXUS-Forschungsprogramme auf eine Parabelflugbahn, deren Gipfelpunkt in einer Höhe von 715 Kilometer liegt. Sobald die Raketenstufe ausgebrannt ist, befinden sich die Experimente im freien Fall, wobei die gesamte Dauer der Schwerelosigkeit von der Fallhöhe abhängt. Ein Fallschirm bringt die Experimente auf MAXUS zur Erde zurück. Mit Höhenforschungsraketen kann zu vergleichsweise günstigen Konditionen Forschung in der Schwerelosigkeit betrieben werden. Weitere Vorteile liegen in der flexiblen Flugfrequenz und im schnellen Zugriff auf die Experimentdaten.
MATROSHKA Experimentanlage zur Messung der Strahlenbelastung innerhalb und außerhalb der Internationalen Raumstation ISS.
MELFI Minus Eighty Laboratory Freezer for ISS. Proben-Gefriereinrichtung im Columbus-Modul auf der Internationalen Raumstation ISS.
Meteosat Meteorological Satellite. Geostationäre Wettersatelliten, die die europäische Organisation EUMETSAT betreibt und in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt. Meteosat-1 startete 1977, Meteosat-9 2005.
METimage METimage ist das Konzept eines fortschrittlichen abbildenden Multispektral-Radiometers für die meteorologische Anwendung, das in einem Nachfolge-Satellitensystem zum derzeitigen EUMETSAT Polar System (EPS) zum Einsatz kommen soll.
MetOp Meteorological Operational Satellite. Wettererkundungssatellit insbesondere zur Erkundung der Ozonschicht im Rahmen des Global Ozone Monitoring Experiment 2 (GOME-2).
MIPAS Michelson Interferometer for Passive Atmospheric Sounding. Spektrometer an Bord des Satelliten Envisat (Environmental Satellite). Es erforscht die Zusammensetzung von Gasen, zum Beispiel Ozon, in der mittleren und höheren Atmosphäre und Troposphäre.
MSG Micro Gravity Science Glovebox. Wissenschaftliche Probenhantiereinrichtung im europäischen Weltraumlabor Columbus auf der Internationalen Raumstation ISS.
MSL-EML Materials Science Lab – Electromagnetic Levitator. Multi-User Anlage für materialwissenschaftliche Experimente unter Schwerelosigkeit an Bord des europäischen Forschungslabors Columbus auf der Internationalen Raumstation ISS.
MUSC Nutzerzentrum für Weltraumexperimente des DLR-Instituts für Materialphysik im Weltraum in Köln. Mit dem MUSC unterstützt das Institut die Vorbereitung und Durchführung von Weltraumexperimenten im Bereich Materialwissenschaften.
NKS Raumfahrt Die Nationale Kontaktstelle Raumfahrt gehört zum offiziellen EU-Netzwerk der Nationalen Kontaktstellen (NKS). Diese Beratungsstellen sind in Deutschland zu den Forschungsthemen im Forschungsrahmenprogramm eingerichtet und werden vom EU-Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) koordiniert. Die NKS Raumfahrt ist im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) tätig.
OOV On-Orbit-Verifikationen von neuen Techniken und Technologien. Mit diesem Programm sollen Verifikationsflüge ermöglicht werden, um die im nationalen Programm und/oder mit F+E-Mitteln von Industrie und Forschungseinrichtungen entwickelten Techniken und Technologien im Orbit zu verifizieren und deren Anwendungsreife zu demonstrieren.
PAMELA Payload for Antimatter Matter Exploration and Light-Nuclei Astrophysics. Das Experiment PAMELA misst Teilchen und Antiteilchen aus dem Weltraum (kosmische Strahlung), um deren Entstehungsvorgänge und Beschleunigungsprozesse zu untersuchen.
Philae Landesonde der europäischen Kometenmission Rosetta, die 2014 den Kometen Tschurjumow-Gerasimenko eingehend erkunden soll.
PHOENIX PHOENIX ist ein skaliertes, rund sieben Meter langes flugfähiges Modell, ausgestattet mit einem neu entwickelten Flugführungs- und Steuersystem und einer umfangreichen Sensorik. Es erprobt Schlüssel-Technologien für ein zukünftig wiederverwendbares Weltraum-Transportsystem.
PKE Plasmakristall-Experiment an Bord der Internationalen Raumstation ISS.
Planck Europäische Satellitenmission zur Untersuchung der kosmischen Hintergrundstrahlung. Plancks Detektoren sind so konstruiert, dass sie über einen weiten Frequenzbereich die kosmologischen Temperaturunterschiede, die erst auf der fünften, sechsten Nachkommastelle auftreten, in Abhängigkeit von der Winkelskala messen können. Da die Strahlung vorher in Wechselwirkung mit der Materie (Protonen, Elektronen) stand, können Rückschlüsse auf die frühe Materieverteilung gezogen und die Parameter, die die kosmische Entwicklung beschreiben, mit großer Genauigkeit bestimmt werden.
RapidEye Die RapidEye-Satellitenflotte besteht aus fünf baugleichen Erdbeobachtungssatelliten, die Daten aus dem All für die zivile Nutzung liefern. Sie können eine Region der Erde täglich mit einer Auflösung von 6,5 Metern beobachten.
REXUS Raketen-Experimente für Universitäts-Studenten. Das deutsch-schwedische Programm REXUS bietet Studenten die Möglichkeit, wissenschaftliche und technische Experimente auf Raketen unter speziellen Atmosphärenbedingungen durchzuführen.
ROKVISS Robotik-Komponenten Verifikation auf der ISS. Der auf der Internationalen Raumstation ISS montierte 50 Zentimeter große und sieben Kilogramm schwere Roboterarm mit zwei Gelenken, einem Metallfinger und zwei integrierten Kameras basiert auf der neuesten Leichtbauroboter-Technologie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ziel des in Deutschland geplanten und entwickelten Experimentes ROKVISS ist es, die neue Roboterhardware und leistungsfähige Steuerungskonzepte im realistischen Missionsbetrieb und im freien Weltraum zu testen und zu verifizieren. Zukünftig soll diese innovative Robotertechnologie Astronauten bei komplizierten Arbeiten unterstützen und entlasten. Zudem könnte es die vom Boden gesteuerte Reparatur von Satelliten ermöglichen.
Rosetta Europäische Kometenmission, die am 2. März 2004 zum Kometen Tschurjumow-Gerasimenko gestartet ist und den sie 2014 erreichen soll. Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt soll dann eine Landeeinheit (Philae) auf einem Kometen landen und ihn eingehend erkunden.
SACADA Das Ziel des Verbundprojekts SACADA (Synoptic Analysis of Chemical Constituents by Advanced satellite Data Assimilation) war die Entwicklung von Verfahren, die alle wetter- und klimarelevante Daten aus unterschiedlichsten Quellen kombinieren und automatisch zu einem einheitlichen und möglichst präzisen Gesamtbild verschmelzen. Das Ergebnis ist ein System, das Routineuntersuchungen zur Verteilung atmosphärischer Gase automatisiert durchführt.
SANTANA Smart Antenna Terminal, Projekt ist abgeschlossen. Bei SANTANA handelte es sich um die Entwicklung einer flachen, elektronisch steuerbaren Antenne mit rechnergestützter, digitaler Strahlformung und Strahlschwenkung für breitbandige und mobile Satellitenkommunikation mit hohen Datenraten im Ka-Band.
SAR-Lupe Synthetic Aperture Radar. Das SAR-Lupe System besteht aus fünf baugleichen Satelliten, die jeweils in einem Abstand von sechs Monaten gestartet werden sollen. Das System dient der deutschen Bundeswehr als nationales Aufklärungssystem zur Überwachung von Krisengebieten. Letzter Start erfolgte am 22. Juli 2008.
SCIAMACHY Scanning Imaging Absorption Spectrometer for Atmospheric Chartography. Atmosphären-Messgerät an Bord des im März 2002 gestarteten europäischen Umweltsatelliten Envisat (Environmental Satellite). Das Satelliteninstrument SCIAMACHY misst die von Erdboden und Atmosphäre zurück gestreute Sonnenstrahlung. Aus diesen Messungen lassen sich die atmosphärischen Konzentrationen einer Vielzahl von Spurengasen bestimmen, die für die Luftqualität, den Treibhauseffekt und die Ozonchemie wichtig sind.
SEA GATE SEA GATE ist die erste deutsche Testumgebung für das zukünftige Satellitennavigationssystem Galileo. Sie steht seit Mai 2008 im Seehafen Rostock Nutzern und Anwendungsentwicklern kostenfrei zur Verfügung. SEA GATE ermöglicht insbesondere die Erprobung von maritimen Galileo-Anwendungen, lange bevor die eigentlichen Satellitensignale zur Verfügung stehen. Unternehmen können so frühzeitig neue Produkte und Dienste im Zusammenhang mit Galileo entwickeln und praxisnah testen.
SELENE Selenological and Engineering Explorer. Japanische Mondsonde, Start: September 2007.
SHEFEX Sharp Edge Flight Experiment. Versuchsträger für Wiedereintrittstechnologien. Ziel des Projekts ist es, neue Thermalschutzkonzepte für rückkehrende Raumfahrzeuge zu testen und gleichzeitig die Eignung eines scharfkantigen Designs für die aerodynamische Auslegung zu überprüfen.
SmallGEO Satellitenplattform für Nutzlasten bis zu einer Masse von 300 Kilogramm und drei Kilowatt Leistungsaufnahme. Soll in mehrfacher Ausführung als geostationärer Telekommunikationssatellit ab 2011 in den Einsatz gehen.
SOFIA Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie. Fliegendes Stratosphärenteleskop auf Basis einer Boeing 747-200. Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Amerikanischen Weltraumbehörde (NASA).
Sojus Russische Trägerrakete, die ab 2009 auch vom Europäischen Weltraumbahnhof in Kourou/Französisch Guyana gestartet werden wird.
SolACES Solar Auto-Calibrating EUV/UV Spectrophotometers. Ein selbstkalibrierendes EUV/UV-Spektrophotometer auf der Internationalen Raumstation ISS.
SOWARLA Solare Wasser-Reinigungsanlage Lampoldshausen. Bei der solaren Wasserreinigung werden toxische oder biologisch nur schwer abbaubare, organische Verunreinigungen unter Einsatz von Licht und eines Photokatalysators zerstört. Der neuartige Solarreceiver als Kernstück der SOWARLA-Anlage besteht aus transparenten Glasröhren.
STEREO Solar Terrestrial Relations Observatory. Zwillingssonden zur Erforschung der Sonne, Mission der Amerikanischen Weltraumbehörde NASA, Start: 26. Oktober 2006.
TECSA Technology Satellite. Satellit zur Demonstration und Verifikation von Weltraumsystemen. Das Ziel des Projekts ist es, ein System zu entwickeln und zu erproben, das es mit Schlüsseltechnologien aus der Robotik - Hard- und Software Elementen - ermöglicht, unbemannt Wartungs- und Reparaturarbeiten an Satelliten vorzunehmen.
TEMPUS Tiegelfreies Elektromagnetisches Positionieren unter Schwerelosigkeit. Die TEMPUS-Parabelfluganlage ist eine wissenschaftliche Experimentieranlage für die Forschung an schmelzflüssigen und unterkühlten Metallen und Legierungen.
TerraSAR-X TerraSAR-X ist der erste deutsche Satellit, der im Rahmen einer so genannten Public Private Partnership (PPP) zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der EADS Astrium GmbH realisiert wurde. Der Satellit umkreist die Erde auf einem polaren Orbit. Dabei nimmt er mit seiner aktiven Antenne neue und hochwertige X-Band-Radardaten der gesamten Erde auf. TerraSAR-X arbeitet unabhängig von Wetterbedingungen, Wolkenbedeckung und Tageslicht und ist in der Lage, Radardaten mit einer Auflösung von bis zu einem Meter zu liefern. Das DLR ist verantwortlich für die wissenschaftliche Nutzung der TerraSAR-X-Daten. Das DLR ist weiterhin verantwortlich für die Planung und Durchführung der Mission sowie für die Steuerung des Satelliten. Astrium hat den Satelliten gebaut und ist an den Kosten für die Entwicklung und Nutzung beteiligt. Die Infoterra GmbH, ein eigens zu diesem Zwecke gegründetes Tochterunternehmen von Astrium, ist verantwortlich für die kommerzielle Vermarktung der TerraSAR-X-Daten.
TEXUS Technologische Experimente unter Schwerelosigkeit. Wissenschaftsprogramm, bei dem mit Forschungsraketen biologische, materialwissenschaftliche und physikalische Experimente unter Weltraumbedingungen durchgeführt werden.
TRAC Deutsch-kanadisches Kooperationsprojekt, bei dem die Reaktions- und Adaptationsfähigkeit von Astronauten getestet wird.
Ulysses Raumsonde Ulysses. Der Start der Sonde war am 6. Oktober 1990. Ulysses hat während seiner Missionszeit einen nahezu vollständigen magnetischen Sonnenfleckenzyklus beobachtet und dabei die räumliche Struktur der inneren Heliosphäre nebst Sonnenmagnetfeld erschlossen. Die Mission endete am 1. Juli 2008.
UniTaS Unterstützungsprogramm industrieller Aktivitäten und Technologietransfer auf dem Gebiet der angewandten Satellitennavigation für die Luftfahrt.
VEGA Trägerraketensystem für den Transport von kleinen Satelliten.
X-38 Versuchsträger für Wiedereintrittstechnologien.
XMM-Newton Europäisches Röntgenteleskop. Start: 10. Dezember 1999, Mission dauert bis 31. Dezember 2012.

Energie

 

APU Auxiliary Power Unit. Stromversorgungsmodul, das den ständig steigenden Strombedarf im Fahrzeug decken sowie elektrische Leistung für das Fahrzeug bereitstellen soll, wenn der Motor abgeschaltet ist, wie zum Beispiel für die Standklimatisierung. Die Brennstoffzellen-APU kann mit normalen Kraftstoffen betrieben werden, die vorreformiert werden.
CARDEC GmbH Hersteller eines im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelten Vorfeldfahrzeugs für den Flughafen. Spezialist für Brennstoffzellensysteme.
CESA-1 Solarturm der Plataforma Solar de Almería. Nördlich des Solarturmes befindet sich das Spiegelfeld, das die Solarstrahlung auf drei Solarstrahlungsempfänger, so genannte Solarreceiver, lenkt und dabei fokussiert.
DISTOR Energy Storage for Direct Steam Solar Power Plants. EU-Projekt mit dem Ergebnis eines Energiespeichers für solar erzeugten Dampf. Unter Federführung des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik befassten sich insgesamt 13 Industrie- und Forschungspartner aus fünf Ländern mit der Entwicklung von innovativen Speichersystemen für solare Dampferzeuger.
Fuel Cell Demonstrator Der Airbus A320 D-ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) ist ein Hightech-Forschungsflugzeug des Deutsches Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Es ist mit einem Brennstoffzellensystem von Michelin ausgestattet. Im Juli 2007 wurden die ersten Flugversuche durchgeführt. Die Brennstoffzelle übernimmt die Versorgung der Bordelektrik mit elektrischem Strom.
Hybridkraftwerke Ein Kraftwerk, das mehrere Energiequellen zur Stromerzeugung nutzt. Ziel ist in der Regel eine bedarfsgerecht Bereitstellung  von Strom, Treibstoff oder Wärme. Im DLR werden Hybridkraftwerke entwickelt, bei denen Solarenergie mit einer fossilen Energiequelle zur Stromerzeugung kombiniert wird. Ein weiteres Projekt ist die Kombination aus einer Hochtemperatur-Brennstoffzelle (SOFC) und einer Gasturbine, die hohe Effizienz bei niedrigem Schadstoffausstoß verspricht.
HyFish Brennstoffzellen-Flugmodell. Entwickelt vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) zusammen mit Partnern aus der Industrie.
Latentspeicher Speichersysteme, die den aus Solarkraft gewonnenen 200 bis 300 Grad Celsius heißen Dampf aufnehmen, zwischenspeichern und Ein Speicher, der Wärmeenergie verlustarm und im Idealfall mit vielen Wiederholzyklen und über lange Zeit speichern kann. Ein Latentwärmespeicher nutzt dabei die sogenannte verborgenen Energie, die ein Material beim Phasenwechsel von einem Aggregationszustand in den anderen aufnehmen oder abgeben kann. Dies kann zum Beispiel Schmelzwärme oder Verdunstungskälte sein. Latentwärmespeicher werden auch Phasenwechselspeicher genannt. 
Plataforma Solar de Almería Größtes europäisches Testzentrum für Solarenergie in Spanien.
SOFC-Brennstoffzelle Solid Oxide Fuel Cells. Oxidkeramische Hochtemperaturbrennstoffzelle SOFC; Anwendungsgebiete finden sich im stationären Bereich in der Kraftwerkstechnik. Sie erzielen durch die Kopplung mit einer Turbine sehr hohe Wirkungsgrade.
Solarthermische Kraftwerke Solarstrahlung wird mit Hilfe konzentrierender Spiegel gebündelt und in thermische Energie umgewandelt. Die anfallenden hohen Temperaturen werden für den Antrieb konventioneller Dampf- und Gasturbinen oder einer Stirling-Maschine verwendet.
TRANS-CSP Trans-Mediterranean interconnection for Concentrating Solar Power. Die Studie beschäftigt sich mit der Verknüpfung der Stromnetze Europas mit dem Netz des Nahen Ostens und Nordafrikas. Ziel ist es, bis 2050 bis zu 15 Prozent des europäischen Bedarfs durch Solarenergie aus dem Süden zu decken.
Verbrennungs- und Gasturbinentechnik Forschungsgebiet im Bereich der Energieforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das sich mit der Wirkungsgradsteigerungen und Emissionsminderungen bei Verbrennungs- und Gasturbinen befasst. Konkrete Ziele betreffen die Zuverlässigkeit, Schadstoffemissionen, Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Gegenstand der Untersuchungen sind sowohl grundlagenorientierte als auch anwendungsnahe Fragestellungen der modernen Verbrennungs- und Gasturbinentechnik.
VFF Flughafen-Vorfeldfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb.
vICERP Virtual Institute of Central Receiver Power Plants. Virtuelles Institut für Solarturmkraftwerke - Das Institut bündelt seit Januar 2008 zukünftig die Einrichtungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, der Fachhochschule (FH) Aachen sowie der Katholieke Universiteit Leuven (Belgien) erstmals gemeinsam ihre Kapazitäten zu dem Thema "Solarturmkraftwerke".

Verkehr

 

Dynamischer Fahrsimulator Der dynamische Fahrsimulator des DLR kommt für die Erprobung von Assistenzfunktionen in einem fortgeschrittenen Produktstadium zum Einsatz. Die realitätsnahe Gestaltung der Simulation ermöglicht eine valide Beurteilung der Funktionen auch in kritischen Situationen und damit einen sicheren Übergang in das Versuchsfahrzeug und in den realen Verkehr. Ein realistisches Fahrgefühl vermittelt der Fahrsimulator durch drei Parameter: Ein leistungsstarkes Bewegungssystem, ein hochwertiges Projektionssystem mit einer entsprechenden Visualisierung und die Integration eines kompletten Fahrzeugs.
FASCar Versuchsfahrzeug zur Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen. Aktive Eingriffe können Autofahren sicherer machen – falsch eingesetzt können sie jedoch auch eine Gefahr bedeuten. Assistenzsysteme müssen nach den Anforderungen und Bedürfnissen des Fahrers gestaltet sein. Um herauszufinden, ob der Fahrer richtig auf die Eingriffe eines neuen Assistenzsystems reagiert, sind Fahrten mit dem FASCar der letzte konsequente Schritt der Entwicklung.
FCD Floating Car Data. Begriff aus der Verkehrstechnologie: Positionsdaten von Fahrzeugen werden mit Hilfe einer Fahrzeugflotte erhoben, die über ein Dispositionssystem gemanagt werden, zum Beispiel Taxiflotten (Taxi-FCD).
HMI-Lab Human-Machine-Interface-Labor. Mit dem HMI-Lab können neue Fahrerassistenzsysteme und -funktionen schnell und flexibel hinsichtlich Nutzbarkeit und Akzeptanz bewertet werden. Ein Sitz mit Lenkrad und Pedalerie dient zur Steuerung des virtuellen Fahrzeugs, eine Mittelkonsole mit Touchscreen kann bei Bedarf die Simulation erweitern, der übrige Innenraum des Fahrzeugs ist aber nur virtuell vorhanden.
HyLite Brennstoffzellen-Hybridfahrzeug, das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit mehreren Automobil-Zulieferbetrieben entwickelt wurde.

Klimatisierbarer Allradrollenprüfstand
Das DLR betreibt einen Allradrollenprüfstand mit Abgasanalyse und Klimatisierung für Personenkraftwagen und Kleintransporter. Der Prüfstand simuliert Fahrbedingungen für alle Einachs- und Allrad-Antriebskonzepte in einem variablen Temperaturbereich von minus 25 Grad Celsius bis 50 Grad Celsius. Durch die Explosionsschutz-Ausführung können auch Wasserstoff- und Erdgasfahrzeuge untersucht werden. Die Abgasanalyse erlaubt Abgasmessungen im Rohgas mit einer Euro 5 geeigneten Messgenauigkeit.
NGT – Next Generation Train Im Rahmen des Projekts "Next Generation Train" wird die Realisierbarkeit eines noch visionären Hochgeschwindigkeitszugs ermittelt. Er soll eine Höchstgeschwindigkeit von 400 Kilometern pro Stunde im Alltagsbetrieb erreichen, ebenso eine Senkung des spezifischen Energieverbrauchs um 50 Prozent gegenüber einem ICE 3 bei 300 Kilometern pro Stunde – und das ohne Kompromisse beim Komfort und unter Beibehaltung bestehender Sicherheitsanforderungen. Bei der Umsetzung des Projekts arbeitet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem Schienenfahrzeughersteller Bombardier Transportation zusammen.
RailDriVE Versuchsfahrzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum Testen neuer Ortungstechnologien. Das mobile Labor RailDriVE kann gleichermaßen auf der Straße wie auf Schienen verkehren und so Versuche unabhängig von der jeweiligen Verkehrsinfrastruktur durchführen. Als Plattform dient ein Lkw, der mit einer Reihe von Ortungssystemen ausgestattet wurde. Dazu gehören GPS (Global Positioning System), Radar, Wirbelstromsensor, Laser, Videokameras und optische Sensoren.
RailSiTe Rail Simulation and Testing. Das eisenbahntechnische Labor RailSiTe dient der Analyse von Systemen, Subsystemen und Komponenten der Eisenbahnleit- und Eisenbahnsicherungstechnik sowie Betriebskonzepten. Dazu bildet es die komplette Kette vom Stellwerksbediener über Strecke und Zugdynamik bis hin zum Triebfahrzeugführer ab. Mit der Zertifizierung als "Unterauftragnehmer der Benannten Stelle Interoperabilität" durch das Eisenbahn-Cert (EBC) verfügt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem RailSiTe über das europaweit einzige anerkannte Eisenbahn-Prüflabor.
SMPLab Straightforward Modular Prototyping Laboratory. Modulares Labor zur schnellen, prototypischen Entwicklung von Fahrerassistenz- und Automationssystemen. Neue Ansätze für eine ergonomische Unterstützung des Fahrers können im SMPLab schnell als Prototyp realisiert (Rapid Prototyping) und getestet werden. Kernstück des SMPLab ist ein kleiner, generischer Fahrsimulator, der fast gänzlich auf herkömmliche Cockpitausstattung verzichtet und damit Spielraum für innovative Konzepte lässt.
Traffic Tower Virtuelle Verkehrsmanagementzentrale des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ob Verkehrsmonitoring bei Großveranstaltungen oder Evaluation von Verkehrssteuerungsalgorithmen – der Traffic Tower unterstützt die Forschung durch die virtuelle Abbildung und die Simulation von Straßenverkehr und Verkehrsbeeinflussungsanlagen.
ViewCar Messfahrzeug zur Analyse der Wahrnehmungsprozesse und des Verhaltens von Fahrern im Straßenverkehr. Es ist mit Sensoren zur Messung und Aufzeichnung der Verkehrsumgebung, der Bedienung des Fahrzeugs und des resultierenden Fahrzeugverhaltens ausgestattet.
VR-Lab Im Virtual-Reality-Labor werden (ebenso wie im HMI-Lab - Human-Machine-Interface-Labor) neue Fahrerassistenzsysteme und -funktionen schnell und flexibel hinsichtlich Nutzbarkeit und Akzeptanz bewertet. Ein Sitz mit Lenkrad und Pedalerie dient zur Steuerung des virtuellen Fahrzeugs, eine Mittelkonsole mit Touchscreen kann bei Bedarf die Simulation erweitern, der übrige Innenraum des Fahrzeugs ist nur virtuell vorhanden.

Allgemein

 

BDLI Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie.
CAPANINA-Projekt Optische Freiraum-Kommunikation. Kommunikation für Stratosphärische Plattformen. Luftschiffe übertragen per Laserstrahl enorme Datenmengen.
CNES Centre National d’Etudes Spatiales. Die französische Raumfahrtagentur.
CTM Chemistry and Transport Models.
DFVLR Deutsche Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DFVLR); gegründet im Juli 1968 mit Sitz in Porz-Wahn bei Köln. In ihr gingen die Aerodynamische Versuchsanstalt (AVA), die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL), die Deutsche Forschungsanstalt für Luftfahrt (DFL) und im Jahr 1972 die Gesellschaft für Weltraumforschung auf.
DLR Systemhaus Technik Das Systemhaus Technik ist eine Einrichtung für Engineering und integrierte Fertigung im wissenschaftlichen Gerätebau; zur Unterstützung der Forschungsaktivitäten aller Institute und Einrichtungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
DLR Verkehrsstudien Die generelle Aufgabe der Einrichtung Verkehrsstudien liegt in der Beschreibung künftiger Verkehrssysteme. Entwicklungstrends für Fahrzeuge, Verkehrsnetze und das betriebliche Zusammenwirken werden untersucht und aufgezeigt, tragfähige Zukunftskonzepte beschrieben und die Herausforderungen einer vernetzten Welt aufgegriffen.
DLR, das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrtagentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig.
DLR, die Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DLR). Hervorgegangen aus der Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DFVLR) 1989.
EADS European Aeronautic Defence and Space Company.
IAC International Astronautical Congress.
IAF International Astronautical Federation.
 
 

 
 
 
 

 

Zuletzt geändert am: 06.07.2012 11:19:50 Uhr

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