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Alle Jahrgänge

Ceres

Fruchtbarkeitsgöttinnen auf Zwergplanet Ceres

28. Juli 2015

Tamayie, der polynesische Gott der Kokosnussbäume, hat es nicht geschafft, der mexikanische Gott Nanahuatl auch nicht. Aus rund 150 Fruchtbarkeitsgöttern und -göttinnen haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für das Team der NASA-Mission Dawn 17 Namen für die prominentesten Krater auf Ceres herausgepickt und der International Astronomical Union (IAU) vorschlagen - denn der Zwergplanet ist nach der römischen Göttin des Ackerbaus benannt. Nun bevölkern Götter von fünf Kontinenten von der hawaiianischen Haulani über die römische Landwirtschaftsgottheit Occator bis hin zu zur deutschen Göttin Gaue die abwechslungsreiche Oberfläche. "Zwischen dem höchsten Berg und dem tiefsten Kraterboden liegen rund 15 Kilometer - das entspricht fast dem Relief der Erde zwischen Mariannengraben und Mount Everest", erläutert Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Mitglied des Dawn-Teams. Allerdings ist die Erde auch um das Dreizehnfache größer als Ceres. "In der Kruste von Ceres muss also eine enorme Dynamik stecken, die eine solche Topographie auftürmt."

Schulwettbewerb "Die unglaubliche Licht-Maschine" - die Gewinner!

28. Juli 2015

Manchmal ist nur ein kleiner Schubs nötig, um die Dinge in Gang zu setzen. Um Jugendlichen auf spielerische Art für Physik und Technik zu begeistern, hatten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) einen gemeinsamen Schülerwettbewerb initiiert.

Mapheus5

Video: Mitflug auf der Mapheus5-Rakete vom Start bis zur Landung

24. Juli 2015

Erst 1566 Kilogramm Explosivstoff unter sich, dann eine Aufstiegsgeschwindigkeit von 6,5-facher Schallgeschwindigkeit oder auch 2000 Metern in der Sekunde, ein Flug in 253 Kilometer Höhe und eine senkrechte Landung im feuchten Erdboden Schwedens. So etwas gehört nicht zu dem, was man zur Alltagserfahrung zählen kann. Erleben kann man es dennoch - wenn auch bequem vor dem Bildschirm sitzend. Eine Kamera im oberen Teil der über zwölf Meter hohen Höhenforschungsrakete Mapheus5 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nämlich genau dies am 30. Juni 2015 erstmals aufgezeichnet - mit diesem Video hat jetzt jeder einen Platz in der ersten Reihe.

EU-Projekt CHATT: Forschung am Tank der Zukunft

24. Juli 2015

Geschwindigkeit, Effizienz und Umweltfreundlichkeit sind einige der zentralen Anforderungen an das Luftfahrzeug der Zukunft. Dreieinhalb Jahre forschte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit zehn weiteren europäischen Partnern im Rahmen des Projektes CHATT (Cryogenic Hypersonic Advanced Tank Technologies) an neuen Technologien für den Luftverkehr der Zukunft. "Die Erkenntnisse, die wir mit CHATT gewonnen haben, liefern wertvolle Beiträge für zukünftige Flugzeug- und Raumfahrt-Projekte mit Kryo-Tank-Technologien in Europa", betonte der Projektkoordinator Dr. Martin Sippel vom DLR. Bei diesen werden sehr kalte, verflüssigte (= kryogene) Gase nahe am absoluten Nullpunkt eingesetzt.

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Kontur-2: Die Fernbedienung aus dem Weltall

22. Juli 2015

Es ist ein kompaktes, überschaubares Gepäckstück, das die neue Besatzung der Internationalen Raumstation ISS - Kosmonaut Oleg Kononenko, Astronaut Kimiya Yui und Astronaut Kjell Lindgren – bei ihrem Start heute am 22. Juli 2015 um 23.02 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit an Bord ihrer Sojus-Rakete haben: Der Kontur-2-Joystick des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) fliegt mit zu seinem neuen Bestimmungsort. Von dort soll Oleg Kononenko dann mit ihm arbeiten - und im August den Roboter ROKVISS im Labor des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik ferngesteuert bewegen. Das Besondere dabei: Der Kosmonaut wird nicht nur ein Kamerabild von dem Roboter am Boden übermittelt bekommen, sondern wird währenddessen genau spüren, was der Roboter in über 400 Kilometern Entfernung auf dem Erdboden berührt. Kontur-2 meldet ihm nämlich zurück, ob und wie stark er beispielsweise mit einem Objekt kollidiert. Das Telepräsenz-Experiment soll bei seinem Bediener den Eindruck vermitteln, er sei vor Ort im Labor - und nicht in einer Umlaufbahn um die Erde.

Mit dem Tablet hinterm Steuer

21. Juli 2015

Einen Film schauen, im Internet surfen oder E-Mails schreiben, während das Auto von alleine fährt. Hochautomatisierte Fahrzeuge werden das schon bald möglich machen. Doch in absehbarer Zukunft muss der Fahrer immer noch im Stande sein, rechtzeitig das Steuer wieder zu übernehmen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat dafür jetzt ein System entwickelt, das den Fahrer direkt auf dem Mobilgerät warnt, wenn die Automation an ihre Grenzen stößt.

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Kopfzerbrechen um Lander Philae

20. Juli 2015

Erst meldet sich Lander Philae am 9. Juli 2015 um 19.45 Uhr bei seinem Team im Lander-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) - nur um dann wieder in Schweigen zu verfallen. Seitdem arbeitet das Team daran, mit Tricks und Kniffen wieder in Kontakt mit dem Lander zu treten und ihn für wissenschaftliche Messungen zu betreiben. "Auf unser gesendetes Kommando, das Instrument ROMAP einzuschalten, hat er noch nicht geantwortet", erläutert Philae-Projekteiter Dr. Stephan Ulamec vom DLR. An einem baugleichen Modell im Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) des DLR testen die Ingenieure deshalb zurzeit verschiedene Kommandos, mit denen sie Philae aktivieren und optimieren wollen. "Wir haben in den bisher empfangenen Daten auch Anzeichen dafür, dass Philae sich bewegt haben könnte und seine Antenne dadurch womöglich mehr verdeckt oder anders ausgerichtet ist."

HALO

Forschungsflugzeug HALO: Auf der Langstrecke für Messungen im asiatischen Sommermonsun

17. Juli 2015

Vollgepackt mit mehr als zwölf Messinstrumenten macht sich der Forschungsflieger HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 21. Juli 2015 auf den Weg nach Zypern. Von dort aus geht es dann für Messflüge in das Einflussgebiet des asiatischen Sommermonsuns über der Arabischen See, dem Indischen Ozean, dem Golf von Bengalen und dem östlichen Mittelmeer. Insgesamt fünf Wochen lang spüren die Atmosphärenforscher bei der Mission OMO (Oxidation Mechanism Observations) die Schadstoff-Emissionen auf, die der Monsun vom Boden bis in große Höhen befördert und großräumig verteilt. "Mit OMO messen wir erstmals vollständig die chemische Luftzusammensetzung in diesem Atmosphärenphänomen ", sagt Dr. Hans Schlager, Atmosphärenforscher am DLR-Institut für Physik der Atmosphäre und zuständig für die wissenschaftliche Beteiligung des DLR an der Mission. "Wir wollen mit diesen Daten den Einfluss des Monsuns auf die großräumige Verteilung von Luftverunreinigungen und auf die Selbstreinigungskraft der Atmosphäre bestimmen."

Verstärkung für den Wetterfrosch

16. Juli 2015

Ein neuer Satellit verstärkt die Flotte der Wetterwächter im All: Am 15. Juli 2015 um 23.42 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit ist MSG-4 an Bord einer Ariane-5-Rakete vom Weltraumzentrum Kourou in Französisch-Guyana in den Weltraum gestartet. MSG-4 (METEOSAT Second Generation) ist der letzte von vier Satelliten der zweiten METEOSAT-Generation.

DLR/NASA: 3D-Radarmessungen von Waldgebieten

15. Juli 2015

Baumkronen und Zweige dicht an dicht, nur vereinzelt geben Lichtungen den Blick auf Stamm und Wurzeln preis. Ob deutscher Fichtenwald oder tropischer Regenwald – nur wenige Sensoren sind in der Lage durch diesen grünen Teppich zu blicken und die Strukturen deutlich sichtbar zu machen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt eine Radartechnologie, die Waldgebiete erstmals in hoher Auflösung dreidimensional abbildet, von den Wipfeln bis zum Boden. In einer gemeinsamen Messkampagne mit der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA haben die Radarexperten des DLR die Leistungsfähigkeit des speziellen F-SAR Systems nun bestätigt. Ziel der Zusammenarbeit war es, die Möglichkeiten von Radardaten hinsichtlich der Ableitung von verschiedenen Parametern zu validieren, etwa die Höhe oder die vertikale Struktur eines Waldes.

 
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